Als ich neulich Baldur’s Gate 3 herunterladen wollte, musste ich leicht genervt feststellen, dass es mal wieder so weit ist: Ich darf Speicher freischaufeln. Doch in meiner Steam-Bibliothek, sind nur Spiele, die ich mehr oder weniger regelmäßig spiele. Deinstallieren steht also außer Frage. Ihr kennt das sicher auch – so oder so ähnlich.
Doch oftmals habt ihr mehr Platz auf dem Rechner, als ihr glaubt. Um ihn zu finden, müsste man nur ein paar Ordner durchgehen und schauen, wie groß sie sind und dementsprechend aussortieren und löschen, richtig?
Richtig, doch es geht auch deutlich leichter und schneller, als dutzende oder gar hunderte Ordner durchzustöbern.
Windirstat: kostenlos Speicher freiräumen
Natürlich könnt ihr manuell schauen, wo ihr ein paar Gigabyte frei räumen könnt, doch mit Windirstat für Windows oder Disk Inventory X für Mac ist das ganze deutlich leichter.
Was kann Windirstat? Es handelt sich hierbei um ein kostenloses Open-Source-Programm, das die Verteilung der Daten auf euren Speichermedien analysiert und visualisiert. Das sind die Hauptfunktionen:
- Detaillierte Speicherplatzanalyse: Zeigt eine Liste der Ordner und Dateien an, sortiert nach Speicherplatzverbrauch.
- Visuelle Darstellung: Zeigt euch die Speicherplatznutzung in einer Grafik, bei der jede Datei als farbiger Block dargestellt wird. Die Größe des Blocks ist relativ zur Dateigröße.
- Dateitypenanalyse: Zeigt eine Liste der Dateitypen und deren Gesamtspeicherverbrauch an, sodass ihr schnell sehen könnt, welche Arten von Dateien den meisten Platz belegen.
- Interaktive Bedienung: Ihr könnt direkt in der grafischen Darstellung auf Blöcke klicken, um Informationen über die entsprechenden Dateien und Ordner zu erhalten.
Mit Windirstat könnt ihr also im Handumdrehen Datenleichen, entdecken und direkt aus dem Programm heraus löschen. So entdeckt ihr die alte Serie, die ihr noch in irgendeinem Unterordner abgelegt habt, oder könnt den Ordner mit euren 2.000+ Urlaubsbildern und -Videos auf eure Cloud verschieben beziehungsweise aussortieren.
Wichtig: Seid vorsichtig beim Löschen von Dateien und Ordnern, besonders wenn ihr euch nicht sicher seid, wofür sie verwendet werden. Das versehentliche Löschen wichtiger Systemdateien kann zu Problemen führen.
Gute Alternativen erhältlich
Während Windirstat der Klassiker der Speicheranalyse-Programme ist, gibt es noch weitere Software, die ähnliche Vorteile mit sich bringen.
1. Treesize
Treesize funktioniert fast genauso wie Windirstat, sieht allerdings etwas anders aus, auch wenn sich meiner Meinung nach keines der beiden Programme Lorbeeren mit der visuellen Darstellung verdient.
Der Vorteil bei Treesize: Ihr könnt euch alte und ungenutzte Dateien anzeigen lassen. Das führt nicht immer zu einem löschbarem Ergebnis, doch die Funktion ist trotzdem praktisch.
2. SpaceMonger
Auch hier werden Daten visuell dargestellt, doch das Design ist wohl eines der modernsten, das ihr bei ähnlichen Programmen finden werdet. Die Darstellung sieht nicht nur etwas besser aus, sondern legt auch einen höheren Wert auf interaktive Elemente.
Falls euch das also am wichtigsten ist, könntet ihr SpaceMonger mal ausprobieren.
Übrigens: Die momentan besten und schnellsten Speichermedien findet ihr hier:
Die besten & schnellsten Gaming-SSDs von Samsung, Crucial, WD_Black & Co. im Vergleich
Mein Fazit
Eigentlich ist es relativ egal, ob ihr nun Windirstat, Treesize, SpaceMonger oder andere ähnliche Programme nutzt. Solange ihr eines davon auf dem Rechner habt, werdet ihr hoffentlich kaum noch Probleme mit zu vollem Speicher haben.
Auch wenn die Möglichkeiten solcher Programme natürlich Grenzen haben. Aber bevor ihr losgeht und euch regelmäßig neuen Speicher kauft, schaut euch lieber eines davon an und sucht nach euren Datenleichen.

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