Es heißt immer, Aufbaustrategie und Wirtschaftssimulation seien ein europäisches Phänomen. Sagen wir das stimmt, dann wundert es einen doch, warum diese Spiele fast alle in den immer selben Settings verankert sind: Eine cleane SimCity-Welt, typische Fantasy oder ein mitteleuropäisches Mittelalter.
Dabei ist Europa groß und die Geschichte reich. Wie wäre es denn mal mit Südeuropa? Oder vielleicht die Alpen? Ein muslimisch-andalusischer Kontext? Für Spieler, die genau wie wir auch mal etwas anderes sehen wollen, haben wir uns daher Ostriv angesehen, eine Aufbausimulation in einem ukrainischen Setting im 18. Jahrhundert, das ein wenig an Banished erinnert.
Auf Steam kommt das Aufbauspiel bereits ziemlich gut an. 90 Prozent der über 1.500 User-Reviews fallen positiv aus. Unser Early-Access-Test zeigt, woran das liegt, und was dem Ein-Mann-Projekt noch bevorsteht.
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Der Autor
Reiner Hauser hat nichts gegen unfertige Spiele, was bewiesen ist, seit er vor Jahren voller Begeisterung und mit sehr viel Geduld Gothic 3 bei Release gespielt hat. Daher testet er für die GameStar regelmäßig Early-Access-Titel wie zuletzt Dyson Sphere Program. Denn wenn ein Spiel Potenzial hat und den Eindruck macht, dieses früher oder später umsetzen zu können, dann ist Reiner an Bord.
Leben ist harte Arbeit
In Ostriv startet ihr bei null, mit einer kleinen Siedlergruppe in ein paar lausigen Zelten und einigen Vorräten. Ihr sucht euch auf einer der aktuell fünf Karten einen Fleck Erde und baut zuerst einmal eine Holzfällerhütte mit integriertem Sägewerk. Eure Einwohner holen dazu die nötigen Materialien wie Nägel und Bretter aus dem Lager und errichten dann in schönen, detailreichen Schritten das Gebäude.
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