Quake war als Shooter revolutionär, 30 Jahre später ist er immer noch beeindruckend

Einer der wichtigsten Shooter aller Zeiten wird 30 Jahre alt. In Deutschland könnten wir diesen Geburtstag fast nicht feiern.

Quake von id Software feiert seinen 30. Geburtstag. Wir gratulieren - und spielen den legendären Ego-Shooter zu diesem Anlass noch einmal. Quake von id Software feiert seinen 30. Geburtstag. Wir gratulieren - und spielen den legendären Ego-Shooter zu diesem Anlass noch einmal.

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Am 22. Juni 1996 öffnete sich ein Slipgate in eine Welt aus Dunkelheit, Nagelpistolen und kompromissloser Shooter-Action: Quake sollte nicht nur eine ganze Generation von Spielern prägen, sondern auch die Shooter-Welt für immer verändern. Und seine Entwickler komplett fertig machen.

Ich schrieb bereits vor nicht allzu langer Zeit im Rückblick auf 1996: Es war ein verdammt wichtiges Jahr. In vielerlei Hinsicht, aber auch und gerade aus der Perspektive der Spielewelt. Das war das Jahr, in dem Spiele wie Baphomets Fluch erschienen, Duke Nukem 3D, Tomb Raider, Resident Evil – und Quake. Der Ego-Shooter, der in unserer Auflistung der besten Spiele des Jahres 1996 den ersten Platz belegt hat. Der Shooter, der dieser Tage 30 geworden ist. Der Shooter, dem wir jetzt mal einen Schrein aus Worten bauen.

Paul Kautz
Paul Kautz

Für Paul war Quake damals der Hauptgrund, auf einen Pentium 90 zu wechseln. Denn der gute 486 DX2/66, der ihm davor jahrelang so treue Dienste geleistet hatte, zuckte bei Quake nur hilflos mit den Schultern und blendete schon bei lumpiger VGA-Auflösung die ganze Zeit über die gefürchtete »Haaa-Haaa, zu langsam!« Schildkröte links oben ein. Aber so war sie nun mal, die SVGA-Zukunft. Wer Quake (oder Wing Commander 3) so spielen wollte, wie die Götter es verlangten, musste eben auch in übermenschliche Hardware investieren.

Willkommen in der nächsten Dimension!

Für Ego-Shooter war 1996 eines der transformativsten Jahre überhaupt. Das zu diesem Zeitpunkt noch sehr junge Genre (Wolfenstein 3D war da gerade mal vier Jahre alt) befand sich mit Spielen wie Doom, Doom 2, Duke Nukem 3D oder Star Wars: Dark Forces zwar grundsätzlich gerade auf dem Höhepunkt seiner Kraft, aber da stagnierte es auch.

Video starten 1:43 Quake kehrte 2001 als Remaster zurück

Denn 1996 sahen die Shooter im Grunde immer noch so aus wie 1992. Klar, das Leveldesign bestand nicht mehr nur aus schnurgeraden Gängen und 90-Grad-Winkeln auf einer Ebene. Aber nach wie vor wurden die bleihaltigen Welten von vergleichsweise simplen Raycasting-Engines berechnet, bestanden Gegner und Objekte aus platten 2D-Sprites und war nichts in der Umgebung wirklich dreidimensional: Nach oben und unten zu schauen war in diesen Spielen zum Beispiel nur über geometrische Tricks möglich, es gab keine echten Höhenüberlappungen, punktuelle Echtzeitbeleuchtung war nicht möglich.

Das 1995 veröffentlichte Star Wars: Dark Forces streckte seine Finger ganz vorsichtig in eine fortschrittlichere Richtung, genauso wie das im gleichen Jahr erschienene Descent. Aber es sollte noch bis zum 22. Juni 1996 dauern, bis die Ego-Shooter endlich ganz offiziell in der dritten Dimension ankommen würden. Mit Quake.

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