Netflix möchte jetzt auch Brettspiel-Klassiker zu Serien machen und ich glaube, das nimmt ein böses Ende

Auf Netflix erwarten uns bald mehrere Verfilmungen bekannter Brettspiele. Ich halte das für kein sinnvolles Konzept und bin der Meinung, dass die Original-Spiele völlig ausreichend sind.

Meiner Ansicht nach braucht es keine Verfilmungen von Catan oder anderen Brettspielen. Meiner Ansicht nach braucht es keine Verfilmungen von Catan oder anderen Brettspielen.

Vor kurzem hat der Brettspielverlag Asmodee zusammen mit Netflix angekündigt, das der Streaming-Dienst sich die Verfilmungsrechte für den Brettspiel-Bestseller Zug um Zug gesichert hat und sich ein Spielfilm in Planung befindet. Und das ist nicht das erste Brettspiel, was zu einem Film wird. Und ich stelle mir ganz offen der Frage, wer das ernsthaft für eine gute Idee hält. Warum reicht es nicht, einfach die normalen Spiele zu spielen?

Holt euch hier das originale Zug um Zug
Elias Mohr
Elias Mohr

Das Einzige, was Elias davon abhält, sich noch mehr Brettspiele zu kaufen, ist der fehlende Platz in seiner viel zu kleinen Wohnung. Das hält ihn trotzdem nicht davon ab, sich ständig mit den neuesten Brettspiel-Releases und den besten Angeboten der Szene zu beschäftigen.

Warum ich Brettspielverfilmungen für keine gute Idee halte

Es ist ja nicht prinzipiell so, dass Brettspiele keine gute Story erzählen können. Im Gegenteil, einige der besten Stories, die ich persönlich erlebt habe, werden von Brettspielen erzählt. Mein Favorit ist auch nach Jahren dabei Detective, bei der ihr mehre Kriminalfälle, die untereinander verbunden sind lösen müsst und dabei nach und eine Geschichte entschlüsselt, die sich über Jahrzehnte erstreckt.

Das Spielgefühl eines Brettspiels lässt sich einfach unmöglich auf die Leinwand übertragen. Das Spielgefühl eines Brettspiels lässt sich einfach unmöglich auf die Leinwand übertragen.

Aber welche großartige Geschichte steckt bitte in Spielen wie Zug um Zug oder Catan, das ebenfalls von Netflix verfilmt werden soll? Das sind Euro-Games, bei denen es um die Spielmechaniken geht und nicht um die Welt, die dem Spiel zugrunde liegt oder einer tiefgründigen Story. Aus diesen Gründen sehe ich auch für den UNO-Film schwarz, der gerade unter anderem vom Rapper Lil Yachty produziert wird.

Auch die Beispiele, die schon existieren sprechen eine deutliche Sprache. Wer den unfassbar peinlichen Die Werwölfe von Düsterwald gesehen hat, wir wissen, was ich meine. Aber auch Filme wie Battleship kann man wirklich nur mit ausgeschaltetem Gehirn genießen.

Zu diesem Spiel braucht es wirklich keine Verfilmung

Lasst die Finger von Brettspielverfilmungen und spielt sie einfach

Es spricht aus meiner Sicht also nichts für Verfilmungen von Spieleklassikern, die gar nicht den Anspruch haben, eine Geschichte zu erzählen. Für mich klingt das danach, als wolle man sich einfach nur an einen großen und beliebten Markennamen dranhängen und nicht, als hatte man wirklich eine originelle Idee für einen Spielfilm.

Zug um Zug ist als Brettspiel eine Ikone und keine Verfilmung nötig. Zug um Zug ist als Brettspiel eine Ikone und keine Verfilmung nötig.

Deswegen hier nochmal mein ganz eindringlicher Appell: Lasst Brettspiele bitte auf dem Spieltisch und lasst sie einfach Brettspiele sein. Das gilt besonders für Zug und Zug, eine Spielereihe, die viele mit ihrer Kindheit verbinden und mittlerweile so viele Editionen hat, dass für jede Gruppe das Richtige dabei ist.

Alle (deutschen) Editionen von Zug und Zug in der Übersicht

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