Nvidia RTX 3000: Bild eines High-End-Chips lässt auf Größe schließen

Die neuen Nvidia-Ampere-Grafikkarten sollen bald erscheinen. Wie groß der Chip im Vergleich zum Vorgänger Turing ausfällt, verrät ein im Netz aufgetauchtes Bild.

von Alexander Köpf,
26.08.2020 09:19 Uhr

Der Vollausbau von Nvidias Ampere-Chip für die RTX-3000-Reihe soll kleiner ausfallen als sein Vorgänger für die RTX-2000-Reihe. (Bildquelle: Pixabay) Der Vollausbau von Nvidias Ampere-Chip für die RTX-3000-Reihe soll kleiner ausfallen als sein Vorgänger für die RTX-2000-Reihe. (Bildquelle: Pixabay)

Im Netz ist das Bild eines Nvidia-Chips der kommenden Grafikkarten-Generation Ampere aufgetaucht. Um genau zu sein soll es sich um den GA102-300 handeln.

Er dürfte eine der drei High-End-Grafikkarten Geforce RTX 3080, RTX 3090 (RTX 3080 Ti) oder Titan RTX Ampere bestücken. Wie die Nomenklatur am Ende wirklich aussieht, ist derzeit noch unklar.

Was verrät das Bild? Ausgehend davon, dass das gesamte Package, also der komplette Grafikbeschleuniger samt Platine und Die den Abmessungen des Vorgänger-Chips Turing TU102 (Titan RTX und RTX 2080 Ti) entspricht, kann anhand des Bildes die Größe des GA102 ermittelt werden. Das ermöglicht wiederum einen direkten Größenvergleich des neuen und des alten Chips.

Frühere Leaks scheinen bestätigt

Der bekannte Hardware-Leaker @_rogame hat dazu die Bilder der beiden Grafikeinheiten übereinander gelegt und kommt so für Ampere auf eine Chipfläche von 628 mm².

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Das Ergebnis deckt sich mit einem früheren Leak von Twitter-Nutzer und Hardware-Experte @KatCorgi. Anfang Juli hatte dieser 627 mm² für den GA102 vorhergesagt.

Ein weiterer Experte, @kopite7kimi, hatte dies umgehend bestätigt und sogar noch etwas präzisiert: 627,12 mm² sollen es sein.

Kleiner als TU102

Sollten sich die Angaben bewahrheiten, fällt der GA102 etwas kleiner aus als der Vorgänger TU102, der 754 mm² misst. Dennoch sollen auf dem GA102 deutlich mehr der für die Leistung sehr wichtigen Rechenkerne untergebracht sein als auf dem TU102.

Für den GA102 werden im Vollausbau 5.376 Shader angenommen, das entspricht 84 Streaming-Multiprozessoren - bei dem TU102 sind es 4.608 respektive 72 SMs.

Mehr Rechenkerne trotz kleinerer Fläche?

Derzeit bekannt ist, dass Nvidia die Ampere-Grafikkarten der Geforce-Reihe entweder in einem 7-nm- bei TSMC oder einem 8-nm-Verfahren bei Samsung fertigen lässt.

Beide Technologieknoten (Nodes) sind in der Lage, deutlich mehr Transistoren pro Chipfläche unterzubringen als das für Turing verwendete 12-nm-Verfahren. Bei 12nm handelt es sich außerdem nur um eine sogenannte »Half-Node« beziehungsweise um eine Weiterentwicklung des 16-nm-Verfahrens.

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