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Pokémon Legenden Z-A erstmals gespielt: Ich hätte nicht gedacht, dass mich das neue Kampfsystem so überzeugt

Mary ist unglaublich skeptisch, ob ihr das neue Pokémon-Spiel gefallen wird. Nach ihrem Anspieltermin auf der gamescom 2025 schöpft sie nun aber Hoffnung.

Im Hintergrund seht ihr die flachen Häuserdetails, auf die ich im Laufe des Textes eingehe. Im Hintergrund seht ihr die flachen Häuserdetails, auf die ich im Laufe des Textes eingehe.

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Ich bin - wie vermutlich viele von euch - mit Pokémon groß geworden. Ich habe die Blaue Edition gespielt, ehe ich lesen konnte (sehr zum Leidwesen meiner Mutter, die mir sämtliche NPC-Dialoge vorlesen musste) und bis heute mag ich fast alle Pokémon-Editionen und -generationen.

Selbst dem stark kritisierten Karmesin und Purpur kann ich dank seiner spannenden Ideen etwas abgewinnen. Womit ich aber nie warm wurde, war Pokémon Legends: Archeus. Hier hat für mich einfach das Gesamtkonzept allgemein und das Fangen von drölfzig selben Pokémon einfach nicht funktioniert.

Entsprechend bin ich seit der Ankündigung des nächsten Pokémon-Legends-Teils äußerst skeptisch. Dass Pokémon nun auch noch von seinem (und meinem geliebten) rundenbasierten Kampfsystem abwandert und Echtzeitprügeleien einführt, hat mir auch zunächst nicht geschmeckt.

Ihr könnt euch also vorstellen, dass ich mit gemischten Gefühlen in meinen 45-minütigen Anspieltermin auf der gamescom gewandert bin. Aber hey - ich liebe Pokémon und wollte dem Ganzen eine Chance geben. Und was soll ich sagen? Es hat sich gelohnt.

Marylin Marx
Marylin Marx

Marys Liebe für Pokemon ist gerade im letzten Jahr vielleicht ein wenig eskaliert. Nicht nur, dass sie wieder mit dem Sammeln von Pokémon-Karten angefangen hat. Mittlerweile hat sie auch eine beträchtliche Sammlung an selbst gehäkelten Taschenmonstern in der Wohnung, näht aus den geöffneten Booster-Verpackungen Taschen und spielt vielleicht mit dem Gedanken eines Pokémon-Tattoos. Hin und wieder versucht sie Freund und Kollegen mit dieser Begeisterung anzustecken. Bei einigen hat’s funktioniert.

Sollte euer letztes Pokémon-Spiel schon etwas zurückliegen, erkläre ich euch schnell, was ihr seitdem verpasst habt: Die Legenden-Reihe, die jetzt mit Z-A seinen zweiten Teil erhält, unterscheidet sich im Wesentlichen von den anderen Teilen durch die Story.

Anstatt Arenaleiter zu besiegen, mussten wir bei Archeus die Forschung vorantreiben und bei Z-A gegen viele andere Trainer kämpfen, um im Rang vom untersten (Z) auf den höchsten (A) zu klettern.

Was sich grafisch und Gameplay-technisch getan hat, seht ihr im Trailer:

Video starten 3:30 Pokémon Legenden: Z-A zeigt endlich Gameplay und die Grafik des Stadtabenteuers

Echtzeit funktioniert erstaunlich gut

Kommen wir direkt zum Punkt: Dem neuen Kampfsystem. Das habe ich im Rahmen der 45-minütigen Demo ausführlich testen können und nach einigen Startschwierigkeiten war ich relativ schnell überzeugt.

Anstatt dass wie früher in Runden erst Partei A und dann B angreift, visiert ihr jetzt euren Gegner per Knopfdruck an und wählt eine der Attacken aus. Danach braucht sie eine Weile, um aufzuladen, ehe sie wieder einsatzbereit ist. Ein Fähigkeiten-Einsatzlimit wie damals in Form von AP gibt es nicht mehr.

Zusätzlich könnt ihr beim Angreifen auch auswählen, von wo euer Pokemon angreifen soll. Das war zumindest jetzt bei der Demo noch nicht von größerer Bedeutung. Auswechseln tut ihr eure Pokémon ebenfalls in Echtzeit. Hier müsst ihr allerdings bedenke, dass ihr nicht sofort angreifen könnt, sondern sich die Attacken erst aufladen müssen. 

Wie das Ganze in Natura aussieht, könnt ihr hier im Trailer sehen:

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Alles in allem wird das Kämpfen gegen die Wald- und Wiesentrainer, gegen die ich im ersten Teil der Demo angetreten bin, so ein wenig abwechslungsreicher. Die wahre Stärke der Echtzeitkämpfe zeigt sich aber erst im Duell mit Mega-Evolutions-Pokemon.

Ein kleines Bisschen Dark Souls

Die Mega-Evolutionen sind nicht neu. Ihr kennt sie bereits seit einigen Generationen, weil sie schon in Pokémon X und Y eingeführt wurden. Sie sind damals wie heute einfach größere, stärkere und härtere Versionen der normalen Pokémon. Während die Mega-Evolutionskämpfe bisher allerdings nur längere und nicht gerade spannendere Kämpfe bedeuteten, ändert sich das jetzt mit Z-A.

Durch das Echtzeit-Kampfsystem müsst ihr jetzt nämlich wirklich aufpassen, wo ihr euch positioniert, wann ihr schützende Fähigkeiten einsetzt und welche Attacke das Mega-Pokémon einsetzt, damit ihr nicht auf einmal von irgendeiner aufgeladenen Attacke getroffen werden. Das gilt übrigens nicht nur für euer Pokémon, sondern auch für euch als Trainer. 

Anders als lange Zeit im Pokémon-Anime oder in den Spielen greifen euch nun die Pokémon auch in einem Kampf direkt an, sodass ihr per Hechtsprung mit Rolle diverse Attacken ausweichen müsst.

Dadurch kommt ihr in den fordernden Mega-Evolutions-Kämpfe hin und wieder schon ins Schwitzen, weil ihr zwischen Ausweichen, Positionierung, Kämpfen und einsammeln von Mega-Energie viel Multitasking betreiben müsst.

Da uns noch kein eigenes Material vorliegt, haben wir euch ein Video der Kollegen von IGN eingebunden:

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Das Einsammeln der Mega-Energie ist wichtig, um euer Pokémon selbst in die Mega-Evolutionsform zu hieven. Indem ihr euren Gegner angreift, lässt er manchmal diese Energie in Form von Kügelchen fallen, die ihr aufsammeln müsst.

Habt ihr genug Energie zusammen, könnt ihr euer Pokémon temporär entwickeln. Ab dann läuft die Energieleiste langsam aus, bis es sich zurückentwickelt. Diesen Prozess könnt ihr verlangsamen, indem ihr weitere Kügelchen sammelt.

Durch all diese Aktionen und Dinge, die ihr Berücksichtigen müsst, kommt richtig Schwung in den Kampf, sodass selbst erfahrene Pokémon-Veteranen gefordert sind. 

Wie sieht's mit der Technik aus?

Ich weiß, viele von euch wollen wissen, wie gut Pokémon Z-A jetzt lief und ob es wieder eine ähnliche Performance-Katastrophe wie Karmesin und Purpur gibt. Eine finale Antwort habe ich für euch leider noch nicht, weil ich nur in zwei sehr begrenzten Arealen gespielt habe: einen Mini-Teil der Stadt und einen Mega-Evolutions-Kampf.

Was ich aber sagen kann, ist: In diesen Arealen hatte ich keine Framerate-Einbrüche, Clipping-Fehler oder andere technische Probleme. Hier lief alles auf der Switch 2 der Entwickler butterweich. Auch die Stadt Lumiose sieht gerade beim Blick in die Ferne wirklich hübsch aus. Schaut man sich die Häuserfassaden aber von nahem an, wirken sich flach und leblos.

Kurzum: Leistungstechnisch war alles fein, grafisch solltet ihr hier kein Wunder oder eine unendlich detaillierte und realistische Spielwelt erwarten. Wie es in der finalen Version aussieht, die am 16. Oktober erscheint, kann ich euch leider nicht sagen. Sollten aber alle Areale so flüssig laufen wie die Demo-Bereiche, wird sich das Karmesin- und Purpur-Drama nicht wiederholen.

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