Elon Musk und Mark Zuckerberg sind sich einig: Die Tage der Handys sind gezählt. Tim Cook sieht das anders [Best of GameStar]

Für Elon Musk und Mark Zuckerberg sind die Zeiten der Handys bald vorbei. Sie spekulieren auf andere Technik, die künftig unser Leben bestimmen soll.

Elon Musk, Mark Zuckerberg und Tim Cook haben unterschiedliche Ansichten, welche Technik die Zukunft prägen wird. (Bildquellen: links: wikipedia.com, Mitte: meta.com, rechts: apple.com) Elon Musk, Mark Zuckerberg und Tim Cook haben unterschiedliche Ansichten, welche Technik die Zukunft prägen wird. (Bildquellen: links: wikipedia.com, Mitte: meta.com, rechts: apple.com)

Handys sind Technologie von gestern – oder zumindest ein Auslaufmodell. Da sind sich Mark Zuckerberg und Elon Musk relativ einig.

Tim Cook sieht in Smartphones dagegen noch viel Zukunftspotenzial.

Aber egal, ob sich Tech-Milliardäre so oder so äußern, letztlich geht es dabei wohl immer hauptsächlich ums Geld.

Mark Zuckerberg: Augmented-Reality-Brillen als die nächste große Computerplattform

Mark Zuckerberg tritt mittlerweile fast nur noch mit Brille auf. Seit der Vorstellung des Prototyps Orion im Herbst 2024 hat Meta enorme Fortschritte gemacht. Im März 2026 verdichten sich die Hinweise, dass die Serienversion von Orion tatsächlich pünktlich 2027 erscheinen wird. Bis dahin fungieren die aktuellen Ray-Ban Meta Glasses (3. Generation) als Brückentechnologie, die dank tiefer KI-Integration bereits viele Smartphone-Aufgaben übernimmt.

Die Augmented-Reality-Brille ist seiner Ansicht nach ein wichtiger Schritt zu einer freihändigen Smartphone-Alternative. Es handelt sich also um ein ganz anderes Konzept als beispielsweise im Falle der Asus AirVision M1, die eher als Monitorersatz gedacht ist:

Video starten 1:05 Asus stellt eine neue Smart-Brille vor, die sowohl für Gaming als auch für Office interessant ist

Laut Meta und einem Bericht des WDR sollen Nutzer mit Orion künftig etwa folgende Dinge tun können:

  • holografische 3D-Bilder im Sichtfeld sehen
  • Apps wie auf einem Smartphone bedienen können
  • Telefon- und Videogespräche führen
  • Rezeptvorschläge bei einem Blick in den Kühlschrank erhalten
  • Navigations- und Wegbeschreibungen erhalten
  • Echtzeit-Übersetzungen direkt als Untertitel im Sichtfeld bei persönlichen Gesprächen.

Orion kann mit Sprachbefehlen, Augenbewegungen und Tippen am Bügel bedient werden. Mit einem zusätzlichen EMG-Armband könnt ihr dann auch per Gesten in der Luft Swipen, Klicken und Scrollen.

Die Brille soll 2027 auf den Markt kommen.

Schon in seinem Neujahrspost 2020 auf Facebook äußerte sich Zuckerberg sehr zuversichtlich über das Potential von AR-Brillen:

Während ich davon ausgehe, dass Smartphones noch für einen Großteil dieses Jahrzehnts unsere Hauptgeräte bleiben, werden wir irgendwann in den 2020er-Jahren einen Durchbruch mit Augmented-Reality-Brillen erleben, der unser Verhältnis zur Technologie neu definieren.

Die Zukunft, die Zuckerberg hier beschreibt, ist aber vor allem eine nach seinen Vorstellungen: Meta hat laut Financial Times seit 2014 über 80 Milliarden US-Dollar in die Entwicklung von AR- und VR-Technologie investiert.

Für Elon Musk sind Handys und auch Smartwatches ebenfalls seit 2020 eine Technologie von gestern:

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Die Technik der Zukunft sind für den Milliardär Neuralinks. Neuralink ist ein Unternehmen, das Musk 2016 gegründet hat.

Disclaimer:
Elon Musk gilt als einer der reichsten Menschen der Welt aber auch einer der kontroversesten. Es gab unter anderem transphobe ÄußerungenVorwürfe von Antisemitismus, weil er durch seine Aussage, der jüdische Investor George Soros "hasse die Menschheit," die um Soros kursierende Verschwörungstheorie weiter anheizte und Diskussionen um seine Einstellung zu "Free Speech".

Seit der Übernahme von Twitter (jetzt X) durch Musk gibt es vermehrt Beschwerden über den Umgang mit Hate Speech, Fake News und politischer Einflussnahme auf der Plattform. Zuletzt griff Musk auch persönlich auf X diverse europäische Staatsoberhäupter an und mischt sich aktiv in den deutschen Bundestagswahlkampf ein. In der amerikanischen Politik gilt er als Trump-Berater und soll unter dem neuen Präsidenten das neu geschaffene Amt für Prozessoptimierung besetzen. Nach Trumps Vereidigung im Januar 2025 zeigte Musk auf einer öffentlichen Veranstaltung eine Geste, die vielfach als Hitlergruß interpretiert wurde.

Auch in die deutsche Politik mischte er sich zuletzt immer wieder ein. Etwa durch einen stark kritisierten Gastbeitrag in der Zeitung Welt zu Gunsten der AfD oder indem er der AfD-Kanzlerkandidatin Alice Weidel über X eine Plattform für ihren Livestream bot und dabei mehrfach Falschaussagen tätigte.

Die Firma entwickelt eine Schnittstelle zwischen Gehirn und Computer. Anfang 2024 konnte sie einen ersten Erfolg verbuchen: Ein 29-Jähriger Querschnittsgelähmter hatte sich erfolgreich ein Neuralink-Implantat ins Gehirn setzen lassen.

Doch Neuralink soll nicht nur für kranke Menschen da sein: Dieses Jahr hat die Firma laut Wired Markenschutzanträge für mehrere Begriffe gestellt, darunter Telepathy. Telepathie soll es zuerst Menschen mit Lähmungen ermöglichen, Computer und Smartphones durch Gedanken zu steuern.

Ein nächster denkbarer Schritt ist die Kommunikation zwischen Menschen mittels Telepathie, die dann ganz ohne Smartphone auskommt. Ähnlich wie Zuckerberg verfolgt Musk also auch ganz eigene Interessen damit, das Ende des Smartphones anzukündigen.

Tim Cook sieht im Smartphone noch viel Innovationspotential

Für Apple-CEO Tim Cook bleibt für die Zukunft des iPhones wenig überraschend optimistisch.

In einer Telefonkonferenz zum ersten Geschäftsquartal 2025 sieht er laut MacRumors noch viele Möglichkeiten in der Weiterentwicklung von Smartphones:

Ich denke, es gibt noch viel Innovation beim Smartphone.​

Cook betonte gleichzeitig schon früh die große Bedeutung von Künstlicher Intelligenz für die Zukunft. Anders als etwa Mark Zuckerberg macht das für ihn das Smartphone aber nicht unnötig, sondern zur Schlüsseltechnologie.

Zumindest äußerte er sich 2016 in einem langen Interview mit der Washington Post so:

Schauen Sie sich die Kerntechnologien an, die heute ein Smartphone ausmachen, und die, die in den Smartphones der Zukunft dominieren werden – wie KI. KI wird dieses Produkt noch unverzichtbarer für Sie machen. Es wird ein noch besserer Assistent werden als heute.

Auch wenn Cooks Aussagen sich in unserem Alltag deutlich realistischer anfühlen als die von Zuckerberg und Musk, steht ein ähnliches Interesse dahinter wie bei seinen Tech-Milliardärs-Kollegen: Auch er will seine Produkte auch 2030 noch an Millionen von Menschen verkaufen.

Das iPhone 18 und das für Ende 2026 erwartete iPhone Fold sollen laut Cook beweisen, dass der Formfaktor Smartphone noch lange nicht am Ende ist. Cook sieht das Gerät als den unverzichtbaren Hub, der alle anderen Gadgets – inklusive der Vision Pro – erst sinnvoll miteinander verbindet.

Cook mahnte jedoch auch zur Achtsamkeit. Er wolle nicht, dass die Menschen endlos scrollen, sondern dass das iPhone ein effizienter Assistent bleibt, der das echte Leben bereichert, statt es zu ersetzen (Quelle: The Whistler, März 2026).

Was denkt ihr darüber? Könnte das Smartphone tatsächlich in nicht ganz ferner Zukunft ein Auslaufmodell sein? Und könntet ihr euch vorstellen, eines der anderen Produkte mit euch herumzutragen? Schreibt uns eure Meinung und Gedanken dazu gerne in die Kommentare!

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