Panasonic prophezeit die nächste Produktkategorie, die der Hardware-Knappheit zum Opfer fällt und will deshalb drei mal so viel davon produzieren

Panasonic sieht Engpässe bei Batterien für Rechenzentren auf Unternehmen und Verbraucher zukommen.

Der Aufbau und die Erweiterung von KI-Rechenzentren könnte eine Knappheit bei Batteriesystemen verursachen.
(Bildquelle: Sepia100, Adobe Stock) Der Aufbau und die Erweiterung von KI-Rechenzentren könnte eine Knappheit bei Batteriesystemen verursachen. (Bildquelle: Sepia100, Adobe Stock)

Während die Tech-Welt weiterhin mit den massiven Nachwirkungen der Speicher-Krise und Lieferengpässen bei RAM-Modulen sowie Grafikkarten kämpft, kündigt sich bereits das nächste Nadelöhr für die globale digitale Infrastruktur an.

Panasonic reagiert nun auf eine rasant steigende Nachfrage nach Batteriesystemen, die vor allem durch den KI-Boom angetrieben wird. Bis zum Jahr 2029 möchte Panasonic die Produktion von Energiespeichersystemen in Japan verdreifachen.

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KI-Rechenzentren sind auf Batterien angewiesen

Dass KI-Rechenzentren neben einer bedeutenden Anzahl von Hardware-Komponenten auch viel Elektrizität benötigen, ist allseits bekannt. Mit Batterien versuchen die Betreiber, Veränderungen bei der Leistung und der Spannung auszugleichen, um eine stabile und zuverlässige Stromversorgung zu gewährleisten.

Panasonic hält nach eigenen Angaben bereits einen Marktanteil von etwa 80 Prozent  bei dezentralen Stromversorgungssystemen für Rechenzentren. Bis 2029 möchte der Hersteller die Kapazitäten in den japanischen Produktionsanlagen verdreifachen und so einen Erlös von rund 800 Billionen Yen (ca. 4,37 Milliarden Euro) erzielen.

Mehr als 80 Prozent der geplanten Kapazitäten seien bereits für Kunden reserviert, so Panasonic. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass nur noch 20 Prozent zur Verfügung stehen, sofern der japanische Hersteller die Produktion tatsächlich in den nächsten Jahren nach Vorgaben deutlich anheben kann.

Zudem plant Panasonic neue Backup-Einheiten mit Superkondensatoren ab dem Jahr 2027 herzustellen. Diese sollen mehr Energie speichern und besser abgeben können.


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Selbst, wenn sich der Engpass nicht direkt auf Endkunden auswirken wird, kann die Batterie-Krise auch diese treffen. So könnten Unternehmen die steigenden Kosten der Infrastruktur an Kunden weitergeben.

Auch die Herstellung von Akkus für E-Autos könnte betroffen sein. Panasonic hat in der Mitteilung bereits angekündigt, dass ein Teil einer Fabrik in den USA von Autobatterien auf Batterien für Rechenzentren umgestellt werden würde.

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