50% aufs erste Jahr – nur für kurze Zeit!

50% aufs erste Jahr – nur für kurze Zeit!

Was ist selbst Quentin Tarantino zu viel? Kultregisseur verrät, wo er seine moralische Grenze zieht

In den Filmen von Quentin Tarantino geht es nicht gerade zimperlich zu. Doch wo zieht selbst der Regisseur von Kill Bill oder Inglourious Basterds die Grenze?

Einen letzten und damit seinen zehnten Kinofilm hat Quentin Tarantino noch in der Trommel. Bildquelle: WE Productions Einen letzten und damit seinen zehnten Kinofilm hat Quentin Tarantino noch in der Trommel. Bildquelle: WE Productions

Wenn Quentin Tarantino in seinen Filmen mit etwas nicht geizt, dann exzessiven Dialogen und Fontänen von Blut. Aufgrund der Darstellung von Gewalt in zum Beispiel Pulp Fiction, Kill Bill oder Once Upon A Time in Hollywood befand und befindet sich der Kultregisseur immer wieder mal in Kritik.

Jetzt verrät der Filmemacher, wo er eine klare (moralische) Grenze zieht: Was er niemals in seine eigenen Produktionen einarbeiten würde und was er persönlich verurteilt.

Keine Gewalt gegen Tiere mit Tarantino 

In einem Gespräch auf dem Cannes Film Festival eröffnet Tarantino, dass er mit der Darstellung von Gewalt gegen Tiere ein ernsthaftes Problem hat. Und zwar explizit, wenn Tiere vor der laufenden Kamera tatsächlich gequält werden - und dabei nicht einfach nur mithilfe von Spezialeffekten und Stunts getrickst wird:

Ich habe ein großes Problem mit dem Töten von Tieren in Filmen. Das ist eine Grenze, die ich nicht überschreiten kann … auch bei Insekten. Wenn ich nicht Geld für eine bizarre Dokumentation ausgebe, bezahle ich nicht, um wirklichen Tod zu sehen.

Ein Teil davon, [wie die Filmindustrie funktioniert] ist, Zuschauer nur glauben zu lassen, [dass etwas wirklich passiert]. Darum stehe ich hinter der Gewalt, die wir sonst zeigen - wir toben uns nur aus. Es ist kein echtes Blut, niemand wird wirklich verletzt. [...] Es ist nicht die Gewalt, mit der ich ein Problem habe, aber normalerweise spielt bei so etwas immer der Faktor Inkompetenz mit rein.

Tarantino selbst hat (offensichtlich) kein Problem mit der Darstellung teilweise realistischer, teilweise überspitzter Gewalt - auch gegen Tiere. Das naheliegendste Beispiele wäre so etwa Django Unchained, in dem durchaus das ein oder andere Pferd Kugeln oder Explosionen zum Opfer fallen (zumindest auf der Leinwand).

Die Tiere selbst wurden bei der Produktion seiner Filme nie verletzt oder gar getötet - zumindest wäre diesbezüglich nichts bekannt. 

Video starten 2:20 Django Unchained - Trailer zum Tarantino-Western - Trailer zum Tarantino-Western

In der Geschichte des Kinos ist es derweil durchaus schon mal vorgekommen, dass tatsächlich lebende Tiere für eine Produktion umgebracht wurden. Das berüchtigste Beispiel dafür dürfte zweifelsohne der Exploitation-Horrorfilm Cannibal Holocaust von 1980 sein, bei dessen Dreharbeiten insgesamt sieben Tiere getötet wurden.

Ein letztes Mal Kino mit Tarantino

Übrigens: Quentin Tarantino selbst plant aktuell mit The Movie Critic seinen zehnten und damit letzten Kinofilm umzusetzen. Allzu viele Details zu dem Projekt gibt es derzeit nicht. Wir wissen beispielsweise nicht, worum sich die Handlung dreht, welche Schauspieler involviert sind oder wann The Movie Critic erscheinen soll.

Da Tarantino dafür bekannt ist, regelmäßig seine Meinung zu ändern und Pläne über den Haufen zu werfen, sollten sich seine Fans bezüglich des zehnten und letzten Films des Regisseurs am besten erstmal in Geduld üben.

zu den Kommentaren (10)

Kommentare(10)
Kommentar-Regeln von GameStar
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.