Nothing bringt mit dem Phone 4a Pro etwas zurück, das viele Handyhersteller vor Jahren aufgegeben haben – und ich liebe es

Mit dem Phone 4a Pro beweist Nothing mal wieder seinen ungebrochenen Innovationswillen: Frisches Design und starke Upgrades überzeugen im Test.

Mit dem Phone 4a Pro hat Nothing mal wieder mit alten Designtraditionen gebrochen. (Bildquelle: GameStar Tech) Mit dem Phone 4a Pro hat Nothing mal wieder mit alten Designtraditionen gebrochen. (Bildquelle: GameStar Tech)

Bei Nothing wird es nie langweilig – was ein Glück! Während viele Handys sich mittlerweile fast schon gleichen wie ein Ei dem anderen, zeigt das neue Phone 4a Pro mal wieder deutlich, dass es Stillstand beim englischen Hersteller einfach nicht gibt.

Das Smartphone aus der gehobenen Mittelklasse sieht weder so aus wie der Vorgänger noch wie das günstigere Phone 4a und auch nicht wie das Phone 3. Es ist wieder so ganz eigen und das ist einfach erfrischend.

Optisch finde ich das Modell sehr gelungen, natürlich ist das aber längst nicht alles, was bei einem Handy zählt. Reichen die Verbesserungen für eine klare Empfehlung aus, schließlich ist auch der Preis spürbar gestiegen?

Design-Tipp
Nothing Phone 4a Pro
Nothing Phone 4a Pro
Das Nothing Phone 4a Pro ist ein starkes Upgrade gegenüber dem Vorgängermodell, vor allem weil es sich in diesem Jahr sehr deutlich vom Schwestermodell unterscheidet. Das Design mit Unibody-Aluminium und Glyph Matrix finde ich sehr gelungen. Daneben spendiert der Hersteller Uprades für das ohnehin schon sehr gute OLED-Display, Kamerasystem und die Performance. Damit zählt es für mich wieder zu den besten Handys unter 500 Euro.

Kleine Abzüge gibt es aber trotzdem: Wireless Charging fehlt weiterhin und ein längerer Android-Update-Support wäre wünschenswert.
  • Tolles OLED-Display mit 144 Hertz
  • Schickes Design mit Aluminium-Unibody
  • Glyph Matrix jetzt auch in der A-Serie
  • eSIM-Unterstützung
  • Lange Akkulaufzeit
  • Kein Wireless Charging
  • Nur drei große Android-Updates

Transparenzhinweis: Nothing hat mir das Phone 4a Pro für den Test kostenfrei zur Verfügung gestellt. Der Hersteller hatte keinen Einfluss auf den Inhalt des Artikels und bekam keine Einsicht vor Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zu einem Testbericht.


Lieferumfang

Der Lieferumfang fällt im Vergleich ordentlich aus:

  • Nothing Phone 4a Pro
  • USB-C-auf-USB-C-Kabel (1 Meter)
  • Schutzhülle aus Silikon
  • Vorinstallierte Displayschutzfolie
  • SIM-Eject-Tool
  • Schnellstartanleitung

Im Vergleich mit dem fast 1.000 Euro teureren Samsung Galaxy S26 Ultra ist das geradezu üppig, denn ihr bekommt direkt ab Werk eine Schutzhülle und -folie zum Handy, sodass es gut geschützt ist.

Ein Netzteil fehlt, was inzwischen herstellerübergreifend zu weiten Teilen üblich ist. Wer das volle Schnelllade-Tempo von 50 Watt nutzen möchte, benötigt ein entsprechend leistungsfähiges Ladegerät.


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Inhaltsverzeichnis
So habe ich getestet

Ich habe das Nothing Phone 4a Pro über einen Zeitraum von einer Woche so vielseitig wie möglich im Alltag verwendet. Ganz ersetzen konnte ich mein Hauptgerät (iPhone) nicht, da meine Kommunikation größtenteils über iMessage läuft und ich zudem verschiedene Geräte über Apple HomeKit steuere.

Spezifikationen
Nothing Phone 4a Pro
Display6,83 Zoll AMOLED, 1.260 × 2.800 Pixel, 440 ppi, 144 Hertz, bis 5.000 Nits Peak-Helligkeit, Gorilla Glass 7i
Abmessungen163,6 × 76,6 × 7,95 Millimeter
Gewicht210 Gramm
ProzessorQualcomm Snapdragon 7 Gen 4
RAM8 oder 12 Gigabyte (LPDDR5X)
Speicher128 oder 256 GB (UFS 3.1)
Hauptkamera50 Megapixel, f/1,88, OIS
Teleobjektiv50 Megapixel, f/2,88, 3,5x optisch, 7x In-Sensor
Ultraweitwinkel8 Megapixel, f/2,2
Frontkamera32 Megapixel, f/2,2
Akku5.080 Milliamperestunden, 50 Watt Laden, 7,5 Watt Reverse Charging
BetriebssystemNothing OS 4.1 auf Basis von Android 16
Updates3 Jahre Android-Updates, 6 Jahre Sicherheits-Patches
WasserschutzIP65, zusätzlich getestet für Untertauchen bis 25 Zentimeter für 20 Minuten
Preis und Verfügbarkeit

Das Nothing Phone 4a Pro ist in zwei Varianten erhältlich:

  • 8 GB + 128 GB: 479 Euro (Schwarz, Weiß, Pink)
  • 12 GB + 256 GB: 549 Euro (Schwarz, Weiß, Pink)

Gegenüber dem Phone 3a Pro ist der Preis gestiegen, zumal es in Deutschland nur die Variante mit 12 GB + 256 GB für 459 Euro gab. Der Preisanstieg ist laut Hersteller der aktuellen Speicherkrise geschuldet. Daher gibt es die kleinere Variante nun als eine Art Kompromiss, um den Preis unter 500 Euro halten zu können.

Der offene Verkauf startet am 27. März. Wer bis dahin bei MediaMarkt oder Saturn vorbestellt, kann sich einen Rabatt sichern und bezahlt dann 429 Euro für die kleinere oder 499 Euro für die große Variante. Wer sich für das Modell interessiert, sollte das im Hinterkopf behalten.


Design und Verarbeitung

Dem Phone 4a Pro sieht man seine Wurzeln auf Anhieb an – es ist ganz klar ein Nothing. Beim zweiten Blick wird aber schnell klar, dass sich im Vergleich mit der Vorgängerreihe und auch mit dem Phone 4a viel getan hat.

Statt der transparenten Glasrückseite des Phone 4a setzt Nothing beim Pro-Modell auf einen durchgehenden Aluminium-Unibody.

Das erinnert mich an mein altes iPhone 6 Plus, mein letztes Smartphone mit Metallgehäuse. Smartphones mit Metallrückseite sieht man heutzutage nämlich selten, denn fast alle Hersteller setzen mittlerweile auf Glas.

Der Grund liegt unter anderem darin, dass Metall abschirmt. Das macht es für Hersteller schwieriger, einen optimalen Empfang für Mobilfunk und Co. zu gewährleisten. Daher haben Smartphones mit Metallgehäuse die charakteristischen Kunststoffstreifen, durch die die Signale nach außen dringen können.

Mir gefällt das Aluminium-Gehäuse unglaublich gut. Es verleiht dem Handy einerseits eine schöne Wertigkeit, andererseits könnte es aber auch für Nutzer interessant sein, denen das Nothing-Design sonst vielleicht zu extravagant ist.

Das Phone 4a Pro ist damit nämlich ein Stück weit zurückhaltender ... wäre da nicht die große, transparente Kunststoff-Kamerainsel mit neuer Glyph Matrix. Sie ist wohl der charakteristischste Unterschied zum Vorgänger sowie dem günstigeren Phone 4a.

Während das Phone 4a mit der Glyph Bar antritt, bringt das Pro-Modell die Glyph Matrix mit Mini-LEDs. Ein Feature, das Nothing erstmals im letztjährigen Flaggschiff Phone 3 einführte. Die Matrix des Phone 4a Pro ist gegenüber dem Phone 3 jedoch deutlich größer.

Allerdings hat das Pixel-Display eine geringere LED-Dichte gegenüber dem Phone 3 (137 vs. 489 LEDs) und damit einen etwas grobpixeligen Look. Das ist laut Hersteller Absicht und soll einen Retro-Charme ausstrahlen.

Mir gefällt vor allem, dass die Glyph Matrix größer geworden ist. Dennoch bevorzuge ich die des Phone 3, weil sie aufgrund der höheren LED-Anzahl einfach mehr Details zeigt. Der neuen Mittelklasse fehlen auch einige der kleinen Glyph-Toy-Spielereien. Es gibt einige, aber die Bandbreite ist nicht so groß wie beim Phone 3.

Die Glyph Matrix des Phone 4a Pro besitzt deutlich weniger Pixel als die des Phone 3. (Bildquelle: GameStar Tech) Die Glyph Matrix des Phone 4a Pro besitzt deutlich weniger Pixel als die des Phone 3. (Bildquelle: GameStar Tech)

Mit 7,95 Millimetern ist das Phone 4a Pro das bisher dünnste Nothing-Smartphone. In der Hand liegt es gut, auch wenn die Einhandbedienung bei dem großen 6,83-Zoll-Display nicht möglich ist.

Ein Blick auf Tasten und Anschlüsse:

  • Linke Seite: Essential Key (KI-Taste)
  • Rechte Seite: Ein- und Ausschalter, Lautstärketasten
  • Unten: USB-C, SIM-Karten-Fach, Lautsprecher, Mikrofon
  • Oben: Mikrofon, zweiter Lautsprecher (zwischen Display und Rahmen)

Wie beim Phone 4a sitzt der Essential Key nun links – weg vom Ein-Ausschalter. Beim Phone 3a Pro führte die frühere Platzierung bei mir regelmäßig zu versehentlichen Auslösungen. Gut, dass Nothing das geändert hat.

Beim Schutz legt das Pro-Modell gegenüber dem Vorgänger nach:

  • Besserer Wasser- und Staubschutz dank IP65 statt IP64. Zudem soll das Handy ein Untertauchen bis 25 Zentimeter Wassertiefe für 20 Minuten überstehen.
  • Eine um 42 Prozent höhere Biegefestigkeit
  • Displayschutz mit Gorilla Glass 7i statt Panda Glass für eine erhöhte Kratz- und Stoß-Resistenz.

Die allgemeine Verarbeitungsqualität liegt auf einem sehr hohen Niveau und hält locker mit Flaggschiff-Modellen für über 1.000 Euro mit.


Video starten 11:13 Nothing 4a Pro im Test: So ein Handy habe ich schon viele Jahre nicht mehr gesehen


Display

Das 6,83-Zoll-AMOLED-Panel ist eines der Highlights des Smartphones. Mit 1,5K-Auflösung (1.260 × 2.800 Pixeln) ist es schön scharf, die Bildwiederholrate bewegt sich adaptiv zwischen 30 und 144 Hertz.

Ausreichend hell ist der Bildschirm auch: Mit 1.600 Nits »Outdoor Brightness« lässt sich das Display auch bei hellem Sonnenschein gut ablesen.

Die lokale Spitzenhelligkeit gibt der Hersteller gar mit 5.000 Nits an. Das kommt euch allerdings nur zugute, wenn ihr HDR-Videos auf dem Handy schaut, bei denen kleine Teile des Displays dann extrem hell aufleuchten können.

Ansonsten ist es einfach ein tolles OLED-Display: Farben, Kontrast und Schwarzwerte sind klasse.

Der optische Fingerabdrucksensor unter dem Display reagiert schnell und zuverlässig – auch mit leicht feuchten Fingern entsperrt er das Handy zügig.

Hochpreisige Geräte arbeiten hier in der Regel mit Ultraschallsensoren, die nochmals zuverlässiger bei feuchten oder schmutzigen Fingern arbeiten und allgemein als sicherer gelten. Dennoch tut auch der optische Sensor klaglos seinen Dienst.


Prozessor und Speicher

Das Phone 4a Pro ist mit dem Snapdragon 7 Gen 4 ausgestattet und das ist ein wichtiger Unterschied zum Phone 4a, das den abgespeckten Snapdragon 7s Gen 4 verbaut.

Beide tragen den ähnlichen Namen, sind aber unterschiedliche Chips: Der reguläre Snapdragon 7 Gen 4 ist leistungsfähiger und bringt laut Hersteller 27 Prozent mehr CPU-, 30 Prozent mehr GPU- und 65 Prozent stärkere KI-Leistung gegenüber dem Phone 3a Pro (Snapdragon 7s Gen 3).

In meinen Benchmarks erreicht das Phone 4a Pro 1.312 Punkte im Single-Core- und 4.163 Punkte im Multi-Core-Test von Geekbench 6. Damit liegt es rein von der CPU her recht nahe am Phone 4a.

Bei der Gesamtperformance im AnTuTu-Benchmark kommt es jedoch auf 1.451.274 Punkte und liegt damit deutlich vor dem Phone 4a (853.796 Punkte). Bei diesem Test spielen Grafikchip, RAM- sowie Gerätespeichergeschwindigkeit mit rein.

So teste ich die Performance
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Ich teste die Leistungsfähigkeit von Smartphones einerseits mit Apps und Spielen im Alltag. Gleichzeitig messe ich die CPU- sowie Gesamtperformance mit den Benchmark-Apps »Geekbench 6« sowie »AnTuTu Benchmark«, um eine objektive Vergleichbarkeit zwischen Smartphones herzustellen. Geekbench prüft die Single- und Multi-Core-Performance des Gerätes, AnTuTu die Gesamtleistung. Beide Programme geben am Ende eine Punktzahl aus und bieten auf ihrer Webseite zudem ein Ranking mit vielen anderen Geräten an.

Im Alltag macht sich der stärkere Chip nur unter bestimmten Bedingungen bemerkbar: Anspruchsvolle Spiele wie »Genshin Impact« laufen auf einer etwas höheren Grafikstufe als auf dem Phone 4a.

Bei einfachen Alltagsanwendungen wie WhatsApp, Musik-Streaming oder Surfen fallen Unterschiede weniger auf: Wie beim Phone 4a starten Apps in der Regel flott, Multitasking läuft reibungslos und es ruckelt nichts.

Genshin Impact läuft flüssig und auf einer sehr ordentlichen Grafikstufe. (Bildquelle: GameStar Tech) Genshin Impact läuft flüssig und auf einer sehr ordentlichen Grafikstufe. (Bildquelle: GameStar Tech)

Beim Speicher habt ihr die Wahl zwischen 8 und 128 sowie 12 und 256 Gigabyte. Nothing stellt über das System einen RAM-Boost bereit, bei dem der Gerätespeicher den Arbeitsspeicher erweitert, wenn dieser mal voll ist. An die echte RAM-Geschwindigkeit kommt das nicht heran, hilft aber, wenn es einmal eng wird.

Prinzipiell sollte Multitasking auch mit der 8-Gigabyte-Version problemlos funktionieren. Wer auf Nummer sicher gehen will, greift aber zur 12-Gigabyte-Variante. Erweitern lässt sich der Gerätespeicher übrigens nicht. Wer viele Fotos, Videos und Apps speichert, sollte ohnehin zur größeren Ausstattungsvariante greifen.


Akkulaufzeit

Der Akku des Phone 4a Pro fasst 5.080 Milliamperestunden – identisch zum Phone 4a. Im PCMark-Akkutest kommt das Pro-Modell auf 21 Stunden und 57 Minuten und liefert damit ein sehr gutes Ergebnis.

Die Laufzeit fällt auch etwas länger aus als beim günstigeren Schwestermodell (21:16 Stunden). Im Vergleich mit anderen Smartphones (günstig und teuer) positioniert sich Nothing an der oberen Spitze.

PCMark Akku-Benchmark
Nothing Phone 4a Pro

  • Bewertung
Sony Xperia 1 VII
26,18
HMD Fusion
26,15
Samsung Galaxy S26 Ultra
25,41
Nothing Phone 4a Pro
21,57
Nothing Phone 4a
21,16
Sony Xperia 10 VII
21,05
realme GT8 Pro
20,52
Poco F8 Pro
20,10
Xiaomi 15T Pro
20,08
Nothing Phone 3a Pro
18,55
CMF Phone 2 Pro
18,40
Google Pixel 10 Pro XL
18,34
Poco F7 Pro
18,09
Poco F7
18,09
Samsung Galaxy S25 Ultra
18,02
Poco M7 Pro
17,57
Samsung Galaxy S25
17,37
Nothing Phone 3
17,18
Honor Magic 8 Pro
16,46
Samsung Galaxy S26
16,21
Samsung Galaxy A36
16,16
Samsung Galaxy A56
15,49
Xiaomi Redmi Note 15
14,50
Honor Magic7 Pro
14,38
Motorola Edge 70
13,49
Redmagic 11 Pro
12,57
Redmagic 10S Pro
12,57
Nubia Z70 Ultra
9,47
  • 0,00
  • 6,00
  • 12,00
  • 18,00
  • 24,00
  • 30,00

Im Alltag kommt man bei gemischter Nutzung problemlos zwei Tage hin, was für die meisten Nutzer ausreichend sein dürfte – es kommt aber natürlich immer darauf an, was ihr mit dem Handy macht.

Geladen wird mit bis zu 50 Watt: Von null auf 100 Prozent dauert es knapp über eine Stunde. Das Phone 4a Pro unterstützt Reverse Charging mit 7,5 Watt. Dabei dient das Handy als Powerbank und ihr könnt etwa Kopfhörer oder eine Smartwatch darüber aufladen.

So teste ich die Akkulaufzeit
Zum Ausklappen tippen / klicken

Ich verwende die Android-Software »PCMark«, um einen Akkubenchmark durchzuführen und eine Vergleichbarkeit mit anderen Smartphones zu schaffen. Die App erledigt dabei Alltagsaufgaben wie Web-Browsing, Video-Wiedergabe, Textverarbeitung und Bildbearbeitung, bis der vollständig aufgeladene Akku unter 20 Prozent fällt. Am Ende gibt das Programm eine Zeitdauer als Gesamtergebnis aus.

Aber es gibt in dem Preissegment natürlich auch Abstriche: Wireless Charging fehlt weiterhin und bleibt in erster Linie den Premiumgeräten vorbehalten.


Kamera

Das Kamerasystem ist für mich einer der spannendsten Punkte am Phone 4a Pro – denn hier hat Nothing gegenüber dem Phone 3a Pro und dem Phone 4a zugelegt.

Das rückseitige Kamerasystem besteht aus:

  • einer 50-Megapixel-Hauptkamera mit Sony-LYT-700C-Sensor (1/1,56 Zoll, f/1,88, OIS/EIS)
  • einem 50-Megapixel-Periskop-Tele mit 3,5-fachem optischen Zoom und 7-fachem In-Sensor-Zoom
  • einer 8-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera

Die auffälligste Veränderung gegenüber dem Phone 3a Pro ist die Farbabstimmung: Die Bilder wirken nicht mehr so extrem gesättigt wie beim Vorgänger, sondern natürlicher und ausgewogener. Ansonsten bekommen wir beim neuen Modell etwas mehr Brennweite im Telezoom.

Bei Tageslicht entstehen über alle Linsen hinweg schöne, detailreiche Aufnahmen mit breitem Dynamikumfang. Durch die fünf unterschiedlichen Brennweiten (In-Sensor-Zoom eingerechnet) ist man flexibel aufgestellt.

Ganz heranreichen an Top-Kamera-Handys wie das Realme GT8 Pro, Honor Magic 8 Pro oder Xiaomi 15T Pro kann Nothings Mittelklasse nicht. Aber die Aufnahmen liegen deutlich über dem Schnappschussniveau.

Wer gerne und viel mit dem Handy fotografiert, dürfte auch mit dem Phone 4a Pro zufriedenstellende Ergebnisse erhalten.

Hier sind einige Beispielaufnahmen der verschiedenen Zoomstufen:

Am Abend schlägt sich die Hauptkamera gut: Die Fotos sind scharf und rauscharm. Der Zoom ist noch verhältnismäßig brauchbar, der Ultraweitwinkel fällt hingegen merklich ab – die Aufnahmen wirken weichgezeichnet und verlieren an Detailschärfe.

Mit einem Spitzengerät wie dem Galaxy S26 Ultra kann das Phone 4a Pro erwartungsgemäß nicht mithalten, im Mittelklasse-Vergleich liegt es aber auf einem guten Niveau.

Beispielaufnahmen am Abend:

Die 32-Megapixel-Frontkamera liefert bei gutem Licht schöne, detailreiche Selfies. Bei schwächerem Licht greift die Glättungssoftware sichtbar ein.

Die Ergebnisse bleiben aber auf einem soliden Niveau und sind völlig brauchbar für Selbstporträts oder Videoanrufe.

Bei direktem Licht Bei wenig Licht Bei direktem Licht Bei wenig Licht

Die Selfie-Kamera war bereits beim Vorgängermodell gut und das hat sich nicht geändert. (Bildquelle: GameStar Tech)

Übrigens: Das rückseitige Glyph Matrix-Display lässt sich wie beim Phone 3 als Selfie-Spiegel nutzen. Aufgrund der deutlich geringeren Auflösung ist es allerdings schwer, wirklich etwas auf dem Display zu erkennen – das ist aber selbst beim Phone 3 nicht ganz optimal.

Nothing Phone 3 Nothing Phone 4a Pro Nothing Phone 3 Nothing Phone 4a Pro

Beim Phone 3 erkennt man mein Gesicht noch ganz ordentlich, beim Phone 4a ist es aber kaum möglich und mehr Spielerei als sinnvolles Feature. (Bildquelle: GameStar Tech)

Kurzfazit zur Kamera:

Das Phone 4a Pro macht vor allem bei Tageslicht schöne, natürlich wirkende Fotos. Die vielen Zoomstufen machen es dabei sehr flexibel für unterschiedliche Aufnahmesituationen.

Am Abend überzeugt vor allem die Hauptkamera. Ultraweitwinkel und extreme Zoomstufen solltet ihr bei wenig Licht eher meiden. Den Schritt weg von den sehr knalligen Fotos finde ich gut, denn so habt ihr bei der Nachbearbeitung mehr Freiraum.

Zudem stehen in der Kamera-App auch wieder diverse Filter bereit – hierüber könnt ihr den Look der Bilder direkt ändern, wenn ihr wollt.


Lautsprecher

Das Phone 4a Pro setzt auf zwei Stereo-Lautsprecher. Die maximale Lautstärke ist sehr hoch, wodurch es auch in lauterer Umgebung noch gut einsatzfähig bleibt – etwa in der Küche beim Kochen.

Klanglich bleibt es aber recht mager: mittenbetont und dünn, der Bass fehlt fast vollständig.

Für Videos auf der Couch, Podcasts und Co. reicht es aus, ich würde allerdings in vielen Fällen eher zu Bluetooth-Lautsprechern oder -Kopfhörern greifen.


Konnektivität

Bei der Konnektivität ist das Phone 4a Pro breit aufgestellt und bietet gegenüber dem Phone 4a einen wichtigen Vorteil:

  • Mobilfunk: 5G, 4G, 3G und 2G
  • Wi-Fi 6 (802.11 a/b/g/n/ac/ax)
  • Bluetooth 5.4
  • NFC
  • Ortung: GPS, GLONASS, BDS, Galileo, QZSS
  • Dual-SIM (Nano-SIM + eSIM)

Das Phone 4a Pro unterstützt eSIM. Ein klarer Vorteil gegenüber dem Phone 4a, das in Deutschland weiterhin nur physische SIM-Karten unterstützt. Somit seid ihr flexibel, wenn ihr euch beispielsweise außerhalb der EU einen Urlaubstarif buchen möchtet, um hohe Roaming-Kosten zu vermeiden.

Auf Wi-Fi 7 oder Bluetooth 6 muss man hingegen verzichten, was in dieser Preisklasse aus meiner Sicht aber völlig in Ordnung ist.


Betriebssystem und Updates

Das Phone 4a Pro läuft mit Nothing OS 4.1 auf Basis von Android 16. Der Homescreen lässt sich flexibel anpassen, es gibt neue Widget-Größen, einen personalisierbaren Sperrbildschirm mit Tiefeneffekt und versteckte Apps im Smart Drawer.

Nothing hat seine KI-Sammlung auch beim Pro weiter ausgebaut. Neben dem bekannten Essential Space, Essential Search und Essential Apps kommt Essential Memory hinzu, das alle im Essential Space gespeicherten Inhalte analysiert und strukturiert aufbereitet. Essential Voice folgt per Update und transkribiert sowie strukturiert gesprochene Notizen.

Über die rückseitige Glyph Matrix lassen sich verschiedene Funktionen nutzen: Timer, Taschenlampe, Ladeanzeige und Kontaktsymbole für eingehende Anrufe. Daneben stehen unter anderem eine digitale Uhr, Mondphase und mehr bereit.

Die Vielfalt an Glyh-Tools ist beim 4a Pro nicht ganz so groß wie beim Phone 3. Über die Zeit dürfte die Palette aber noch wachsen. (Bildquelle: GameStar Tech) Die Vielfalt an Glyh-Tools ist beim 4a Pro nicht ganz so groß wie beim Phone 3. Über die Zeit dürfte die Palette aber noch wachsen. (Bildquelle: GameStar Tech)

Das Phone 4a Pro erhält drei große Android-Updates und wird sechs Jahre mit Sicherheits-Patches versorgt. Für den aufgerufenen Preis wäre ein viertes Android-Update wünschenswert gewesen, aber immerhin lässt sich das Smartphone lange sicher nutzen.


Für wen lohnt sich der Kauf des Nothing Phone 4a Pro?

Das Nothing Phone 4a Pro lohnt sich für euch, wenn...

  • ihr ein hochwertiges Mittelklasse-Smartphone mit eigenem Charakter sucht.
  • ihr ein Smartphone mit guter Kamera und langer Akkulaufzeit sucht.
  • ihr eSIM-Unterstützung braucht.
  • euch die neue Glyph Matrix anspricht.

Weniger geeignet ist das Gerät, wenn...

  • ihr Wireless Charging wollt.
  • ihr das transparente Glasdesign des Phone 4a oder des Vorgängers bevorzugt.
  • euch ein längerer Update-Support im Hinblick auf die großen Android-Updates wichtig ist.

Mögliche Alternativen

Nothing Phone 4a: Das günstigere Schwestermodell (ab 349 Euro) bietet ein charakteristisches transparentes Design, eine lange Akkulaufzeit und ist ein starkes Preis-Leistungs-Paket – vor allem, wenn eSIM und die Glyph Matrix keine Priorität haben.

Nothing Phone 3a Pro: Der Vorgänger ist inzwischen ab rund 350 Euro erhältlich und nach wie vor eine grundsolide Wahl – technisch aber natürlich älter.

Poco F8 Pro: viel Leistung, lange Akkulaufzeit und ein gutes Kamerasystem, preislich mit mindestens 480 Euro ähnlich zum Phone 4a Pro – aber ohne den Nothing-Charme.

Fazit

Das Nothing Phone 4a Pro ist ein starkes Update der a-Serie und hebt sich in diesem Jahr erstmals deutlich vom günstigeren Phone 4a ab. Das ist aus meiner Sicht vor allem wichtig, um den Aufpreis zu rechtfertigen.

Das schlanke Aluminium-Unibody-Gehäuse, die stärkere Leistung, das bessere 144-Hertz-Display und die verbesserte Kamera sind gelungene Upgrades – auch die Akkulaufzeit ist spitze.

Die Schwächen halten sich in Grenzen: Wireless Charging fehlt weiterhin und der Update-Support könnte etwas länger ausfallen.

Wer aber ein hervorragend verarbeitetes Mittelklasse-Smartphone mit guter Kamera, Glyph Matrix, ausreichend Leistung und eSIM-Unterstützung sucht, bekommt mit dem Phone 4a Pro genau das. Ansonsten lohnt sich aus meiner Sicht aber auch der Blick zum günstigeren Phone 4a.

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