Nothing Phone 4a vs. Phone 4b: Es gibt nur eine richtige Entscheidung

Mit dem Phone 4b hat Nothing ein neues Einstiegsmodell vorgestellt, das preislich jedoch nur 20 Euro unter dem Phone 4a liegt. Aus meiner Sicht ist die Kaufentscheidung sehr einfach.

Nothing Phone 4a oder 4b kaufen? Ich meine: Die Wahl ist ganz einfach. (Bildquelle: GameStar Tech Nothing) Nothing Phone 4a oder 4b kaufen? Ich meine: Die Wahl ist ganz einfach. (Bildquelle: GameStar Tech / Nothing)

Im März 2026 hat Nothing seine Mittelklasse aufgefrischt. Mit dem Phone 4a und Phone 4a Pro hat der englische Hersteller gegenüber den Vorgängern einiges verbessert – allerdings sind auch die Preise angestiegen. Die Basiskonfiguration kostet je nach Modell 349 beziehungsweise 529 Euro.

Mit dem Phone 4b kommt jetzt ein weiteres Budget-Modell, das für 329 Euro in den Handel startet. In Deutschland ist es über den Onlineshop des Herstellers sowie ausgewählte Händler erhältlich.

Vor allem bei dem geringen Preisunterschied zwischen Phone 4a und Phone 4b stellt sich für Kaufinteressenten die Frage, welches nun die bessere Wahl ist – und die Antwort darauf ist ziemlich einfach. Ich zeige euch nachfolgend die wichtigsten Unterschiede.

Technische Daten im Vergleich
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SpezifikationNothing Phone 4aNothing Phone 4b
Display6,78" AMOLED, 1,5K (1.224 × 2.720), 120 Hz, bis 4.500 Nits Peak, ~440 ppi6,77" AMOLED, FHD+ (1.224 × 2.720), 120 Hz, bis 2.000 Nits Peak, ~381 ppi
ProzessorSnapdragon 7s Gen 4 (4 nm)Snapdragon 6 Gen 4 (4 nm)
RAM / Speicher8 GB / 12 GB RAM, 128 / 256 GB, UFS 3.18 GB RAM, 128 GB, UFS 2.2
Hauptkamera50 MP, f/1.9, 1/1,57", OIS50 MP, f/1.8, Sony LYT-710, 1/2,76", OIS
Telekamera50 MP Periskop, f/2.9, 3,5× optischer Zoom + In-Sensor-Zoomkein Telezoom
Ultraweitwinkel8 MP, f/2.28 MP, f/2.2
Frontkamera32 MP, f/2.216 MP, f/2.4
Akku5.080 mAh6.000 mAh
Laden50 W kabelgebunden, 7,5 W Reverse Wired, kein Wireless Charging33 W kabelgebunden, Reverse Wired, kein Wireless Charging
GehäuseDisplay (Gorilla Glass 7i), Kunststoffrahmen, GlasrückseiteDisplay (Dragontail Pro Glass), Kunststoffrahmen, Kunststoffrückseite
SchutzartIP64, kurzzeitige Tauchgänge bis 25 cm möglichIP64, kurzzeitige Tauchgänge bis 25 cm möglich
Konnektivität5G, Wi‑Fi 6, Bluetooth 5.4, NFC, kein eSIM5G, Wi‑Fi 6, Bluetooth 6.0, NFC, kein eSIM
Updates3 OS-Updates, 6 Jahre Security3 OS-Updates, 6 Jahre Security
Preis (UVP)ab 349 Euroab 329 Euro

Design und Verarbeitung: unterschiedliche Materialien

Optisch sind beide Geräte direkt als Nothing Phone erkennbar, allerdings besitzt nur das Phone 4a die typische transparente Rückseite. Das Phone 4b ist dagegen einfarbig und erinnert damit ein wenig an das CMF Phone 2 Pro.

Beim Phone 4a setzt Nothing auf einen Kunststoffrahmen, eine Glasrückseite und Gorilla Glass 7i beim Display. Beim 4b gibt es neben dem Kunststoffrahmen auch eine Kunststoffrückseite. Das Frontglas wird hier durch Dragontail Pro Glass – vergleichbar resistent, aber vermutlich etwas günstiger ohne die Corning-Lizenz.

Beide Geräte sind nach IP64 zertifiziert und damit gegen Staub sowie Spritzwasser geschützt. Außerdem sind die Handys laut Nothing »getestet für Wassereinwirkung bis zu 25 cm Tiefe für bis zu 20 Minuten«.

Auch wenn beide Geräte damit recht ähnlich sind, geht der Punkt an das Nothing 4a Pro – zumindest wenn es um die Wahl der hochwertigen Materialien geht.


Video starten 11:30 Nothing Phone 4a: Die neue Mittelklasse ist da und macht einiges besser als der Vorgänger


Display: 4a mit mehr Schärfe und höherer Helligkeit

Das Nothing Phone 4a bringt ein 6,78-Zoll-OLED mit 1,5K-Auflösung (1.224 × 2.720 Pixel) und 120 Hertz mit. Die Bildschärfe liegt bei rund 440 ppi (pixel per inch / Pixel pro Zoll), die Helligkeit mit bis zu 1.600 Nits vollflächig und 4.500 Nits lokalem Peak sehr hoch. Der Bildschirm ist problemlos bei praller Sonne ablesbar und knackscharf.

Das Phone 4b ist auf dem Papier nur minimal kleiner (6,77 Zoll), löst aber »nur« in FHD+ auf (1.080 x 2.344 Pixel) und kommt auf rund 381 ppi. Die Helligkeit liegt spürbar unter der des Phone 4a (1.200 Nits bei Sonnenschein, 2.000 Nits bei HDR-Videos).

Auch hier gewinnt das Phone 4a: Wenn euch ein helles und sehr scharfes OLED wichtig ist, ist das Phone 4a klar im Vorteil. Das 4b liefert zwar ein ordentliches AMOLED, aber mit weniger Reserven bei Helligkeit und Schärfe.

Leistung: Schnellerer Chip und Speicher im 4a

Im Phone 4a arbeitet Qualcomms Snapdragon 7s Gen 4, ein aktueller Mittelklasse-Chip, der ordentliche Alltags- und Gaming-Performance liefert. Dazu kommt ein recht flotter UFS-3.1-Speicher und je nach Variante 8 oder 12 GB RAM.

App-Starts, Installationen und Multitasking laufen flüssig, Alltagsaufgaben wie Surfen, Streaming und Spiele sind kein Problem, sofern sie nicht extrem hardwarehungrig sind.

Das 4b setzt auf den Snapdragon 6 Gen 4, eine Stufe darunter: weniger CPU- und GPU-Leistung, und dazu maximal 8 GB RAM sowie UFS-2.2-Speicher.

Die Leistungsunterschiede dürften bei einfachen Aufgaben nicht auffallen. Allerdings seid ihr mit dem Phone 4a einfach besser für die kommenden Jahre gerüstet, da es mehr Leistungsreserven besitzt.

Wieder ein Punkt für das Phone 4a.

Kamera: Flexibles Triple-System vs. abgespeckte Dual-Kamera

Beim Phone 4a ist die Kamera für die Preisklasse ein klares Highlight:

  • 50-MP-Hauptkamera mit 1/1,57"-Sensor, OIS
  • 50-MP-Periskop-Tele mit 3,5-fachem optischem Zoom und In-Sensor-Zoom
  • 8-MP-Ultraweitwinkel

In meinem Test lieferte die Hauptkamera tagsüber scharfe, detailreiche und farbenfrohe Fotos mit viel Dynamik. Vor allem die Telekamera ist in dem Preissegment nicht selbstverständlich und geben euch mehr Flexibilität beim Fotografieren.

Hier sind einige Beispielbilder der Kamera:

Das Phone 4b ist hier deutlich einfacher ausgestattet:

  • 50-MP-Hauptkamera (Sony LYT‑710, kleinerer 1/2,76"-Sensor, f/1.8, OIS)
  • 8-MP-Ultraweitwinkel, kein Telezoom

Damit fehlt euch beim 4b nicht nur der optische Telezoom, sondern der Hauptsensor ist auch kleiner. Das bedeutet weniger Lichtaufnahme und generell weniger Reserven bei schwierigen Lichtverhältnissen.

Die Frontkamera ist mit 16 Megapixeln außerdem niedriger aufgelöst als die 32-Megapixel-Frontkamera des 4a.

Wenn ihr gerne fotografiert, ist das Phone 4a damit in einer ganz anderen Liga: mehr Brennweite, größerer Hauptsensor und die bessere Selfie-Kamera.

Akku und Laden: 4b mit mehr Kapazität, 4a mit schnellerem Laden

Beim Akku dreht das Nothing Phone 4b den Spieß um: Es bringt einen 6.000-Milliamperestunden-Akku mit, während das Phone 4a auf 5.080 Milliamperestunden kommt.

In meinem PCMark-Akku-Benchmark schneidet das 4a mit 21:16 Stunden allerdings schon sehr stark ab – das reicht bei normaler Nutzung problemlos für ein bis zwei Tage, je nach Einsatzzweck.

Das 4b dürfte durch die größere Kapazität noch etwas länger durchhalten, zumal der Snapdragon 6 Gen 4 auf Effizienz optimiert ist. Gleichzeitig ist das Display weniger hell und löst niedriger auf, was ebenfalls zur Laufzeit beiträgt.

Wer maximale Laufzeit will, wird aus dem Phone 4b also womöglich noch mehr herausholen, wenn es softwareseitig ebenso gut optimiert ist, wie das Phone 4a (davon ist aber auszugehen).

Einen deutlichen Unterschied gibt es beim Laden:

  • Phone 4a: 50 Watt kabelgebunden
  • Phone 4b: 33 W kabelgebunden

Das Phone 4a ist damit schneller wieder aufgeladen als das 4b. Wireless Charging gibt es bei beiden Geräten nicht, in der Mittelklasse ist die Technik noch sehr selten.

Nothing Phone 4a
Nothing Phone 4a
Das günstigere Phone 4a setzt auf den klassischen Nothing-Look mit neuer Glyph Bar. Es bietet ein gutes Kamerasystem, eine lange Akkulaufzeit und genug Leistung für einfache Aufgaben.
Nothing Phone 4a Pro
Nothing Phone 4a Pro
Das Pro-Modell punktet mit langer Akkulaufzeit, OLED-Display (144 Hertz), Aluminium-Gehäuse und das neue Glyph-Matrix-Display.

Software und Konnektivität

Beide Smartphones laufen mit Nothing OS auf Basis von Android 16 und sollen drei große Android-Updates sowie sechs Jahre Sicherheits-Patches erhalten.

Bei der Konnektivität sind die Geräte ähnlich aufgestellt: 5G, Wi‑Fi 6, Bluetooth (5.4 beim 4a, 6.0 beim 4b), NFC, Dual-SIM – aber keine eSIM.

Das heißt: Im Alltag gibt es hier keinen echten Vorteil für eines der Modelle, das Thema Updates und Konnektivität ist im Wesentlichen identisch bis auf die Bluetooth-Version.

Preis und Empfehlung

Das Nothing Phone 4a kostet in der Basiskonfiguration mit 8 Gigabyte Arbeitsspeicher 349 Euro. Das neue Phone 4b liegt mit 329 Euro nur 20 Euro darunter. Im Hinblick auf die technischen Unterschiede ist das fast schon absurd gering.

Greift zum Nothing Phone 4a, wenn …

  • ihr ein helles, scharfes OLED-Display wollt, das auch in der Sonne sehr gut ablesbar bleibt.
  • euch eine flexible Kamera mit Periskop-Tele und größerem Hauptsensor wichtig ist.
  • ihr das Smartphone mit der besseren Performance wollt.
  • ihr hochwertige Materialien wie die Glasrückseite schätzt.

Greift zum Nothing Phone 4b, wenn …

  • euch der leicht größere Akku wichtig ist.
  • ihr unbedingt 20 Euro beim Kauf sparen wollt / müsst.

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Fazit

Meine Empfehlung fällt eindeutig aus: Für euch ist das Nothing Phone 4a die klar bessere Wahl. Für einen Aufpreis von gerade einmal 20 Euro bekommt ihr ein helleres und schärferes Display, eine vielseitige und bessere Kamera, schnelleren Speicher und mehr Leistungsreserven.

Das Nothing Phone 4b ist kein schlechtes Gerät: größerer Akku, solide Alltagsperformance und die saubere Nothing-Oberfläche machen es zu einem brauchbaren Budgetmodell.

Aber: Angesichts der minimalen Preisdifferenz wäre es aus meiner Sicht schlicht unklug, zum 4b zu greifen – selbst wenn ihr nicht jede einzelne Zusatzfunktion nutzt, bekommt ihr mit dem Phone 4a das klar bessere Gesamtpaket für einen sehr kleinen Aufpreis.


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