Sicher: Über das Überangebot an Filmen, Serien und Dokumentationen auf Netflix & Co. haben wir alle schon mal die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen.
Hier lockt eine Neuauflage rund um die Abenteuer der jugendlichen Hexe Sabrina (»Chilling Adventures of Sabrina«), dort poltert die streitbare Zeitgeist-Kommentatorin Fran Lebowitz durch New York (»Pretend It’s a City«) - ganz zu schweigen von den ganzen Zukäufen der letzten Jahre (darunter mit »Seinfeld« und »Friends« zwei der erfolgreichsten TV-Formate jemals).
Wer soll bei dieser Fülle an genialen, aber leider auch oft schrottigen Inhalten wissen, was lohnt – und was nicht? Nicht jeder Netflix-User hat sich sein Diplom an der Elvis-Mitchell-Schule für Filmkritik abgeholt.
Wie geht ihr also als gewöhnliche Wald-und-Wiesen-Nutzerin vor? Ihr fläzt euch abends auf die heimische Couch und wollt einfach etwas gucken, was eure Lebenszeit wert ist, oder?
Damit das klappt, gibt’s jetzt einen komfortablen Trick.
Oder ihr besorgt euch eure Filme einfach in eurer Bibliothek:
Was ist der Übereinstimmungsindex?
Eine Handreichung, die Netflix ab Werk anbietet, ist der sogenannte »Übereinstimmungsindex«.
Liest sich erstmal dröge an, ist aber einfach eine in Prozentzahlen angegebene Wahrscheinlichkeit, ob euch ein ausgewählter Film zusagen wird. Ihr seht die Zahl bei euch auf Netflix neben Film- und Serientiteln.
Wie rechnet sich der Übereinstimmungsindex? Der »Übereinstimmungsindex« fußt auf mehreren Faktoren. Vorrangig basiert er auf eurem bisherigen Schauverhalten.
Sprich: Wer sich bevorzugt Horror-Filme unter die Netzhäute schiebt, der wird vermutlich auch von einem weiteren Gruselfilm angetan sein – und eher nicht von einer romantischen Komödie mit Hugh Grant.
Ebenfalls spielt das Sehverhalten anderer Nutzerinnen und Nutzer mit rein. Ihr findet also – um wahllos irgendein ausgedachtes Beispiel zu nennen – die Serie »Peaky Blinders« toll. Und die anderen Nutzern, denen ebenfalls »Peaky Blinders« gefällt, können nicht genug vom Julia-Roberts-Film »Eat Pray Love« bekommen.
In solch einem Szenario würde euch der Roberts-Film mit einem hohen »Übereinstimmungsindex« angezeigt (obwohl inhaltliche Divergenz zwischen einem »Peaky Blinders« und einem »Eat Pray Love« breiter nicht sein könnte).
Zudem beeinflusst ihr den Index auch über den Daumen-Runter oder Daumen-Rauf, mit dem ihr Filme honoriert oder abstraft.
Ein passender Produkthinweis für unsere Leserinnen und Leser: Ein Popcornmaschine für den geneigten Heimkino-Freund.
Filmbewertungen: IMDb, Rotten Tomatoes und Metacritic
Aber mal ehrlich: Wenn ihr so seid wie ich, dann checkt ihr (fast) jeden Film vorher auf der Filmdatenbank IMDb (»Internet Movie Database«), bevor ihr ihn anschmeißt.
IMDb operiert mit einem Bewertungssystem beginnend bei einem Stern (»Absolut mies!« und gipfelnd bei zehn Sternen »Absolut genial!«).
Klar, die Bewertungen sind nicht immer aussagekräftig oder gehen vielleicht an eurem persönlichen Filmgeschmack vorbei. Aber wir ziemlich zügig eine Einschätzung nach einem Quasi-Schulnoten-System erhalten möchte, bekommt eine erste Orientierung an die Hand.
Aus persönlicher Erfahrung heraus sage ich: Wenn mir Setting, Schauspieler und Ideen zusagen, gefällt mir auch locker ein Film mit einer Bewertung zwischen 5.0 und 6.0 Sternen (nein, nein, ich habe den 5,7-Sterne »Matrix Resurrections« nicht dreimal im Kino gesehen …).
Andererseits finde ich auch so manchen Film mit einer guten Bewertung grottig (Looking at you »Avatar: The Way of Water«, mit deinen 7,6 Sternen).
Weitere, beliebte Online-Plattformen für in Zahlen gegossene Filmbewertungen sind Rotten Tomatoes oder Metacritic.
Die Chrome-Extension »Trim«
Damit ihr jetzt nicht ständig zwischen den einzelnen Filmbewertungs-Plattformen hin und her tänzeln müsst, gibt’s jetzt beispielsweise eine Extension wie »Trim« für Chrome.
Mit Trim holt ihr euch den ganzen Bewertung-Firlefanz direkt auf euer Netflix.
Ich hab’s für euch ausprobiert: Fix in Sekundenschnelle runterladen und schon werden euch die Bewertungen praktisch und übersichtlich anzeigt.
In der Gesamtübersicht mit Netflix-Kacheln als farbige, runde Icons mit in Zahlen gefassten Bewertungen. Und auch, wenn ihr bei Filmen oder Serien auf »weitere Infos« klickt, werden euch die Bewertungen der jeweiligen Plattformen aufgelistet.
Zusätzlich dürft ihr bestimmen, ob ihr die Bewertungen der jeweiligen Plattformen ein- oder ausblenden wollt (falls ihr beispielsweise an einer unerklärlichen IMDb-Unverträglichkeit leidet).
Jenseits davon bietet Trim weitere Komfort-Funktionen, die es zu entdecken lohnt. Mitunter könnt ihr Inhalte mit niedriger Bewertung direkt aussortieren. Es lohnt also, sich die Feature-Freuden von Trim auf die Großhirnrinde zu schieben.
Habt ihr Trim ausprobiert – und jubiliert über diese sinnvolle Chrome-Extension? Oder verlasst ihr euch beim Streaming auf euer untrügerisches Gespür für gute Stoffe? Schreibt uns dazu gerne in die Kommentare.

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