50% aufs erste Jahr – nur für kurze Zeit!

50% aufs erste Jahr – nur für kurze Zeit!

Der PUBG-Schöpfer hat eine riesige neue Open World ohne Quests, Gegner oder NPCs veröffentlicht - wie kommt das auf Steam an?

Nach sechs Jahren Entwicklungszeit hat PUBG-Erfinder Brendan Greene jetzt sein neues Survivalspiel Prologue: Go Wayback auf Steam veröffentlicht. Die Reaktionen der Community fallen gemischt aus.

Ein Kompass, eine zufallsgenerierte Karte und viel, viel Wald. Genügt das, um Prologue: Go Wayback zum Steam-Hit zu machen? Ein Kompass, eine zufallsgenerierte Karte und viel, viel Wald. Genügt das, um Prologue: Go Wayback zum Steam-Hit zu machen?

Nachdem der große Hype um Brendan Greenes Battle-Royale-Hit PlayerUnknown's Battlegrounds im Jahr 2018 langsam abzuebben begann, kündigte der irische Entwickler bei den Game Awards 2019 sein nächstes Projekt an: das Survivalspiel Prologue: Go Wayback!

Den Kern des Spiels sollte laut Greene eine simple Survival-Gameplay-Loop bilden: Jedes Mal, wenn ihr ein neues Spiel startet, wird die Karte prozedural neu generiert – ähnlich wie in Minecraft. Keine Runde soll sein wie die andere. Ziel des Spiels ist es, von einer Seite der Karte zur anderen zu gelangen und dabei schwierigen Wetterbedingungen zu trotzen. Schnickschnack außenrum gibt's nicht.

Jetzt ist Prologue: Go Wayback! im Early Access erschienen und verfolgt diesen minimalistischen Ansatz tatsächlich sehr konsequent: Das Spiel stellt das Überleben an sich in den Mittelpunkt. Quests, Gegner, NPCs oder ein HUD gibt es nicht - nur euren Spielcharakter und die menschenleere, kilometerweite Map.

Video starten 1:33 Prologue: Go Wayback! - Das neue Spiel der PUBG-Macher zeigt endlich erstes Gameplay

Ein leeres Spiel mit technischen Problemen ...

Dieser Ansatz gefällt allerdings nicht jedem. Die Steam-Rezensionen zeichnen nach dem Early-Access-Start von Prologue Ende November aktuell ein gemischtes Bild: nur rund 69 Prozent der Nutzerkritiken fallen positiv aus.

Während die einen schon jetzt die gelungene Survival-Atmosphäre loben, kritisieren andere Spieler die mangelnde Spielerführung und technische Probleme mit Prologue. So schreibt etwa SethTheHex:

»Es ist ein unspektakulärer Walking-Simulator, der sich wie eine schlecht optimierte Tech-Demo anfühlt. Es ist viel zu ressourcenintensiv auf dem PC und es gibt außer Herumlaufen, in der Hoffnung, eine Hütte mit Gegenständen zu finden, kaum etwas zu tun. Und selbst dann scheinen diese Items keinerlei Einfluss zu haben. Ich habe fünf Limonaden getrunken und zwei Dosen Spam gegessen und bin noch nicht einmal über der Hälfte der Hunger- und Durstanzeige.«

- SethTheHex (Steam-Rezensent)

... oder eine gute Basis für die kommenden Jahre?

In der Summe beschweren sich die meisten der kritischen Stimmen zudem darüber, dass das Spiel zu »leer« sei. Mit negativen Reaktionen auf sein neues Spiel hat der PUBG-Erfinder laut eigenen Angaben allerdings gerechnet. Im Gespräch mit den Kollegen von PCGamesN sagt Greene:

[Prologue] ist kein traditionelles Singleplayer-Spiel mit einer Tonne an Missionen, Quests und Aufgaben. Es ist vielmehr ein Haufen simpler Systeme, die es dir erlauben, dein eigenes Abenteuer zu erleben und zu wählen, was du tun willst. Es ist vor allem ein Spiel gegen dich selbst. Ich wusste, dass solche Kritiken kommen würden, aber ich bin sehr stolz auf das Team [...].

Wir haben ein Update mit einer Reihe neuer Inhalte, wie Batterien und ähnlichem, in Vorbereitung. Wir haben es geschafft, eine Bewertung von, ich glaube, 55 Prozent in nur etwas mehr als einer Woche auf 70 Prozent zu verbessern, was ein Verdienst des Teams ist […] Aber ja, diese Kommentare waren zu 100 Prozent zu erwarten. Ich bin einfach froh, dass die meisten Leute zu verstehen scheinen, worum es geht.

- Brendan Greene (PlayerUnknown)

Und tatsächlich scheint sich der Rezensionsschnitt für Prologue: Go Wayback! in den letzen Tagen zunehmend gebessert zu haben. Wenn das Spiel die 70-Prozent-Marke überschreitet, würde es bei Steam in den überwiegend positiven Wertungsbereich wechseln. Bis dahin müssen sich wohl aber zunächst noch einige Spieler an das ungewöhnliche neue Spielerlebnis von Prologue gewöhnen.

Greene selbst will den Early Access nun als Chance sehen, Prologue von Grund auf gemeinsam mit der Community aufzubauen. Denn dafür sei diese Veröffentlichungsform eigentlich da. Laut dem Entwickler würden nur viele - vor allem AAA - Publisher den Early Access falsch nutzen und als Entschuldigung ansehen, unfertige Spiele zu veröffentlichen. Er selbst sehe den Vorab-Release vielmehr als Startpunkt, von dem aus nun die eigentliche Entwicklungsarbeit erst richtig losgehe.

zu den Kommentaren (3)

Kommentare(3)
Kommentar-Regeln von GameStar
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.