Das Jahr 2025 endet wohl mit einem allerletzten Schlag in die Magengrube für alle, die in den nächsten Monaten eine GPU kaufen wollten. Wie das koreanische Portal Newsis unter Berufung auf Industriequellen berichtet, sollen sowohl AMD als auch Nvidia bei ihren Grafikkarten eine größere Preiserhöhung für das erste Quartal 2026 vorbereiten.
Der Grund liegt in der omnipräsenten Speicherkrise: Aufgrund von explodierender KI-Nachfrage können DRAM-Hersteller nicht mehr hinterher – die Folge spüren wir seit Monaten mit Preisanstiegen in PC-Komponenten als auch fertigen Geräten wie Notebooks oder Handys.
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Die RTX 5090 wird zum Luxusgut
Grundsätzlich soll es AMD-Karten zuerst erwischen: Laut dem Newsis-Bericht werden Radeon-Grafikkarten schon im Januar 2026 die Zügel im Kontext des Preises anziehen. Damit dürfte lediglich die erste Welle an AMD-Preiserhöhungen gemeint sein, die seit Anfang Dezember in Leaks zirkuliert – im Laufe des Jahres müssen wir damit rechnen, dass die Entwicklung weiter scharf nach oben zeigt.
Etwas später soll die Geforce-Konkurrenz mit derselben Entwicklung nachrücken. Im Februar 2026 sei laut dem Bericht damit zu rechnen, dass die Preise der RTX 50-Serie durch die Bank weg ansteigen werden.
Richtig hart wird es dem Bericht zufolge bei der Nvidia Geforce RTX 5090, dem aktuellen Flaggschiff der Blackwell-Generation. Die Industriequellen nennen hier einen Anstieg auf bis zu 5.000 US-Dollar für eine einzelne Grafikkarte.
Zur Erinnerung: Die RTX 5090 erschien vor rund einem Jahr für 2.000 US-Dollar, womit die Nvidia-GPU mal eben um 250 Prozent nach oben schießen würde.
- Ein Brancheninsider erklärt hierzu, dass die Fertigungskosten von GPUs in den vergangenen Monaten allein durch den Speicherteil um 80 Prozent angestiegen ist.
- Da die RTX 5090 insgesamt 16 Speichermodule zu jeweils 2 GByte verbaut, ist diese auch am anfälligsten für die riesigen Preisexplosionen.
RTX 5070/5060 Ti: Wird weiter produziert, aber …
Zeitgleich laufen Berichte erneut heiß, wonach Nvidia die Produktion der RTX 5060 Ti mit 16 GByte Videospeicher sowie der RTX 5070 reduzieren wird.
Laut wccftech soll das aber nicht ganz der Wahrheit versprechen. Die Realität sieht demzufolge etwas anders aus: Sowohl die Chipproduktion als auch das Angebot an sich ist auf stabilem Niveau, doch dieses wird primär in China von »individuellen KI-Fabriken« aufgekauft. Der asiatische Markt würde viele der Konsumenten-GPUs schlicht für an KI angrenzende Gebiete umfunktionieren.
Für den »Otto-Normal-Gamer« läuft das allerdings auf die gleiche Konsequenz hinaus: Auch die nominelle Mittelklasse dürfte in 2026 schwer oder nur zu erhöhten Preisen zu bekommen sein.
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