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Ein neues Marvel-Spiel ist schon fast fertig, doch ohne Käufer schaltet Microsoft dem Entwicklerstudio bald alle Geräte ab

Beim französischen Entwickler Arkane tickt die Uhr. Bis Mitte Dezember will Microsoft das Studio loswerden, sonst droht die Schließung. Das fast fertige Marvel-Spiel Blade steht auf der Kippe.

Keine rosigen Aussichten für Marvels Vampirjäger Blade: Microsoft gibt Arkane noch bis Mitte Dezember Zeit, einen neuen Käufer zu finden. Keine rosigen Aussichten für Marvel's Vampirjäger Blade: Microsoft gibt Arkane noch bis Mitte Dezember Zeit, einen neuen Käufer zu finden.

Seit Asha Sharma bei Xbox am Ruder ist, wird in Microsofts Gaming-Sparte fleißig umgebaut. Im Sommer verkündete die neue Chefin, dass Xbox sich im Zuge einer Umstrukturierung von mehreren Studios trennt. Undead Labs (State of Decay), Compulsion Games (South of Midnight) und Double Fine Productions (Psychonauts) konnten ihre Selbstständigkeit zurückgewinnen.

Für Arkane (Dishonored) und die Hellblade-Macher Ninja Theory sieht es dagegen aktuell weniger rosig aus. Für beide Studios hat Eigentümer Microsoft bislang keinen Käufer finden können - beiden droht daher die Schließung.

Video starten 1:23 Marvel's Blade: Nach Redfall versucht sich Arkane an einem neuen Vampir-Spiel

Dabei haben beide Teams aktuell vielversprechende Projekte in der Pipeline. Ninja Theory schraubt an einem neuen Hellblade-Teil. Arkane soll laut Insiderberichten das 2023 angekündigte Marvel-Spiel Blade beinahe fertiggestellt haben. Eine Schließung würde nicht nur das fast fertige Projekt zunichtemachen, sondern auch 213 Arbeitsplätze beim französischen Traditionsstudio bedrohen.

Neue Gnadenfrist für Arkane

Doch noch ist im Falle von Arkane das letzte Wort offenbar nicht gesprochen. Noch letzte Woche hatte es geheißen, das Studio habe bis zum 13. November 2026 Zeit, einen neuen Käufer zu finden. Jetzt hat Microsoft diese Deadline erneut um einen Monat aufgeschoben. Wie unter anderem PCGamer berichtet, hat Microsoft die Schonfrist für die Dishonored-Macher bis zum 13. Dezember verlängert. So lange habe das Studio nun weiter Zeit, nach möglichen Käufern zu suchen.

Laut Medienberichten wolle Microsoft dem Studio so die nötige Zeit verschaffen, Blade bestmöglich fertigzustellen, um einem potenziellen Käufer ein möglichst schmackhaftes Angebot präsentieren zu können. In den vergangenen sechs Monaten sind allerdings bereits zwei Verkaufsversuche für Arkane gescheitert; die Situation beim französischen Studio bleibt besorgniserregend.

Seit der Ankündigung von Blade bei den Game Awards 2023 war es weitgehend still um das Spiel. Echtes Gameplay hat noch niemand gesehen; beim letzten Update vor 10 Monaten hieß es lediglich, die Entwicklung verlaufe reibungslos und wie geplant. Nun hat das Studio zumindest etwas mehr Luft zum Atmen erhalten. Fans hoffen daher weiterhin auf die Fertigstellung von Blade.

Andere Teams bei Xbox hatten weniger Glück. Insgesamt wurden innerhalb von Microsofts Gaming-Sparte in den vergangenen Monaten mehr als 3.000 Mitarbeiter entlassen.


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