Neue Intel-Grafikkarte soll es fast mit Nvidias Geforce RTX 3080 aufnehmen können

Wie schnell wird Intels Xe DG2 auf Basis der HPG-Architektur? Ein bekannter Youtuber will neue, detaillierte Informationen erhalten haben.

von Alexander Köpf,
30.05.2021 12:07 Uhr

Intel Xe-HPG DG2 Platine. (Bildquelle: Youtube/Moore's Law Is Dead) Intel Xe-HPG DG2 Platine. (Bildquelle: Youtube/Moore's Law Is Dead)

Es gibt neue Informationen zu Intels Spielergrafikkarten. Demnach soll es der Vollausbau DG2 auf Basis des Xe-HPG-Chips (HPG steht für High Performance Gaming) sogar mit Nvidias Geforce RTX 3080 aufnehmen können. Konkret heißt es in einem aktuellen Video des Youtube-Kanals Moore's Law Is Dead, die Performance liege knapp unterhalb des Geforce-Flaggschiffs. Hier könnt ihr euch das Video in voller Länge ansehen - allerdings nur in englischer Sprache:

Link zum YouTube-Inhalt

Moore's Law Is Dead will Benchmarks gesehen haben, die Intel Xe DG2 (DG2 steht für »discrete graphics 2«) nur knapp hinter der RTX 3080 verorten. Er rechne zwar nicht damit, dass DG2 mit Blick auf die Gesamtperformance an die RTX 3080 heranreicht, er wäre jedoch ebenso überrascht, wenn Intels Spitzenmodell nicht zumindest mit der RTX 3070 mithalten kann.

In Branchenkreisen werde DG2 hinsichtlich der Rasterisierungsleistung sogar mit der noch nicht angekündigten RTX 3070 Ti verglichen, heißt es in dem Video weiter. Es wird erwartet, dass sowohl RTX 3070 Ti als auch RTX 3080 Ti im Rahmen der Computex 2021 vorgestellt werden.

Die angeblichen Specs von Intel Xe DG2 im Überblick:

  • Kerne: 512 Execution Units entsprechend 4.096 Recheneinheiten
  • Taktrate: bis zu 2,2 GHz Boost
  • Videospeicher: 16,0 GByte GDDR6 via ein 256 Bit breites Speicherinterface
  • Leistungsaufnahme: Zielvorgabe sieht weniger als 235 Watt vor

Die Architektur sei zudem auf ein 6-Nanometer-Verfahren bei Auftragsfertiger TSMC ausgelegt. Es könne jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass ein 7-Nanometer-Verfahren zum Einsatz kommt.

Intel Xe DG2 mit Raytracing und DLSS-Pendant

Moore's Law Is Dead zufolge soll der Vollausbau von DG2 mit 4.096 Recheneinheiten in aktuellen Spielen mit Unterstützung für Raytracing bereits »konkurrenzfähig« sein. Dennoch sei zu erwarten, dass Nvidia in Sachen Echtzeitstrahlenverfolgung weiterhin die Nase vorn hat.

Neben Raytracing soll DG2 auch ein Pendant zu Nvidias KI-Renderer DLSS bieten, das auf den Namen »XeSS« hört. DLSS ist eine Abkürzung für Deep Learning Super Sampling, entsprechend dürfte XeSS für Xe Super Sampling stehen. Was sich genau hinter DLSS verbirgt, erfahrt ihr im folgenden Video:

Was ist DLSS? - Nvidias neue Kantenglättung im Detail erklärt 9:05 Was ist DLSS? - Nvidias neue Kantenglättung im Detail erklärt

Wann ist mit einem Release zu rechnen?

Den Informationen von Moore's Law Is Dead zufolge ist eine Ankündigung und ein Release in geringem Umfang im vierten Quartal 2021 zwar durchaus denkbar, einen umfassenden Marktstart sieht er allerdings erst im ersten Quartal 2022.

Über die möglichen Preise kann aufgrund der weiterhin angespannten Situation auf dem Markt für PC-Komponenten im Moment noch keine Aussage getroffen werden. Einen Lichtblick in Form fallender Kurse für Kryptowährungen gibt es dennoch.

Was meint ihr? Kann Intel gleich mit dem ersten Versuch zu Nvidia und AMD aufschließen? Hierbei ist allerdings zu beachten, dass beide Hersteller vermutlich bereits Ende 2022 mit neuen Grafikkarten-Generationen in Form von RTX 4000 und RX 7000 aufwarten.

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