Nothing Phone (3a) im Test: Eines der besten Handys unter 400 Euro

Nothing verpasst seiner Budget-Reihe mit dem Phone (3a) ein Update. Das Mittelklasse-Handy gibt es bereits ab 330 Euro – und mich überzeugt es im Test auf ganzer Linie.

Das neue Nothing Phone (3a) steht dem Pro-Modell nur in wenig nach. (Bild: GameStar) Das neue Nothing Phone (3a) steht dem Pro-Modell nur in wenig nach. (Bild: GameStar)

Der Londoner Hersteller Nothing hat seiner Budget-Handyreihe ein Update spendiert. Phone (3a) und Phone (3a) Pro lösen die letztjährigen Phone-(2a)-Modelle ab.

Punkten soll die neue Generation mit Triple-Kamera und »Essential Space« – einem KI-Bereich, der zusammen mit einer neuen Seitentaste eingeführt wird.

Ich konnte das Nothing Phone (3a) rund eine Woche im Alltag testen. Wie es sich dabei und im Vergleich zum Nothing Phone (3a)Pro schlägt, erfahrt ihr nachfolgend.

Transparenzhinweis: Nothing hat mir das Phone (3a) für den Test kostenfrei zur Verfügung gestellt. Der Hersteller hatte keinen Einfluss auf den Artikelinhalt und bekam keine Einsicht vor Erscheinen des Tests. Es bestand keine Verpflichtung zu einem Testbericht.

Preis-Leistungs-Tipp
Nothing Phone (3a)
Nothing Phone (3a)
Das Phone (3a) versprüht Flaggschiff-Vibes, kostet aber gerade einmal 329 Euro. Dafür gibt es ein tolles OLED-Display, eine lange Akkulaufzeit und sechs Jahre Sicherheitsupdates. Das Kamerasystem ist für Schnappschüsse gut geeignet, die Leistung ausreichend, wenn ihr keine eingefleischten Mobile-Gamer seid. Punktabzüge gibt es für mich vor allem für die neue Seitentaste, die mich mehr nervt als sie mir nützt. Zudem gibt es leider keinen eSIM-Support für das günstigere Modell.
  • Wertige Verarbeitung, nun mit Glasrückseite
  • Tolles Design mit Glyph-Interface
  • Schönes und helles OLED-Display
  • Sehr lange Akkulaufzeit
  • Gutes Kamerasystem für Schnappschüsse
  • Sechs Jahre Sicherheitspatches
  • Nur Spritzwasserschutz
  • Neue Seitentaste ist suboptimal
  • KI-Features aktuell noch mit wenig Mehrwert
  • Kein eSIM-Support
Übersicht
Inhaltsverzeichnis
So habe ich getestet

Ich habe das Nothing Phone (3a) einige Tage im Alltag genutzt und dabei versucht, so viel wie möglich an diesem Gerät zu machen. Ganz ersetzen kann ich mein Hauptgerät (iPhone) nicht, da meine Kommunikation größtenteils über iMessage läuft und ich zudem verschiedene Geräte über Apple HomeKit steuere. Alle anderen Aufgaben habe ich aber mit dem Nothing Phone erledigt.

Spezifikationen

Technische Daten
DisplayAMOLED, 120 Hertz, 1.300 Nits Spitzenhelligkeit im Freien, 3.000 lokale Spitzenhelligkeit, 1.080 x 2.412 Pixel, 387 ppi, 6,77 Zoll
Abmessungen163,5 x 77,5 x 8,4 mm Milimeter
Gewicht201 Gramm
OS-VersionAndroid 15
Geplante Updates6 Jahre Sicherheits-Updates, 3 OS-Updates
KameraHauptkamera (Weitwinkel) mit 50 Megapixel, Blende f/1.88 und optischer Bildstabilisierung.

Ultraweitwinkel mit 8 Megapixeln und Blende f/2.2.

Telezoom mit 50 Megapixeln, Blende f/2.0. 2-fach optischer Zoom und 4-facher In-Sensor-Zoom.

Frontkamera mit 32 Megapixeln und Blende f/2.2
Prozessor / GPUQualcomm Snapdragon 7s Gen 3, Adreno 720
RAM / Speicher128 GB + 8 GB RAM, 256 GB + 12 GB RAM
Akku5.000 mAh
Display-EntsperrmethodeFingerabrucksensor, Gesicht, PIN
AnschlussUSB-C
IP-ZertifizierungIP64
KonnektivitätWiFi 6, Bluetooth 5.4, NFC, 5G, GPS + 4 weitere Satellitenortungssysteme
FarbenSchwarz, Weiß, Blau
Preis (UVP)329 Euro, 379 Euro

Preis und Verfügbarkeit

Das Nothing Phone (3a) kann ab sofort beim Hersteller vorbestellt werden. Ab dem 11. März erfolgt der offene Verkauf bei diversen Händlern und Mobilfunkanbietern. Erhältlich ist das Smartphone in Schwarz, Weiß sowie Blau. Die Variante mit acht Gigabyte Arbeits- und 128 Gigabyte Gerätespeicher kostet 329 Euro, mit zwölf und 256 Gigabyte liegt es bei 379 Euro.

Lieferumfang

Folgendes liegt dem Nothing Phone (3a) bei:

  • USB-C-auf-USB-C-Ladekabel mit einer Länge von einem Meter
  • SIM-Eject-Tool
  • Ein kleines Heft mit Sicherheits- und Garantiebestimmungen ausgeliefert.

Werkseitig hat der Hersteller bereits eine Displayschutzfolie aufgebracht. Das finde ich löblich, würde euch aber dennoch raten, diese Folie gegen ein hochwertigeres Panzerschutzglas zu tauschen.

Die dünnen Kunststofffolien der Hersteller sind nämlich ziemlich kratzempfindlich und schützen das Handy aus meiner Erfahrung nicht so gut vor Stößen und Stürzen, wie es ein Panzerglas tut.

Wie inzwischen üblich, liegt auch dem Phone (3a) kein Netzteil mehr bei. Solltet ihr eines benötigen, kauft am besten ein Modell mit mindestens 50 Watt – so profitiert ihr vom schnellen Aufladen. Passende Ladegeräte kosten rund 30 Euro.


Video starten 1:53 Anders als die meisten Handys: Nothing zeigt das Phone 3a und das Phone 3a Pro


Design und Verarbeitung

Bei der generellen Optik und dem bekannten Glyph-Interface ist sich der Hersteller treu geblieben. Das Design hat sich im Vergleich zum Vorgängermodell nur leicht verändert. Mir gefällt das gut, denn ich empfinde das Mobiltelefon als sehr schick.

Optisch gleichen sich auch Phone (3a) und Phone (3a) Pro in weiten Teilen. Der wohl größte optische Unterschied liegt bei der rückseitigen Hauptkamera:

  • Beim Pro-Modell liegt diese in einer großen, runden Kamerainsel, beim regulären Phone (3a) in einer kleineren, pillenförmigen Ausbuchtung.

Materialseitig bietet das Phone (3a) ein mit »Panda Glass« versehenes Display – ein Pendant zum bekannten Gorilla Glass von Corning. Beim Geräterahmen setzt Nothing auf Kunststoff.

Die Rückseite besteht beim Phone (3a) nun aus Glas. Ein willkommenes Upgrade zum Vorgängermodell mit Kunststoffrückseite, denn Glas fühlt sich einfach hochwertiger an.

Das Phone (3a) ist genauso groß wie das Phone (3a) Pro. Es ist selbst mit großen Händen nicht mit einer Hand bedienbar und richtet sich klar an Fans großer Displays.

Was mir persönlich nicht so gut gefällt: Der Smartphone-Rahmen ist sehr kantig. Damit liegt das Handy nicht so angenehm in der Hand wie etwa das Honor Magic7 Pro, das bei fast gleicher Größe ein echter Handschmeichler ist.

Verarbeitungsseitig hinterlässt das Handy aber einen guten Eindruck. Lediglich die physischen Tasten sitzen nicht ganz stramm im Gehäuse und »klackern« leicht beim Dagegentippen. Dies kann aber selbst bei deutlich teureren Geräten vorkommen und ist kein Beinbruch.

Beim Wasser- und Staubschutz hat Nothing aufgerüstet. Statt IP54- gibt es jetzt eine IP64-Zertifizierung. Damit ist das Gerät geschützt gegen Staub sowie Spritzwasser aus verschiedenen Winkeln.

Dennoch wäre ein höherer Schutz gegen ein zeitweiliges Untertauchen schön gewesen, welchen beispielsweise Samsung beim etwa gleichteuren Galaxy A26 bietet.

Anschlüsse und Tasten sind beim Phone (3a) und Phone (3a) Pro identisch:

  • Auf der rechten Geräteseite sitzt der Ein- und Ausschalter, der zudem Zugriff auf Google Gemini ermöglicht. Darunter befindet sich die neue Taste, die zum »Essential Space« führt. Sie stört mich sowohl beim Phone (3a) als auch beim Pro-Modell.
  • Auf der linken Seite befinden sich die Lautstärketasten.
  • Auf der Oberseite sitzt ein zweites Mikrofon für die Geräuschunterdrückung beim Telefonieren. Zwischen Rahmen und Display liegt einer der beiden Lautsprecher.
  • Die Unterseite beherbergt den SIM-Karten-Slot mit Platz für zwei Karten, ein Mikfron, einen Lautsprecher sowie die USB-C-Buchse.

Darum nervt mich die neue Essential Space-Taste: Ich empfinde in erster Linie die Platzierung der neuen Seitentaste als suboptimal. Ich bin es nämlich gewohnt, dass ich im oberen Bereich der rechten Geräteseite nur eine Seitentaste vorfinde, mit der ich meinen Bildschirm ein- und ausschalte.

Genau das wird mir bei der Phone (3a)-Reihe unnötig erschwert, denn es besitzt nun zwei Seitentasten. Die zweite für den Essential Space betätige ich ständig aus Versehen, wenn ich mein Display sperren oder entsperren will, weil ich eben den falschen Knopf erwische.

Aus meiner Sicht wäre es besser gewesen, die Taste etwa oberhalb der Lautstärketasten an der linken Rahmenseite zu platzieren.

Für die Zukunft würde ich mir ein Software-Update wünschen, über das sich die Taste deaktivieren oder zumindest umbelegen lässt. So wie es jetzt ist, nützt mir der Knopf einfach nichts, sondern er schadet eher der Alltagsnutzung.


Prozessor und Speicher

Beide Modelle der neuen Phone (3a)-Reihe setzen auf den Qualcomm Snapdragon 7s Gen 3 mit der Grafikeinheit Adreno 720. Der Chipsatz stammt aus der Mittelklasse und kam im November 2023 auf den Markt.

Im Vergleich mit der Vorgänger-Reihe ist der Snapdragon etwas schneller und energieeffizienter. Die maximale Taktrate der Achtkern-CPU liegt bei 2,63 Gigahertz.

So teste ich die Performance
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Ich teste die Leistungsfähigkeit von Smartphones einerseits mit Apps und Spielen im Alltag. Gleichzeitig messe ich die CPU- sowie Gesamtperformance mit den Benchmark-Apps »Geekbench 6« sowie »AnTuTu Benchmark«, um eine objektive Vergleichbarkeit zwischen Smartphones herzustellen. Geekbench prüft die Single- und Multi-Core-Performance des Gerätes, AnTuTu die Gesamtleistung. Beide Programme geben am Ende eine Punktzahl aus und bieten auf ihrer Webseite zudem ein Ranking mit vielen anderen Geräten an.

Unterschiede zum Pro-Modell gibt es beim Arbeitsspeicher (RAM): Je nach Gerätespeicher kommt das Phone (3a) mit acht oder zwölf Gigabyte RAM. Bei meinem Testgerät handelt es sich um die letztere Variante.

Was sich in den Benchmarks von Geekbench 6 sowie AnTuTu Benchmark deutlich zeigt: Der Performance-Unterschied zu Top-Smartphones wie Galaxy S25 Ultra oder Nubia Z70 Ultra ist enorm.

Das Phone (3a) erreicht im Single-Core-Test von Geekbench 1.178, im Multi-Core 3.214 Punkte. Bei der Gesamt-Performance in AnTuTu Benchmark sind es 816.411 Punkte.

Zum Vergleich: Aktuelle Premium-Modelle erreichen in den Benchmark-Tools etwa die dreifache Punktzahl.

Allerdings muss ich sagen, dass man hier die Kirche im Dorf lassen sollte. Einerseits sprechen wir hier über ein Smartphone, welches nur einen Bruchteil der Highend-Modelle kostet.

Andererseits fällt der Leistungsunterschied im Alltag wenig auf. Apps öffnen sich zumeist zügig, für Multitasking mit mehreren Programmen stehen genügend RAM-Reserven bereit.

Wo man den Unterschied aber merkt: Bei anspruchsvollen Mobile Games wie »Genshin Impact«.

Nothing Phone (3a) und (3a) Pro Samsung Galaxy S25 Nothing Phone (3a) und (3a) Pro Samsung Galaxy S25

Auf dem Nothing Phone (3a) sieht Genshin Impact nicht so gut aus wie auf dem S25. Man sieht es unter anderem am Schatten des Spielcharakters. (Bild: GameStar Tech)

Hier wird die Grafikstufe deutlich heruntergeregelt, sodass das Spiel nicht ganz so hübsch aussieht wie auf einem Premium-Gerät mit mehr Leistung. Zudem ist die Ladezeit zum Spielbeginn länger.

Bei anderen Games wie »Real Racing 3« fällt die Ladezeit ebenfalls länger aus, optisch unterscheidet sich der Titel aber nicht von anderen Smartphones. Kleine Spiele wie »Subway Surfers« und Co. stemmt das Nothing Phone problemlos.

Wenn ihr also nicht gerade ein Handy für anspruchsvolle Games oder leistungshungrigen Videoschnitt sucht, dann sollte euch auch die Leistung des Nothing Phone (3a) genügen. Surfen, Streamen, Soziale Netzwerke und Co. – das alles ist kein Problem für das Handy.

Wichtig: Erweitern lässt sich der Speicher vom Nothing Phone (3a) nicht. Überlegt euch also vor dem Kauf, ob ihr 128 oder 256 Gigabyte benötigt.


Display

Das Nothing Phone (3a) besitzt das gleiche 6,77 Zoll große AMOLED-Display wie das Pro-Modell. Es arbeitet mit bis zu 120 Hertz, bietet schöne Farben und Kontraste und gibt keinerlei Grund zu Kritik.

Das betrifft auch die Auflösung von 1.080 x 2.392 Pixel und Pixeldichte von 387 PPI. Die Inhalte wirken scharf, Pixeltreppen sehe ich mit bloßem Auge nicht.

Hell ist das Display auch: Die manuelle, maximale Helligkeit liegt bei 800 Nits, bei Sonnenschein im Außenbereich erreicht der Bildschirm bis zu 1.300 Nits. Damit ist es problemlos ablesbar, auch wenn die Sonne scheint.

Noch heller wird es bei der Videowiedergabe: Laut Hersteller werden bei HDR-Inhalten bis zu 3.000 Nits erreicht – das geschieht allerdings nur in sehr kleinen Bereichen des Displays.

Bei HDR-Inhalten ist eine höhere Display-Helligkeit für den Gesamt-Dynamikumfang des Bildes grundsätzlich immer besser. Merkt man das im Alltag? Nicht wirklich ... ich bemerke bei Videos zumindest keinen wahrnehmbaren Unterschied zum iPhone 16 mit seiner etwas geringeren Spitzenhelligkeit.

Bei den Bildschirmrändern kann sich das Smartphone mit Top-Modellen messen. Sie sind sehr dünn und vergleichbar mit denen des iPhone 16.

Der Fingerabdrucksensor liegt beim Phone (3a) unter dem Display. Der Sensor arbeitet zuverlässig und hat auch mit leicht schwitzigen oder feuchten Fingern kein Problem. Die Entsperrung erfolgt zügig, wie wir es mittlerweile selbst von preiswerten Geräten wie dem HMD Fusion gewöhnt sind. So blitzschnell wie bei beispielsweise beim Honor Magic7 Pro ist der Sensor des Phone (3a) jedoch nicht.


Akkulaufzeit

Auch in Bezug auf den verbauten Akku gibt es zwischen Phone (3a) und Phone (3a) Pro keinen Unterschied: Das Phone (3a) besitzt ebenfalls einen Lithium-Ionen-Akku mit einer Kapazität von 5.000 Milliamperestunden.

So teste ich die Akkulaufzeit
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Ich verwende die Android-Software »PCMark«, um einen Akkubenchmark durchzuführen und eine Vergleichbarkeit mit anderen Smartphones zu schaffen. Die App erledigt dabei Alltagsaufgaben wie Web-Browsing, Video-Wiedergabe, Textverarbeitung und Bildbearbeitung, bis der vollständig aufgeladene Akku unter 20 Prozent fällt. Am Ende gibt das Programm eine Zeitdauer als Gesamtergebnis aus.

Damit erreicht das Smartphone im Akku-Benchmark von PCMark 18 Stunden und 50 Minuten und hält länger durch als so manches Top-Modell.

Das Nothing Phone (3a) kann es im Akku-Benchmark locker mit Top-Geräten aufnehmen. (Bild: GameStar Tech) Das Nothing Phone (3a) kann es im Akku-Benchmark locker mit Top-Geräten aufnehmen. (Bild: GameStar Tech)

Hinweis zur Akkulaufzeit
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Die Akkulaufzeit hängt in erster Linie von eurer Handynutzung ab. Wer stundenlang TikToks mit maximaler Bildschirmhelligkeit schaut, wird vermutlich jeden Abend an die Steckdose müssen. Bei einer »normalen« Alltagsnutzung sollte das Handy jedoch bis zu zwei Tage durchhalten.

Das Phone (3a) unterstützt eine Schnellladung mit bis zu 50 Watt. Mithilfe eines entsprechenden Ladegerätes ist das Smartphone in knapp einer Stunde vollständig aufgeladen.


Kamera

Das Kamerasystem des Phone (3a) ist im Vergleich zum Phone (3a) Pro fast identisch.

Gemeinsam haben beide Modelle:

  • Hauptkamera (Weitwinkel) mit 50 Megapixel, Blende f/1.88 und optischer Bildstabilisierung.
  • Ultraweitwinkel mit 8 Megapixeln und Blende f/2.2.

Da sich nur die beiden Zoom-Optiken sowie die Frontkamera zwischen den Geräten unterscheiden, beschränke ich mich in diesem Testbericht auf diese. Ihr findet im Test zum Phone (3a) Pro viele Beispielfotos der Hauptkamera sowie des Ultraweitwinkels.

Beim Zoom erreicht das Phone (3a) »nur« einen zweifach optischen Zoom sowie einen vierfachen In-Sensor-Zoom. Mit dreifach und sechsfach liegt das Pro-Modell im direkten Vergleich vorn.

Das bedeutet vor allem, dass ihr mit dem Pro-Modell weiter ins Bild hineinzoomen könnt. Der zweifache Zoom des Phone (3a) entspricht einer 50-Millimeter-Brennweite, der dreifache Zoom des (3a) Pro einer Brennweite von 70 Millimetern.

Der Unterschied wirkt auf dem Papier klein, ist aber im Alltag durchaus groß, wie folgendes Beispiel zeigt:

Nothing Phone (3a) Nothing Phone (3a) Pro Nothing Phone (3a) Nothing Phone (3a) Pro

Der Unterschied fällt auf: Das gleiche Motiv, einmal mit dem Zweifach-Zoom des Phone (3a) und einmal mit dem dreifachen Zoom des Pro-Modells.

Darüber hinaus bietet der Telezoom des Phone (3a) Pro eine optische Bildstabilisierung.

Diese fehlt dem regulären Modell und das ist durchaus ein Nachteil: Gerade im Zoombereich ist es nicht ganz einfach, die Kamera ruhig zu halten. Das gelingt mit einer Bildstabilisierung besser. Im Zweifel kann es so also schneller zu verwackelten Bildern kommen.

Hier sind einige Beispielaufnahmen, die ich mit der Teleoptik des Phone (3a) aufgenommen habe:

Im direkten Vergleich schneidet der Zoom des Phone (3a) etwas schwächer ab als der des Phone (3a) Pro. Das fällt jedoch nicht in allen Aufnahmen auf. Vor allem bei den Krokussen oder auch der Buzz-Lightyear-Figur erreicht das Phone (3a) eine gute Qualität.

Sie fällt aber bei Landschaftsaufnahmen etwas ab. Hier übersättigt die Optik stellenweise und kann vor allem im Hinblick auf Schärfe und Details nicht mit dem Pro-Modell mithalten.

Nothing Phone (3a) Nothing Phone (3a) Pro Nothing Phone (3a) Nothing Phone (3a) Pro

Bei dieser Aufnahme fällt vor allem der Unterschied in der Schärfe bei den Windrädern und Baumwipfeln auf. Dem Pro-Modell gelingt das detailliertere Bild.

Kleine Abstriche gibt es auch bei der Auflösung der Frontkamera. Während das Pro hier 50 Megapixel bietet, liefert das Phone (3a) lediglich 32 Megapixel – die Auflösung allein verrät aber natürlich nichts über die Qualität.

Bei guter Beleuchtung am Fenster Bei suboptimalem Licht im Innenraum Bei guter Beleuchtung am Fenster Bei suboptimalem Licht im Innenraum

Die Qualität der Frontkamera ist zwar nicht spitze, aber ausreichend für Selfies oder Videochats.

Im Vergleich zum Phone (3a) Pro sehe ich kleine Vor- und Nachteile. Bei gutem Licht gelingen auch gute Aufnahmen. Für meinen Geschmack werden sie aber softwareseitig etwas zu stark nachbearbeitet. Meine Haare und mein Bart wirken deutlich dunkler, als es in der Realität der Fall ist.

Bei weniger Licht im Innenraum punktet das Phone (3a) hingegen. Beim Pro-Modell kam es dabei zu einem starken Grünstich. Der findet sich zwar auch beim günstigeren Modell, aber nur minimal.

Fazit zur Kamera

Ultraweitwinkel und Hauptkamera sind genauso gut wie beim Phone 3a (Pro). Es gelingen tagsüber und auch am Abend gute Aufnahmen, die jedoch mitunter etwas zu stark gesättigt sind.

Wie sieht es beim Zoom aus? Die Teleoptik liefert bei Sonnenschein gute Ergebnisse. Teilweise werden die Aufnahmen jedoch leicht übersättigt und es fehlt ihnen mitunter an Schärfe und Details. Das fällt vor allem bei Landschaftsaufnahmen auf.

Eine Dreifach-Kamera in diesem Preisbereich im Übrigen längst kein Standard. Vielen Konkurrenzmodellen fehlt ein Teleobjektiv mit optischem Zoom.

Lautsprecher

Die verbauten Lausprecher dürften im Phone (3a) sowie Pro-Modells identisch sein.

Ich bemerke nämlich die gleiche Auffälligkeit: Der Hersteller hat die Balance der beiden Speaker nicht perfekt getroffen, der untere Lautsprecher ist etwas lauter.

Damit liegt die Bühne im Stereobetrieb nicht exakt in der Mitte, sondern leicht in Richtung der Geräteunterseite. Hier hoffe ich auf ein Software-Update, denn mich persönlich stört das etwas.

Ansonsten sind die Lautsprecher ziemlich laut, sie klingen auf höchster Stufe jedoch etwas kratzig und blechern. Für die Couch in Ordnung, für mehr eher nicht.


Konnektivität

Für seine Preisklasse stellt sich das Phone (3a) gut auf. Was fehlt, ist der neueste WLAN-Standard, zudem gibt es kein schnelles USB-C 3.2.

Die Ausstattung im Überblick:

  • WiFi 6
  • Bluetooth 5.4
  • 5G
  • GPS, GLONASS, BDS, GALILEO, QZSS
  • USB-C 2.0
  • Dual-SIM-fähig

Wichtig: Im Gegensatz zum Phone (3a) Pro bietet das Phone (3a) keinen Support für die eSIM. Wenn ihr also unbedingt eine digitale SIM-Karte nutzen wollt oder müsst, dann geht das nur mit der Pro-Version.

Allerdings muss man an dieser Stelle fairerweise erwähnen, dass eSIM-Support in dieser Preisklasse aktuell auch kein Standard ist. Das Phone (3a) bildet hier also keine Ausnahme.


Betriebssystem und Updates

Das Phone (3a) erhält sechs Jahre lang Sicherheits-Patches sowie drei große Android-Updates. In diesem Preissegment empfinde ich das als angemessen, auch wenn beispielsweise Samsung sogar sechs OS-Updates für seine günstigen Galaxy A-Geräte bereitstellt.

Ausgeliefert wird das Phone (3a) mit Android 15 sowie der herstellereigenen Oberfläche Nothing OS 3.1. Sie orientiert sich stark an Stock Android – dies ist die unveränderte, von Google bereitgestellte Version des Android-Betriebssystems ohne herstellerspezifische Anpassungen oder vorinstallierte Drittanbieter-Apps.

Ein seltenes Gut: Es gibt keine Bloatware. Lediglich die üblichen Google- sowie Hersteller-Apps sind vorinstalliert.

Typisch für Nothing ist natürlich das bekannte Glyph-Interface mit leuchtenden LEDs auf der Rückseite. Das hat auch das Phone (3a). Wir hatten das Feature unter anderem im Testbericht zum Nothing Phone (2) ausführlich »beleuchtet«

Die Dioden lassen sich im System umfangreich anpassen und können so beispielsweise für Timer, Anrufe bestimmter Kontakte und vieles mehr genutzt werden.


Essential Space

Nothing bewirbt die Phone (3a)-Reihe vor allem mit dem »Essential Space«. Den neuen KI-Bereich hatte ich im Testbericht zum Phone (3a) Pro genauer beschrieben, daher halte ich mich an dieser Stelle kurz.

Ihr sammelt in der App Essential Space Ideen und Erinnerungen. Mit dem Betätigen der neuen Seitentaste wird ein Screenshot erstellt, dem ihr Notizen oder Sprachaufnahmen hinzufügen könnt.

Die Künstliche Intelligenz transkribiert diese und fasst sie zusammen. Das Ganze wird im Anschluss als kleine digitale Karte im Essential Space abgelegt.

Derzeit sind die Möglichkeiten des Essential Space noch recht beschränkt. Bleibt abzuwarten, was Nothing daraus in Zukunft macht. (Bild: GameStar Tech) Derzeit sind die Möglichkeiten des Essential Space noch recht beschränkt. Bleibt abzuwarten, was Nothing daraus in Zukunft macht. (Bild: GameStar Tech)

Aktuell befindet sich das Feature noch in der Entwicklung. Der Mehrwert hält sich aus meiner Sicht noch in Grenzen. Spannend ist vielmehr, was der Hersteller künftig für Funktionen hinzufügt.


Solltet ihr euch das Nothing Phone (3a) kaufen?

Das Nothing Phone (3a) lohnt sich für euch, wenn…

  • ... ihr ein günstiges Smartphone mit einzigartigem Design, langer Akkulaufzeit und solider Leistung sucht.
  • ... ihr ein Handy mit einer guten Schnappschusskamera sucht, das viele Jahre mit Sicherheitspatches versorgt wird.

Mögliche Alternativen zum Nothing Phone (3a)

Samsung Galaxy A26 5G: Das A26 ist ganz frisch von Samsung angekündigt worden. Es kostet 299 Euro in der Variante mit sechs Gigabyte Arbeits- sowie 128 Gigabyte Gerätespeicher. Die höhere Ausstattungsvariante bringt acht Gigabyte RAM und 256 Gigabyte Speicher. Arbeitsspeicherseitig ist es dem teureren Phone (3a) also unterlegen, zudem ist keine Telezoom-Kamera an Bord. Dafür gibt es sechs Jahre Sicherheits- und OS-Updates, einen IP67-Schutz und einen erweiterbaren Speicher.

Poco X7 Pro: IP68-Schutz, ein helles AMOLED-Display (1.400 Nits / 3.200 Nits in der Spitze) sowie ein etwas schnellerer Prozessor sprechen für das Poco X7 Pro. Mit zwölf Gigabyte Arbeits- sowie 256 Gigabyte Gerätespeicher kostet es rund 325 Euro. Auch diesem Smartphone fehlt der Telezoom, zudem fällt der Update-Support mit voraussichtlich drei OS- und vier Jahren Sicherheits-Updates etwas kürzer aus.

Nothing Phone (3a) Pro: Wenn ihr einen etwas besseren Telezoom sowie eSIM-Support sucht, dann sei euch das Pro-Modell für 459 Euro ebenfalls empfohlen. Es bietet davon abgesehen die gleichen Vor- und Nachteile wie das günstigere Phone (3a).

Nothing liefert mit dem Phone (3a) aus meiner Sicht ein attraktives Gesamtpaket. Wer ein stylisches Handy mit langer Akkulaufzeit, tollem Display und langem Sicherheits-Update-Support sucht, kann mit dem Phone (3a) nicht viel falsch machen.

Auch im Vergleich mit anderen Herstellern ist das Smartphone ein Preis-Leistungs-Tipp in der unteren Mittelklasse.

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