PCs, wie ich sie kenne und liebe, könnten bald wirklich der Vergangenheit angehören, doch eine große Chance sehe ich darin

Seitdem ich auf dem PC spiele, liebe ich es, neuen Grafikkarten entgegenzufiebern und meinen eigenen Rechner zu bauen. Aber wie lange geht das noch?

Was spricht für RTX Spark, was dagegen? Tech-Autor Nils äußert seine sponante Meinung zu der neuen Nvidia-Plattform. Was spricht für RTX Spark, was dagegen? Tech-Autor Nils äußert seine sponante Meinung zu der neuen Nvidia-Plattform.

Es ist längst klar, dass das Gaming für Nvidia mit Blick auf die Umsätze nur noch eine sehr untergeordnete Rolle spielt. Doch die jüngst abgehaltene Keynote von Jensen Huang im Rahmen der Computex 2026 hat mit RTX Spark in meinen Augen endgültig gezeigt, dass PC-Spielern neue Zeiten bevorstehen.

Das sage ich nicht, weil Nvidia gemeinsam mit Microsoft und seinen anderen Partnern wie den ARM-CPU-Experten bei Mediatek von einer Neuerfindung des PCs spricht.

Ich sage es, weil die (KI-)Zeichen meiner Meinung nach auch unabhängig davon klar auf eine neue Ära hindeuten – und in dieser Ära nehmen die von mir geliebten Selbstbau-PCs für Spiele möglicherweise keinen großen Platz mehr ein.

Video starten 1:46 Klassische PCs waren gestern: Nvidia will das Rechner-Rad zusammen mit Microsoft neu erfinden dank RTX Spark

Der Alles aus einer Hand-Ansatz

In unserem vollgepackten Alltag ist es oft hilfreich, für Probleme schnell Lösungen zu finden, ohne sich mit zu vielen Details auseinandersetzen zu müssen. Das dürfte auch der Grund dafür sein, dass sich KI-Tools wie ChatGPT oftmals so großer Beliebtheit erfreuen.

RTX Spark soll zusammen mit Windows on ARM genau so eine All-in-One-Lösung bieten, einerseits in Sachen Hardware, andererseits mit Blick auf die Software:

  • Hardware: Genug Leistung für alle Fälle – seien es Videobearbeitung, lokale KI-Tools oder Spiele – gibt es mit Nvidias neuer Consumer-Plattform RTX Spark in einem kompletten Paket aus CPU, GPU und Speicher mit jeder Menge Rechen-Power.
  • Software: Die nötigen Programme und Tools bietet Windows on ARM, sei es durch Microsofts eigene KI-Anwendungen oder durch die Software anderer Hersteller, die notfalls mit dem Prism-Emulator unter der ARM-Architektur lauffähig gemacht wird.

Statt sich mit der Zusammenstellung eines PCs auseinanderzusetzen, nimmt man einfach eines der kommenden RTX-Spark-Angebote und kann sich (vermeintlich) sicher sein, jede Menge Leistung für praktische KI-Anwendungen und mehr zu bekommen, so der Grundgedanke dahinter.

XMG Fusion 16 GameStar-Notebook Max 5070
XMG Fusion 16 GameStar-Notebook Max 5070
CPU: Core Ultra 9 275HX (8x bis zu 5,4 GHz + 16 E-Cores)
GPU: Nvidia GeForce RTX 5070 Laptop 8 GB
Display: 16.0'' IPS, 2560x1600 px, 300 Hz
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SSD: 1.000 GB SSD
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Die große Chance, die ich sehe

So wenig mich persönlich Komplett-PCs dieser Art bislang angesprochen haben, so hellhörig werde ich bei einem wichtigen Aspekt von RTX Spark: der Effizienz.

Wenn sowohl die Hardware als auch die Software dank ARM-Architektur besonders stromsparend zu Werke gehen kann, dann begrüße ich das sehr. Schließlich bedeutet das nicht nur einen geringeren Energieverbrauch, sondern auch einen potenziell leiseren und/oder kompakteren PC.

Der Stromhunger von KI frisst uns ohnehin schon mehr und mehr die Haare vom Kopf, und Windows mit x86-Hardware zählte in meinen Augen noch nie zu den Effizienzwundern.

Wenn jemand die Chance hat, die vielversprechende x86-Alternative ARM in Notebooks und Desktop-PCs so richtig voranzutreiben, dann Nvidia.

Der saure Apfel, in den wir beißen müssen

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Was die Kehrseite des Ganzen ist, zeigt der aktuelle Top-Beitrag im Reddit-Forum für PC-Enthusiasten deutlich: Gaming-Grafikkarten rücken mehr und mehr in den Hintergrund.

Ich würde jedoch nicht so weit gehen wie einer der weiteren Reddit-Beiträge zu dem Thema, in dem gar befürchtet wird, dass es keine RTX-6000-Reihe geben wird.

Solange sich Gaming-Grafikkarten gut genug verkaufen und es nicht zu viel Aufwand ist, sie als Nebenprodukt von den KI-Chips abfallen zu lassen, dürfte Nvidia sie weiter auf den Markt bringen. Schließlich ist das Gaming grundsätzlich immer noch ein großes Geschäft.

Aber klar, der Fokus liegt woanders, und das gilt gleichermaßen für AMD und Intel.


Passend zum Thema ARM:


Vielleicht muss ich mich deshalb doch irgendwann damit anfreunden, nicht auf einem selbst zusammengestellten und aufgebauten Mini-ITX-PC zu spielen, sondern auf einem Komplettsystem alá RTX Spark.

Doch solange ich am Ende immer noch Spaß am Spielen und genug Hardware-Auswahl zu angemessenen Preisen habe, könnte ich durchaus damit leben. Erst recht, wenn das System schön effizient und leise zu Werke geht.

Lasst mich gerne in den Kommentaren wissen, wie ihr über RTX Spark und die Zukunft des PC-Gamings denkt!

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