Nothing hat seine neue Phone 4a-Serie in diesem Jahr wieder zweigleisig aufgestellt. Während die Vorgängermodelle bis auf kleine Unterschiede nahezu identisch ausfielen, sieht es 2026 ganz anders aus.
Phone 4a und Phone 4a Pro unterscheiden sich deutlich voneinander. Abseits von einem Preisunterschied von mindestens 130 Euro (UVP) setzen die Modelle ganz unterschiedliche Schwerpunkte.
Viele von euch werden nun vermutlich vor dieser Frage stehen: Reicht das Phone 4a oder lohnt sich der Aufpreis für das Pro-Modell? Ich gehe die wichtigsten Unterschiede Schritt für Schritt durch und sage euch am Ende, zu welchem Modell ich greifen würde.
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| Nothing Phone 4a | Nothing Phone 4a Pro | |
|---|---|---|
| Display | 6,78 Zoll LTPS-AMOLED, 1.224 × 2.720 Pixel (1,5K), 30–120 Hz, bis 4.500 Nits Peak, Gorilla Glass 7i | 6,83 Zoll AMOLED, 1.260 × 2.800 Pixel (1,5K), 144 Hz, bis 5.000 Nits Peak, Gorilla Glass 7i |
| SoC | Snapdragon 7s Gen 4 (4 nm) | Snapdragon 7 Gen 4 (4 nm) |
| RAM / Speicher | 8/128, 8/256, 12/256 GB | 8/128, 8/256, 12/256 GB |
| Akku | 5.080 mAh, 50 W Laden | 5.080 mAh, 50 W Laden |
| Hauptkamera | 50 MP f/1,88, OIS/EIS | 50 MP f/1,88, OIS/EIS |
| Tele | 50 MP Periskop, f/2,88, 3,5x optisch, 7x In-Sensor | 50 MP Periskop, f/2,68, 3,5x optisch, 7x In-Sensor |
| Ultraweitwinkel | 8 MP, f/2,2 | 8 MP, f/2,2 |
| Frontkamera | 32 MP, f/2,2 | 32 MP, f/2,2 |
| Schutz | IP64, zusätzlich getestet für Untertauchen bis 25 cm/20 Min, Gorilla Glass 7i | IP65, zusätzlich getestet für Untertauchen bis 25 cm/20 Min, Gorilla Glass 7i |
| Preis (UVP) | ab 349 Euro | ab 479 Euro |
Design: Transparent vs. Aluminium-Unibody
Optisch könnten die beiden Modelle kaum unterschiedlicher sein: Das Phone 4a setzt auf die typische transparente Glasrückseite mit einer neuen Glyph Bar rechts neben der Kamera – das typische Nothing-Design, wie wir es kennen. Zudem besteht der Rahmen beim günstigeren Modell aus Kunststoff.
Designtechnisch liegen Phone 4a und Phone 4a Pro deutlich auseinander. (Bildquelle: GameStar Tech)
Das Phone 4a Pro wechselt dagegen zu einem durchgehenden Aluminium-Unibody mit großer, transparenter Kamerainsel. Zudem verbaut der Hersteller hier die Glyph Matrix, also das rundliche Pixel-Display, das wir schon vom Nothing Phone 3 kennen.
Beim Schutz liegt das Pro-Modell vorn: IP65 statt IP64, also ein verbesserter Schutz vor Wasser.
Designtechnisch habt ihr also die Wahl: auffällig und mit neuer Glyph Bar oder etwas schlichter, dafür mit hochwertigem Metall-Look und dem Glyph Matrix-Display.
11:30
Nothing Phone 4a: Die neue Mittelklasse ist da und macht einiges besser als der Vorgänger
Display: Sehr gut vs. noch ein Stück besser
Schon das Phone 4a bringt ein starkes 6,78-Zoll-OLED mit 1,5K-Auflösung, 120 Hertz und bis zu 4.500 Nits Spitzenhelligkeit mit – inklusive LTPS-Panel für variable Bildwiederholrate zwischen 30 und 120 Hertz. Im Alltag ist es hell genug für die meisten Situationen und bietet tolle Farben sowie Kontraste.
Das Phone 4a Pro legt hier leicht drauf: Das Panel wächst auf 6,83 Zoll, läuft mit bis zu 144 Hertz und erreicht 5.000 Nits Peak-Helligkeit, während die Outdoor-Helligkeit mit 1.600 Nits identisch zum Phone 4a bleibt.
Ihr bekommt also ein minimal größeres und etwas flüssigeres Display.
Leistung: Mehr Reserven im Pro
Unter der Haube steckt beim Phone 4a der Snapdragon 7s Gen 4, beim Phone 4a Pro der reguläre Snapdragon 7 Gen 4. In meinen Benchmarks liegt das Pro-Modell beim Multi-Core-Score und vor allem in AnTuTu vor dem 4a, während die Single-Core-Leistung recht nah beieinander liegt.
Geekbench CPU Single Core
Nothing Phone 4a Pro
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Im Alltag merkt ihr den Unterschied vor allem bei anspruchsvolleren Spielen wie Genshin Impact, wo das Pro eine etwas höhere Detailstufe bietet. Bei Alltags-Apps wie WhatsApp, Browser, Streaming oder Social Media fühlen sich beide Geräte flott und flüssig an.
Akku und Laden: Gleiche Kapazität, aber kleine Unterschiede
Auf dem Papier teilen sich beide Modelle den gleichen 5.080-mAh-Akku und unterstützen 50 Watt kabelgebundenes Laden.
In meinem Akku-Benchmark liegt das Phone 4a mit rund 21:16 Stunden aber etwas hinter dem Phone 4a Pro mit 21:57 Stunden.
PCMark Akku-Benchmark
Nothing Phone 4a Pro
- Bewertung
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- 18,00
- 24,00
- 30,00
Im Alltag solltet ihr mit beiden Geräten bei gemischter Nutzung zwei Tage hinkommen, mit einem kleinen Laufzeitvorteil für das Phone 4a.
Kamera: Gleiche Flexibilität, andere Abstimmung
Auf dem Datenblatt sehen sich die Kamerasysteme sehr ähnlich: 50-Megapixel-Hauptkamera, 50-Megapixel-Periskop-Tele mit 3,5-fachem optischen und 7-fachem In-Sensor-Zoom sowie 8-Megapixel-Ultraweitwinkel und 32-Megapixel-Front.
Beim Pro bekommt ihr allerdings einen anderen Hauptsensor (Sony LYT-700C statt Samsung GN9) und einen erweiterten Digitalzoom von bis zu 140x statt 70x.
In der Praxis ist für mich der größte Unterschied die Farbabstimmung: Das Phone 4a bleibt näher an der typischen Nothing-Optik mit knackigen, kontrastreichen Bildern, während das Phone 4a Pro natürlichere und ausgewogenere Farben liefert.
Beim Pro-Modell sättigt der Hersteller die Aufnahmen ab Werk nicht ganz so stark wie beim Schwestermodell. (Bildquelle: GameStar Tech)
Wer seine Fotos gern ohne Bearbeitung speichert oder verschickt, könnte die knalligen Aufnahmen des 4a bevorzugen. Wer mehr Wert auf Natürlichkeit und Spielraum bei der Nachbearbeitung legt, fährt mit dem Pro besser.
Konnektivität und Extras: eSIM nur fürs Pro
Beide Modelle bieten 5G, Wi-Fi 6, Bluetooth 5.4, NFC und die üblichen Ortungsstandards wie GPS, GLONASS, Galileo und BDS.
Auch beim Software-Support gibt es keinen Unterschied: drei große Android-Versionen und sechs Jahre Sicherheits-Patches sind für beide Geräte vorgesehen.
Der spannendste Unterschied ist aus meiner Sicht die eSIM-Unterstützung: Während das Phone 4a weiterhin nur mit physischen SIM-Karten arbeitet, bietet das Phone 4a Pro eSIM-Support und ist damit flexibler für Reisen oder den Dual-SIM-Einsatz.
In Kombination mit der größeren Glyph Matrix und dem Metallgehäuse bekommt ihr beim Pro also das »vollere Paket« an Besonderheiten.
Preis: Durch Vorbestelleraktion schrumpft der Abstand
Beim Preis liegen die UVPs klar auseinander: Das Nothing Phone 4a startet ab 349 Euro und geht je nach Speicher bis 429 Euro hoch, während das Phone 4a Pro mit 479 Euro und 549 Euro deutlich teurer angesetzt ist.
Nothings Vorbestelleraktionen (bis 27. März) bei Media Markt und Saturn drücken den Einstiegspreis des Pro aber zeitweise auf 429 beziehungsweise 499 Euro, wodurch der Abstand zum Phone 4a schrumpft.
Fazit: Für wen lohnt sich welches Modell?
Greift zum Nothing Phone 4a, wenn …
- ihr möglichst viel Smartphone fürs Geld wollt und der Preis für euch eine große Rolle spielt.
- euch das transparente Design mit Glyph Bar besser gefällt als das Metallgehäuse.
- euch die typische, etwas knackigere Nothing-Farbstimmung bei Fotos zusagt.
Greift zum Nothing Phone 4a Pro, wenn …
- ihr das hochwertigere Aluminium-Unibody-Design und das Glyph-Matrix-Display haben wollt.
- ihr mehr Leistung, schnelleren RAM und etwas mehr Reserven für Apps und Spiele sucht.
- euch die natürlichere Farbabstimmung der Kamera gefällt.
- ihr eSIM-Unterstützung braucht.
Aus meiner Sicht ist das Nothing Phone 4a ein grundsolides Smartphone, das vielen im Alltag gute Dienste Leisten sollte.
- Für mich schon jetzt eines der schönsten Handys des Jahres: Nothing Phone 4a im Test
- Nothing bringt mit dem Phone 4a Pro etwas zurück, das viele Handyhersteller vor Jahren aufgegeben haben – und ich liebe es
Mein Favorit ist aber klar das Pro-Modell: Mehr Leistungsreserven, besserer Wasserschutz, eSIM-Support und ein Design mit Metallgehäuse, das wir heutzutage kaum mehr bei irgendeinem Hersteller finden. Vor allem im Rahmen der Vorbestellaktion fällt der Aufpreis mit unter 100 Euro überschaubar aus.
Wer das bessere Handy will, greift zum Pro. Wer vor allem einfache Sachen mit dem Handy macht (WhatsApp, Surfen, Streaming) und die klassischere Optik des Phone 4a bevorzugt, macht aber auch mit dem günstigeren Modell nichts verkehrt.


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