Die Musikindustrie verzeichnete im Jahr 2017 Umsätze in zweistelliger Milliardenhöhe und das beste Ergebnis seit 2008 - doch nur zwölf Prozent davon flossen tatsächlich in die Taschen der eigentlichen Künstler. Laut einem Citigroup-Report gingen im vergangenen Jahr von 43 Milliarden US-Dollar Gesamtumsatz lediglich fünf Milliarden an die Musiker selbst. Dennoch ist das deutlich mehr als noch vor einigen Jahren.
Denn im Jahr 2000 lag die Beteiligung der Musiker am Gesamtumsatz der Industrie noch bei mageren sieben Prozent. Der zunehmende Umsatz der Künstler ergibt sich laut Citigroup mittlerweile verstärkt aus dem Tour-Business - Musiker verdienen ihr Geld in Zeiten von Spotify und Co. mittlerweile primär mit Konzerten und nicht mehr über den Verkauf von Datenträgern mit ihrer Musik.
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Weil Musiklabel für den Vertrieb der Musik zuständig sind, greifen sie das Gros des Umsatzes zusammen mit Distributionsplattformen wie Radiosendern und Internetportalen ab. Allerdings sind sie bei der Veranstaltung von Konzerten weitestgehend außen vor.
Genau an diesem Punkt sollten Musiker laut Citigroup stärker ansetzen: Eine Zusammenarbeit zwischen Konzert-Promotern und Distributionsplattformen im Sinne einer vertikalen Integration könnte die Lage der Musiker signifikant verbessern. Außerdem schlägt Citigroup vor, dass web-basierte Distributoren zu eigenen Musiklabeln werden und auf diese Weise insbesondere jüngere, weniger etablierte Musiker ansprechen. Ob ein derartiges Vorgehen die gegenwärtigen Strukturen der Musikindustrie aufbrechen kann, ist aber unklar.
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