Nothing hat am 5. März seine neuen Mittelklasse-Handys vorgestellt. Vielleicht steht ihr nun vor der Frage, ob sich der Kauf des neuen Phone 4a lohnt, oder ob ihr lieber zum Vorgängermodell aus dem letzten Jahr greift?
Das Nothing Phone 3a war für mich im letzten Jahr eines der besten Handys unter 400 Euro. Inzwischen gibt es das Smartphone im Sale bereits ab etwa 230 Euro. Ich zeige euch nachfolgend die wichtigsten Unterschiede zwischen den Handys und gebe eine Empfehlung, wann sich welches Modell für euch lohnt.
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| Nothing Phone 4a | Nothing Phone 3a | |
|---|---|---|
| Display | 6,78 Zoll LTPS-AMOLED, 1.224 × 2.720 Pixel, 120 Hz, bis 1.600 Nits Outdoor / 4.500 Nits Peak | Zoll AMOLED, 1.080 × 2.392 Pixel, 120 Hz, bis 1.300 Nits Outdoor / 3.000 Nits Peak |
| SoC | Snapdragon 7s Gen 4 | Snapdragon 7s Gen 3 |
| RAM / Speicher | 8/128, 8/256, 12/256 GB | 8/128, 12/256 GB |
| Akku | 5.080 mAh, 50 W Laden | 5.000 mAh, 50 W Laden |
| Hauptkamera | 50 MP, f/1.88, OIS/EIS | 50 MP, f/1.88, OIS |
| Tele | 50 MP Periskop, 3,5x optisch, 7x In-Sensor-Zoom | 50 MP Tele, 2x optisch, 4x In-Sensor-Zoom |
| Ultraweitwinkel | 8 MP | 8 MP |
| Frontkamera | 32 MP | 32 MP |
| Schutz | Gorilla Glass 7i, IP64 + getestet bis 25 cm Wasser/20 Min | Panda Glass, IP64 |
| Software / Updates | Android 16, Nothing OS 4.1, 3 OS-Updates, 6 Jahre Security | Android 15, Nothing OS 3.1, 3 OS-Updates, 6 Jahre Security |
| Preis | Ab 349 Euro (UVP) | Straßenpreis ab 240 Euro |
Design
Optisch bleiben beide Geräte als Nothing-Handys erkennbar: transparente Rückseite und die Glyph. Beim Phone 4a fällt vor allem das überarbeitete Rückseiten-Design auf – inklusive der Glyph Bar, die im neuen Look kommt.
Handwerklich legt das 4a zu: mehr Biegefestigkeit, Gorilla Glass 7i statt Panda Glass und weiterhin IP64 plus zusätzlichem Schutz bei kurzem Untertauchen.
Dazu kommt ein aus meiner Sicht wichtiger Alltagsvorteil: Der Essential-Key wandert auf die linke Seite und wird nicht mehr ständig versehentlich mit dem Powerbutton verwechselt – ein klarer Fix gegenüber dem 3a.
11:30
Nothing Phone 4a: Die neue Mittelklasse ist da und macht einiges besser als der Vorgänger
Display
Beim Display bleiben beide Modelle in weiten Teilen ähnlich: großes OLED-Panel, 120 Hertz, gute Kontraste und tolle Farben. Das Phone 4a setzt sich aber mit der Kombination aus leicht höherer Auflösung (1,5K statt Full-HD+) und gesteigerter Helligkeit vom Vorjahresmodell ab.
Außerdem kommt nun ein LPTS-Panel zum Einsatz, das eine variable Bildwiederholrate zwischen 30 und 120 Hertz ermöglicht – das kommt der Energieeffizienz zugute.
In der Praxis merkt ihr den Unterschied minimal: Bildschirminhalte sind einen Tick schärfer und bei hellem Sonnenlicht strahlt das Display nochmals etwas heller. Wer viel draußen unterwegs ist oder sein Handy häufig für Fotos und Videos im Freien nutzt, profitiert davon. Das 3a besitzt aber weiterhin ein gutes OLED-Display.
Leistung und Akku
Nothing wechselt bei der neuen Mittelklasse vom Snapdragon 7s Gen 3 auf den 7s Gen 4. In Benchmarks liegt das 4a minimal vor dem 3a.
Geekbench CPU Single Core
Nothing Phone 4a
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Im Alltag spürt ihr diesen Unterschied aber nicht: Apps starten flott, Multitasking ist auf beiden Geräten kein Problem und auch Spiele wie Genshin Impact laufen auf höherer Detailstufe flüssig. Der größere Vorteil des 4a ist weniger die rohe Leistung, sondern die etwas bessere Energieeffizienz, die sich in einer leicht besseren Laufzeit äußert.
Auf dem Papier bringt das Phone 4a mit 5.080 mAh einen etwas größeren Akku mit als das 3a mit 5.000 mAh. Im Zusammenspiel mit neuem Panel und Chip führt das im Benchmark von PCMark zu rund zwei Stunden mehr Laufzeit.
Im Alltag kommt ihr mit beiden Modellen zwei Tage hin – natürlich kommt es dabei aber sehr auf die Art der Nutzung an.
Kamera
Beide Geräte setzen auf eine 50-MP-Hauptkamera und einen 8-MP-Ultraweitwinkel, unterscheiden sich aber klar beim Tele. Das Phone 3a bietet »nur« 2x optischen und 4x In-Sensor-Zoom, während das 4a mit einem Periskop-Tele auf 3,5x optischen und 7x In-Sensor-Zoom kommt und technisch näher an Nothings Top-Modell liegt.
In der Praxis sieht das so aus:
- Bei Tageslicht liefert das 4a mehr Flexibilität: mehr Reichweite und insgesamt mehr Spielraum.
- Die typische Nothing-Abstimmung bleibt: knallige, kontrastreiche Bilder.
- Beim 3a gibt es etwas weniger Flexibilität. Wer auf das bessere Zoomobjektiv verzichten kann, bekommt aber dennoch ein gutes Kamerasystem.
Bei der Bildqualität selbst gibt es nur minimale Unterschiede, bereits das Vorjahresmodell hat hier gut abgeliefert.
Preis
Beim Preis gibt es einen großen Unterschied, denn das Phone 4a startet natürlich zur unverbindlichen Preisempfehlung, während das Phone 3a bereits deutlich im Preis gefallen ist.
- Nothing Phone 3a: UVP ab 329 Euro, aktuell im Handel ab rund 240 Euro im Angebot.
- Nothing Phone 4a: Ab 349 Euro, das größte Modell kostet 429 Euro.
Meine Empfehlung: Für wen lohnt sich welches Modell?
Greift zum Nothing Phone 4a, wenn …
- ihr viel fotografiert, gerne zoomt und eine möglichst flexible Kamera wollt.
- ihr häufig draußen unterwegs seid und ein besonders helles Display und die gestiegene Rubustheit schätzt.
- euch das überarbeitete Design mit neuer Glyph-Bar und robusterem Gehäuse wichtig ist.
- ihr Wert auf eine etwas längere Akkulaufzeit legt.
Bleibt beim Nothing Phone 3a, wenn …
- ihr möglichst wenig ausgeben wollt und euch der Preis wichtiger ist als ein überschaubares Display- und Kamera-Upgrade.
- euch der etwas schwächere Telezoom der Kamera nicht stört.
- ihr mit dem guten OLED-Display und der bereits langen Akkulaufzeit zufrieden seid.
- Nothing Phone 4a im Test: Für mich schon jetzt eines der schönsten Handys des Jahres
- Nothing Phone 3a im Test: Eines der besten Handys unter 400 Euro
Das Nothing Phone 4a ist technisch das bessere Handy und es bringt ein frisches Design. Der Aufpreis lohnt sich, wenn vor allem die Upgrades bei Kamera, Display, Akkulaufzeit und Design für euch Kaufargumente sind. Für einen Mehrpreis von knapp über 100 Euro wäre das neue Modell mein persönlicher Favorit.
Allerdings sprechen wir hier dennoch über überschaubare Verbesserungen, auf die nicht jeder Wert legt, zumal auch das Vorgängermodell bereits gut aufgestellt war. Wenn ihr ein solides und vor allem günstiges Nothing-Handy sucht, macht ihr auch mit dem Phone 3a nichts falsch.

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