Insbesondere wegen Legos zunehmend fantasievoller
Preisgestaltung hat mich das Unternehmen als Stammkunden schon vor einigen Jahren verloren - trotz der mächtigen Star-Wars-Lizenz. Nur noch vereinzelt greife ich zu den Steinen des dänischen Unternehmens und selbst dann bin ich oft enttäuscht, wie zuletzt bei der Piranha-Pflanze von Super Mario.
Zum Glück gibt es inzwischen zahlreiche Klemmbaustein-Alternativen, die es mir erlauben, mein Hobby fortzuführen, ohne dabei Bankrott zu gehen. Mitte 2024 bin ich so auf die Marke MEGA von Mattel gestoßen, die Modelle zu verschiedenen Lizenzen wie Hot Wheels, Halo und Pokémon im Angebot hat.
Ich habe mich für zwei Sets von den japanischen Taschenmonstern entschieden und die haben es in sich!
Eine Mega-Ausbeute
Als ich erstmals auf die Pokémon-Sets von Mega gestoßen bin, war mir sofort klar: Die muss ich haben! Als alter Pokémon-Fan war das schon immer mein Traum. Und obwohl ich am liebsten direkt alle verfügbaren Sets gekauft hätte, sind es am Ende nur zwei geworden.
Entschieden habe ich mich für das Gesteins-Pokémon Kleinstein und das Boden-Pokémon Digdri. Die sahen einfach zu cool aus, um sie nicht zu kaufen! Außerdem habe ich zu Beiden eine emotionale Bindung aus meiner Kindheit.
Ob ihr euch optisch von den Modellen angesprochen fühlt, ist natürlich Geschmackssache. Ich finde sie auf jeden Fall klasse! Sicher ist, dass die wichtigsten Details der Vorlagen vorhanden und die Pokémon als solche auf den ersten Blick erkennbar sind.
Und falls Besucher doch mal nicht wissen, wen sie da vor sich haben, hilft ihnen ein bedrucktes Namensschild weiter, das unter anderem in Deutsch, Englisch und Japanisch beigelegt wird.
Spaßige Funktionen, aber da ginge mehr!
Kleinstein: Bei Kleinstein aktiviere ich die Hauptfunktion, indem ich auf einen der Kiesel drücke, die vor ihm liegen. Dann hebt das Pokémon beide Arme und öffnet den Mund. Das funktioniert auch nach der hundertsten Aktivierung noch tadellos. Obendrein lassen sich die Finger einzeln bewegen, wodurch Kleinstein theoretisch etwas in die Hand nehmen kann.
Digdri: Der Zeitgenosse kann ebenfalls durch das Betätigen eines versteckten Knopfes eine Funktion auslösen. Die sorgt jedoch nur dafür, dass sich das Pokémon nach unten bewegt. Das ist so enttäuschend wie es klingt. Vor allem, weil in dem Modell unglaublich viel Technik verbaut ist, die am Ende jedoch kaum etwas bewirkt. Ein Trostpflaster ist der befriedigende Klick-Laut, der dabei ausgelöst wird.
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Pokémon-Klemmbausteine von Mega - Das sind die Funktionen von Kleinstein und Digdri
Weitere wichtige Eigenschaften
Kleinstein: Die Bewegung erinnert stark an Kleinsteins Animation von Pokémon Diamant und Perl für den Nintendo DS. Dieses kleine Detail war letztendlich auch der ausschlaggebende Grund dafür, weswegen ich mich für dieses Modell entschieden habe und nicht für das Insekten-Pokémon Smettbo.
Digdri: Womöglich lüftet das Modell das lang gehütete Mysterium, wie der unterirdische Teil von Digdri aussieht. In diesem Fall sind es keine Füße, wie zum Beispiel durch einen Dialog in Pokémon Mystery Dungeon: Team Blau und Rot angedeutet, sondern viele Zahnräder und Gummibänder. Ist Digdri in Wahrheit etwa ein Roboter?
Technik zum Sehen: Beide Modelle besitzen transparente Plastikscheiben, die an den Seiten des Sockels montiert werden, um auch nach dem Zusammenbau die Technik hinter den Funktionen ansehen zu können. Ich kann mir vorstellen, dass einige Leute das unschön finden. Mir gefällt es allerdings, da in beiden Sets viel Technik verbaut ist und ich so noch mehr davon habe.
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Kratzer müssen nun wirklich nicht sein
Das Design von Kleinstein besitzt für mein Empfinden keinen nennenswerten Kritikpunkt. Anders sieht es aber bei Digdri aus. Zwischen den Trio-Elementen ist sehr viel leerer Raum, wodurch es von oben so aussieht, als würde ein Teil fehlen. Das ist unschön und es fällt bereits auf, sobald sich das Modell nur ein kleines Stück unter der Augenhöhe befindet. Steht es jedoch in einem der oberen Regalfächer, fällt es nicht auf und das Set sieht top aus.
Heil, aber zerkratzt: Ich bin inzwischen bei meinem fünften Set von Mega und bisher ist mir nur ein einziger fehlerhafter Stein untergekommen. Dafür gab es jedoch umso mehr Teile, die starke Kratzer aufweisen. Bisher konnte ich fast alle so verbauen, dass es nicht zu sehen ist, doch gerade bei den ohnehin schon dunklen Fenstern ist das sehr schade, da ich dann kaum noch etwas erkennen kann.
Technik zum Zerreißen: Anmerken möchte ich noch, dass ein Teil der Technik von beiden Sets durch Gummibänder ermöglicht wird. Die neigen jedoch dazu, über die Jahre marode zu werden. Es ist zwar möglich, sie auszutauschen, dafür muss jedoch ein großer Teil des Sets auseinandergenommen werden.
Akzeptabler Preis
Preislich befinden sich die Sets eher im höheren Segment, auch wenn sie deutlich günstiger sind als Lego. Das liegt vermutlich vor allem an der vermutlich nicht gerade günstigen Pokémon-Lizenz.
Kleinstein kostet bei 343 Teilen um die 30 Euro und Digdri schlägt bei 350 Teilen mit etwa 32 Euro zu Buche. Dabei darf jedoch nicht außer Acht gelassen werden, dass der Großteil der Steine verhältnismäßig groß ist und es in beiden Sets einige bedruckte Formteile gibt. Nervige Aufkleber gibt es gar nicht.
Mein Fazit: Vor allem Pokémon-Fans sollten aufhorchen
Ich würde ohne Frage beide Sets wieder kaufen, auch wenn ich von Digdri ein klein wenig enttäuscht bin. Doch wenn ich Besuch bekomme, ist es für viele tatsächlich das Highlight im Regal. Vermutlich liegt es an den knuffigen Nasen. Wer Digdri mag oder einfach Lust auf ein knuffiges Modell hat, kann zuschlagen.
Kleinstein hingegen würde ich ohne Einschränkung jedem Menschen empfehlen, der gerne mit Klemmbausteinen baut und auch nur im entferntesten Interesse an Pokémon aufweist. Das ist ein wirklich tolles Set, bei dem alles funktioniert, der Aufbau Spaß gemacht hat und das mir jeden Tag aufs Neue Freude bereitet.
Habt ihr schon persönliche Erfahrungen mit den Klemmbaustein-Sets von Mega gemacht? Wenn ja, schreibt sie gerne in die Kommentare!
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