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Vor 16 Jahre heiratete ein Mann seinen Nintendo DS - und schrieb damit Internet-Geschichte

Als ein Mann 2009 seinen Nintendo DS heiratete, schrieb er Internet-Geschichte – und sagte dabei überraschend viel über unsere digitale Zukunft voraus.

Statt Liebe auf den ersten Blick gab es für SAL9000 Liebe auf dem zweiten Bildschirm. Statt Liebe auf den ersten Blick gab es für SAL9000 Liebe auf dem zweiten Bildschirm.

Dating-Sims gibt's viele, aber nur wenige haben Geschichte geschrieben. Doch vor 16 Jahren sorgte ein japanischer Spieler weltweit für Schlagzeilen, als er seinen Nintendo DS heiratete. Ja, richtig gelesen. Sogar inklusive echter Hochzeitszeremonie – mit Anzug, Priester und Publikum. Nur die Braut war … nun ja, aus Pixeln.

Nene sagt Ja

Der Mann hinter der kuriosen Liebesgeschichte nannte sich SAL9000 und war aktiver Teil der japanischen Otaku-Szene – also jener Community, die sich mit großer Leidenschaft Anime, Videospielen und Popkultur widmet – sowie Stammgast auf der Videoplattform Nico Nico Douga. Seine Auserwählte hieß Nene Anegasaki, eine der virtuellen Freundinnen aus LovePlus, einer Dating-Simulation für den Nintendo DS.

HAL9000s virtuelle Frau Nene – hier auf einem Artwork von LovePlus-Entwickler Konami. HAL9000s virtuelle Frau Nene – hier auf einem Artwork von LovePlus-Entwickler Konami.

Und weil SAL9000 keine Lust auf ein Game Over hatte, entschied er sich für die ganz große Geste: Er organisierte eine ganze Hochzeitszeremonie – mit weißem Anzug, Priester, Gästen und natürlich seinem Nintendo DS als Braut. Das Ganze wurde live ins Netz übertragen und entwickelte sich schnell zur viralen Netzlegende.

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Warum heiratet man seine Konsole?

SAL9000 betonte in Interviews, dass ihm bewusst sei, dass Nene Anegasaki nur eine fiktive Figur ist und die Ehe keine rechtliche Gültigkeit besitzt. Dennoch erklärte er, dass er seine virtuelle Frau nicht für eine reale Freundin aufgeben würde.

Für ihn ist die Beziehung zu Nene eine persönliche Entscheidung, die eng mit seiner Leidenschaft für das Spiel und die Otaku-Kultur verknüpft ist. Er sieht sich dabei keineswegs als Extremfall, sondern als Teil einer wachsenden Community, die virtuelle Beziehungen als echte emotionale Erfahrung wahrnimmt – und er sollte Recht behalten.

Was damals noch als Kuriosum galt, ist heute schon fast Alltag: Immer mehr Menschen bauen emotionale Bindungen zu KIs wie ChatGPT auf – manche gehen sogar so weit, dass sie sich in die KI verlieben oder sie als festen Beziehungspartner betrachten. Im Netz berichten immer mehr Nutzer offen von romantischen oder gar intimen Beziehungen zu Chatbots, suchen bei ihnen Trost, Rat und emotionale Nähe.

Und was wurde aus LovePlus?

Während SAL9000 seiner digitalen Traumfrau bis heute treu geblieben sein dürfte, hatte LovePlus selbst nicht ganz so viel Glück. Zwar erschienen in den Jahren nach dem großen Medienhype noch mehrere Nachfolger – New LovePlus für den 3DS, das Update New LovePlus+ sowie verschiedene Mobile-Ableger –, doch der Funke wollte nie wieder so richtig überspringen.

Der letzte Versuch, LovePlus Every, das 2019 als Free2Play-App an den Start ging, wurde keine zwei Jahre später wieder eingestellt.

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