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Paramount verklagt Warner Bros. aufgrund mangelnder Transparenz in der Bieterschlacht mit Netflix

Paramount verklagt jetzt Warner Bros. aufgrund mangelnder Transparenz in Bezug auf finanzielle Informationen.

Nachdem Paramount mehrere Male abgeblitzt ist, greift das Unternehmen jetzt zum Anwalt. Bildquelle: Home Box Office (HBO) (links); Warner Bros. (Hintergrund). Nachdem Paramount mehrere Male abgeblitzt ist, greift das Unternehmen jetzt zum Anwalt. Bildquelle: Home Box Office (HBO) (links); Warner Bros. (Hintergrund).

Die Bieterschlacht um den US-amerikanischen Medienkonzern Warner Bros. geht in die nächste Runde und die liefert eine überraschende Wendung. Nachdem Paramount Skydance wiederholt keinen Zuschlag von Warner Bros. erhalten hatte, kam es jetzt zur Klage.

Paramount wirft Warner Bros. vor, nicht für genügend Transparenz in Bezug auf finanzielle Informationen zu sorgen. Dem Unternehmen von Milliardär David Ellison ist unbegreiflich, warum Warner Bros. weiterhin das Angebot von Netflix bevorzugt und nicht bereit ist, in weitere Verhandlungen zu gehen.

Die Schlacht geht weiter

Netflix hat im Dezember 2025 die geplante Übernahme von Warner Bros. Discovery, ohne die dazugehörige TV-Sparte, für 83 Milliarden US-Dollar (71 Milliarden Euro) bekannt gegeben.

Paramount wollte dagegenhalten und bot knapp 108 Milliarden US-Dollar (92,5 Milliarden Euro) für das gesamte Unternehmen inklusive der TV-Sparte. Die Finanzierung besteht größtenteils aus Fremdkapital, darunter auch Golfstaaten wie Saudi-Arabien. Eine Teilbürgschaft für den angebotenen Betrag will David Ellisons Vater und Tech-Milliardär Larry Ellison übernehmen.

Warner entscheidet sich erneut für Netflix: Wie der Spiegel berichtet, entschied sich der Warner-Vorstand trotzdem einstimmig dazu, Paramounts Gegenangebot abzulehnen. Es biete einen unzureichenden Wert und würde aufgrund des großen fremdfinanzierten Anteils zu wenig Sicherheit für die Aktionäre liefern, trotz der Bürgschaft von Larry Ellison. Netflix' Angebot sei in beiden Punkten überlegen.

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Jetzt kommt die Klage

Am Montag, den 12.01.2026, verklagte Paramount Skydance Warner Bros., um das Unternehmen zur Offenlegung finanzieller Informationen über den Übernahme-Deal zu zwingen.

Außerdem versendete Ellison einen Brief an die Aktionäre, in dem er seine Schritte begründete und sinngemäß einen sogenannten Proxy-Fight ankündigte. Dabei handelt es sich um eine kontroverse Übernahmetechnik, bei der versucht wird, über Stimmrechtsvollmachten oder das Anwerben von Aktionärsstimmen Kontrolle zu erhalten. In diesem Fall will Paramount eine eigene Liste von Direktoren nominieren. Ellison erklärt:

Wir sind entschlossen, unser Übernahmeangebot bis zum Ende zu verfolgen. Wir verstehen jedoch, dass dies - sofern der Vorstand von WBD nicht beschließt, von seinem Recht Gebrauch zu machen, mit uns im Rahmen des Netflix-Fusionsvertrags (...) in Gespräche einzutreten - letztlich auf Ihre Stimme bei einer Aktionärsversammlung hinauslaufen wird. (...)

Paramount wird eine Liste von Direktoren nominieren, die in Übereinstimmung mit ihren treuhänderischen Pflichten das Recht von WBD aus der Netflix-Vereinbarung wahrnehmen werden, Gespräche über das Angebot von Paramount aufzunehmen und eine Transaktion mit Paramount einzugehen.

Darüber hinaus wird Paramount eine Änderung der Satzung von WBD vorschlagen, die die Zustimmung der Aktionäre für jede Abspaltung der Global Networks verlangt. Sollte WBD vor seiner Hauptversammlung eine außerordentliche Versammlung einberufen, um über die Netflix-Vereinbarung abzustimmen, wird Paramount Stimmrechtsvollmachten gegen eine solche Zustimmung einwerben. Diese Maßnahmen stellen zusammen mit unserem Übernahmeangebot sicher, dass Sie die endgültige Entscheidung darüber treffen, welches Angebot für Sie besser ist.

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Ellison versteht die Welt nicht mehr

David Ellison erklärt weiter, dass er über Warners Unwillen verwundert sei, Paramounts Angebot vorzuziehen oder zumindest in Verhandlung zu gehen. Weiter behauptet er nicht zu verstehen, wie Netflix' Angebot als überlegen angesehen werden könne. Er schreibt:

WBD hat immer neue, teils ungewöhnliche Gründe dafür geliefert, eine Transaktion mit Paramount zu vermeiden. Was es jedoch nie gesagt hat, weil es das nicht kann, ist, dass die Netflix-Transaktion finanziell unserem tatsächlichen Angebot überlegen ist. Unsere 30 US-Dollar pro Aktie in bar sind schlicht mehr als die komplexe, mehrvariable Gegenleistung von Netflix. (...)

Wir sind weiterhin verwundert darüber, dass WBD auf unser Angebot vom 4. Dezember [2025] nie reagiert hat, nie versucht hat, irgendeine der Bedingungen dieses Vorschlags zu klären oder zu verhandeln, und auch keine Vertragsentwürfe mit uns ausgetauscht hat. (...) Zudem sind wir überrascht über den Mangel an Transparenz seitens WBD in Bezug auf grundlegende finanzielle Fragen. Das ergibt einfach keinen Sinn – genauso wenig wie die Rechnung, nach der WBD weiterhin bevorzugt, seinen Aktionären weniger als unser Barangebot von 30 US-Dollar pro Aktie zuzumuten.

Es bleibt abzuwarten, ob die Klage Erfolg haben wird und inwieweit die Aktionäre in die Übernahme involviert werden. Anschließend bleibt offen, ob der Deal von dem Kartellamt genehmigt werden wird. Hier hat der Trump-nahe Ellison deutlich bessere Karten als der Riese Netflix, der bereits jetzt den größten Anteil im Streaming-Geschäft besitzt.

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