Nach Aufschrei im März: Nvidia verrät Details zu neuer Grafik-Technologie, adressiert dabei die größte Kritik

Nvidia hat auf einer Keynote mehr Details zu DLSS 5 verraten.

Bei der ersten Präsentation von DLSS 5 sorgten solche Bilder für Kritik. (Bild: Nvidia) Bei der ersten Präsentation von DLSS 5 sorgten solche Bilder für Kritik. (Bild: Nvidia)

Auf der Computergrafik- und Technologiekonferenz SIGGRAPH 2026 in Los Angeles hat Nvidia eine große Keynote abgehalten und dabei auch neue Details zu DLSS 5 verraten.

Die erste Enthüllung der Technologie im März 2026 hatte eine Welle der Kritik von Spielern und Entwicklern ausgelöst. Dieses Mal ging Nvidia die Sache deutlich vorsichtiger an.

Neue Details zu DLSS 5, aber viele Infos fehlen

Edward Liu, der »Director of Applied Deep Learning Research« bei Nvidia, hatte schon vorab versprochen, dass es für ein Spiel mehr braucht als ein »schönes Bild« und man mit DLSS 5 nicht vorhabe, die kreativen Visionen von Entwicklern und Künstlern einfach durch einen »KI-Filter« zu ersetzen.

Bei der Keynote auf der SIGGRAPH 2026 ging es dann überraschend wenig um DLSS 5, das ja schon im Herbst 2026 offiziell erscheinen soll. Liu präsentierte, wie Neural Rendering, also das Rendern von Grafiken mithilfe von KI, funktioniert und durch 3D-Daten gesteuert wird.

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Nvidia habe dabei drei große Probleme gelöst, an denen KI-Grafik bisher in der Regel gescheitert ist:

  • Künstlerische Leitung: Die KI soll nicht einfach irgendetwas erzeugen, sondern genau das, was sich die Designer und Künstler vorgestellt haben.
  • Stabilität: Wenn sich die Kamera in einem Spiel oder einer Animation bewegt, darf das Bild nicht unruhig flackern, sondern muss von einem Frame zum nächsten absolut stabil bleiben.
  • Hohe Auflösung: Die Berechnung muss so schnell gehen, dass das Bild in gestochen scharfer 4K-Auflösung flüssig gerendert werden kann.

Zusätzlich stellt Liu klar:

»Die Kontrolle über die künstlerische Ausrichtung ist für uns eine äußerst spannende Forschungsrichtung [...] Die Simulation definiert die Welt, die Generierung bereichert deren Aussehen und Künstler leiten das Ergebnis. KI erweitert die Grafik auf dieselbe Weise, wie es programmierbare Shader und Raytracing zuvor getan haben.«

Damit zeigt, dass Nvidia die Kritik an DLSS 5 durchaus wahrgenommen hat und zumindest nach außen hin ernst nimmt. Bei der ersten Präsentation hatte sich Nvidia darauf fokussiert, Szenen aus beliebten Spielen mit DLSS 5 zu überarbeiten. Die Eingriffe gingen aber vielen zu weit und die Ergebnisse erinnerten sehr an »KI-Slop«.


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Keine neuen Informationen gab es allerdings zur Verfügbarkeit und den technischen Voraussetzungen. Im März waren noch zwei RTX 5090 gleichzeitig vonnöten, um DLSS 5 überhaupt nutzen zu können. So ein Setup kann aber nicht der Standard sein.

Eigentlich zeichnet sich DLSS ja nicht zuletzt dadurch aus, dass durch die Technologie auch schwächere Hardware bessere Ergebnisse erzielt.


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