Für angeblich bis zu 100 Millionen Dollar Antrittsprämie: Meta jagt OpenAI die Spitzenkräfte ab, der Rest bekommt Erholungsurlaub

Kopfgeldjagd im Silicon Valley: Mit dem Ziel, eine »Super-Intelligenz« zu entwickeln, kauft Mark Zuckerberg der Konkurrenz die Talente ab. Doch OpenAI zeigt sich kämpferisch.

Sam Altman und Mark Zuckerberg kämpfen aktuell um kluge Köpfe. (Bildquelle links und rechts: Wikimedia Commons) Sam Altman und Mark Zuckerberg kämpfen aktuell um kluge Köpfe. (Bildquelle links und rechts: Wikimedia Commons)

Fast wie im Fußball: Mindestens acht Spitzenkräfte der KI-Forschung verlassen die Firma hinter ChatGPT und wechseln ins neue Superintelligence Lab von Mark Zuckerberg.

Es geht um 80-Stunden-Wochen, umstrittene Millionenprämien und eine Liste mit Namen von Top-Performern der KI-Branche.

Video starten 40:10 ChatGPT am Ende? Das kann DeepSeek wirklich

Mark Zuckerbergs »Superintelligence Lab« und eine geheimnisvolle Liste

Mark Zuckerbergs Konzern Meta, zu dem unter anderem Facebook, Instagram und WhatsApp gehören, hat mit dem Meta Superintelligence Lab (MSL) eine neue hochanalytische Forschungseinheit gegründet.

Laut Reuters verfolgt die Einrichtung das ehrgeizige Ziel, nicht etwa wie OpenAI eine Künstliche Allgemeine Intelligenz (kurz AGI für Artificial General Intelligence), sondern eine Künstliche Superintelligenz (ASI, kurz für Artificial Super Intelligence) zu entwickeln. Die solle menschliche kognitive Fähigkeiten sogar noch übertreffen.

Laut CNBC schreibt Mark Zuckerberg in einem internen Memo zur Gründung des MSL:

Ich glaube, dass dies der Beginn einer neuen Ära für die Menschheit sein wird, und ich bin fest entschlossen, alles zu tun, was nötig ist, damit Meta den Weg anführt.

Das Wall Street Journal berichtete vor wenigen Tagen als erstes von einer geheimen Liste, die Zuckerberg selbst angefertigt haben soll, mit Namen von KI-Talenten anderer Firmen, die der Konzern abwerben möchte.

Auch das Branchenmagazin Wired hat mittlerweile eine Liste aus einem internen Memo Zuckerbergs mit tatsächlich abgeworbenen Mitarbeitern veröffentlicht. Die kursiert – um einen weiteren Namen ergänzt – mittlerweile unter dem Begriff poached, in etwa weggeschnappt mit Bildern der Mitarbeiter in den sozialen Medien.

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Reddit-Nutzer inglandation fühlt sich an die Champions League erinnert:

Können wir die Panini-Sticker kaufen?

Die Namen eint nicht nur, dass es sich samt um junge, top-ausgebildete Talente der KI-Branche handelt, sondern auch die angeblichen Summen, die die von Meta für ihren Wechsel erhalten sollen.

Als wäre jemand in unser Zuhause eingebrochen – OpenAI beklagt Verluste

Die WIRED-Liste enthält mindestens acht Mitarbeiter von OpenAI, die bereits zu Meta gewechselt haben. CEO Sam Altman hat bereits im Juni in einem Podcast mit seinem Bruder Jack Altman über die aggressiven Abwerbeversuche durch Meta gesprochen und sie als verrückt bezeichnet.

Weiterhin behauptet er dort, dass einzelnen Mitarbeitern eine Summe von rund 100 Millionen US-Dollar Wechsel-Prämie angeboten wurde. Andere Quellen bestreiten aber solche Summen: Unter anderem Lucas Beyer, der selbst von OpenAI zu Meta gewechselt ist, schreibt auf Twitter:

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Mittlerweile schreibt auch Mark Chen, wissenschaftlicher Leiter bei OpenAI, laut WIRED in einem internen Memo:

Ich habe im Moment ein instinktives Gefühl, als ob jemand in unser Zuhause eingebrochen wäre und etwas gestohlen hätte.“

Gleichzeitig bekräftigt er, dass OpenAI nicht untätig geblieben sei und die Vergütung neu kalibriert hätte. Laut WIRED kommen diese Aussagen in einer Zeit, in der OpenAI-Mitarbeiter 80-Stunden-Wochen arbeiten.

In dieser Woche das Unternehmen größtenteils geschlossen, da es seinen Mitarbeitern Zeit zum Auftanken gäbe.

Laut Chens Memo befürchtet ein anderer leitender Mitarbeiter jedoch, dass Meta ebendiese Zeit nutzen wird. WIRED zitiert ihn mit:



Meta weiß, dass wir diese Woche zum Auftanken nutzen, und wird dies ausnutzen, um euch unter Druck zu setzen, schnelle und isolierte Entscheidungen zu treffen.

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Sam Altman gibt sich kämpferisch: Missionare werden Söldner schlagen

Mittlerweile hat sich auch CEO Sam Altman in einem internen Memo geäußert. Laut WIRED geht er dort direkt gegen Meta:

Was Meta tut, wird meiner Meinung nach zu sehr tiefgreifenden kulturellen Problemen führen.

Gleichzeitig lobte er die missionsorientierte Haltung der Branche, auch wenn es immer Söldner geben werde.

Missionare werden Söldner schlagen,

fügte er laut WIRED indes hinzu.

Überhaupt sähe er beim OpenAI-Aktienkurs viel mehr Aufwärtspotential als bei dem von Meta.

Und auch laut Reuters bezweifeln einige nicht weiter genannte Analysten die Erfolgschancen von Metas Superintelligence Lab. Es sei ein Moonshot-Projekt:

Eine extrem ehrgeizige Wette, die, falls sie erfolgreich ist, bahnbrechend wäre, aber eben auch ein immenses Risiko darstellt und möglicherweise auf absehbare Zeit keine finanziellen Gewinne abwerfen wird.

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