Pokémon GO - Die Niederlande verklagen Entwickler Niantic

Artenschutz geht vor Poké-Schutz: Weil mehrere PokéStops zu nah an naturgeschützten Dünen liegen, verklagt die Stadt Den Haag Entwickler Niantic. Die hatten bisher auf Anfragen, die PokéStops zu entfernen, nicht reagiert.

von David Gillengerten,
02.10.2016 11:45 Uhr

Menschenmassen und Pokémon Go werden immer wieder zu einem Problem im öffentlichen Leben. Nun verklagt die Stadt Den Haag Entwickler Niantic, um eine Schließung von Pokéstops zu erreichen. Menschenmassen und Pokémon Go werden immer wieder zu einem Problem im öffentlichen Leben. Nun verklagt die Stadt Den Haag Entwickler Niantic, um eine Schließung von Pokéstops zu erreichen.

Niantic Labs, die Entwickler von Pokémon GO, werden verklagt. Grund ist eine ignorierte Aufforderung der niederländischen Behörden, die um die Entfernung einiger PokéStops am Strand von Kijkduin gebeten haben. Kijkdiun, ein Stadtteil von Den Haag, liegt direkt an der Nordsee und ist bekannt als Pokémon-Zentrum der Niederlande.

Für die niederländischen Behörden sind die virtuellen Hotspots jedoch ein Ärgernis, da sich in direkter Umgebung naturgeschützte Dünen befinden. Die Stadt Den Haag beantragte deshalb eine Schließung der PokéStops - jedoch ohne Erfolg. Entwickler Niantic ignorierte laut einem Statement der Kommune die Anfrage. Der Weg vor Gericht sei »die einzige verbliebene Möglichkeit« gewesen. Gerichtstermin ist der 11. Oktober.

Auch am Bordeauxplatz in München befindet sich ein Hotspot für Spieler von Pokémon Go. Auch am Bordeauxplatz in München befindet sich ein Hotspot für Spieler von Pokémon Go.

Eigentlich zeigte sich Niantic bisher sehr kooperativ, wenn es um das Löschen von PokéStops an fragwürdigen Orten geht. So wurden unter anderem das Holocaust-Museum in Washington und das Hiroshima-Denkmal sowie das Holocaust-Denkmal in Berlin als virtueller Punkt entfernt. Ein Statement der Entwickler zu dem Fall liegt bisher nicht vor.

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