AMD kündigt eine neue KI-Grafikkarte für Profis an – mit 32 GByte VRAM

Wer als Grafikchiphersteller das große Geld verdienen möchte, muss aktuell wohl KI-Beschleuniger im Angebot haben. So auch AMD, die mit der Radeon AI Pro R9700 nachlegen.

Blower-Lüfter, schnörkelloses Design - dieser Karte sieht man an, dass sie nie hinter einer RGB-beleuchteten Glasfront sitzen soll. (Bildquelle: AMD) Blower-Lüfter, schnörkelloses Design - dieser Karte sieht man an, dass sie nie hinter einer RGB-beleuchteten Glasfront sitzen soll. (Bildquelle: AMD)

Eine Hardwaremesse mit dem Leitmotto AI Next kann für uns Gamer auch einmal frustrierende Neuigkeiten bringen: Da kommt eine neue Grafikkarte von AMD mit gleich 32 Gigabyte VRAM und dann ist sie nicht für uns gedacht.

Zwar können wir uns über die Präsentation der AMD Radeon RX 9060 XT freuen und bekommen bei dieser Mittelklassekarte immerhin 16 Gigabyte spendiert, die 32-GByte-Karte AMD Radeon AI Pro R9700 richtet sich aber an KI-Entwickler.

Neue Grafikkartenserie von AMD speziell für KI

Darum ist das wichtig: Auch wenn die 32 GByte sehr verlockend für Spieler und Spielerinnen klingt, solltet ihr wissen, dass diese Grafikkarte nicht für Spiele entwickelt wurde.

Nachdem Nvidia schon lange im KI-Game ganz vorne mitspielt, kam die Ankündigung einiger mit besonders viel Speicher ausgestatteten Intel-Grafikkarten in Form der Arc Pro B50 und B60 nicht ganz überraschend:

Ebenso wenig überraschend ist daher AMDs neues Workstation-GPU-Branding: Aus Radeon Pro Wxxxx wurde nun Radeon AI Pro Rxxxx.

AMD Radeon RX 9070 XT mit mehr VRAM

Die Karten selbst sind wenig spektakulär, basiert die GPU doch auf der bekannten RNDA-4-GPU der RX 9070 XT, nur eben mit verdoppeltem VRAM. Der größere Speicher ist für viele aufwändigere KI-Modelle nötig, 16 Gigabyte reichen dort nicht mehr aus.

Bedeutet aber auch: Gamer können abseits vom Speicher keine Mehrleistung erwarten und sich den sicherlich deutlichen Aufpreis zur Gamer-Karte sparen. Ein Preis steht zwar noch nicht fest und Radeon AI Pro soll günstiger angeboten werden als die Vorgänger Radeon Pro - deren Preise lagen mit bis zu 3.999 US-Dollar aber auch dezent höher als die der Gaming-Riege.

Bis zu vier der neuen KI-Beschleunigerkarten von AMD sollen sich in einem Threadripper-System kombinieren lassen. (Fotoquelle: AMD) Bis zu vier der neuen KI-Beschleunigerkarten von AMD sollen sich in einem Threadripper-System kombinieren lassen. (Fotoquelle: AMD)

Gegenüber Radeon Pro fällt der verbaute Speicher sogar geringer aus, eine Radeon Pro W7900 kam zwar nur mit RDNA-3-Architektur, dafür aber mit 48 GByte GDDR6. Und das ist noch fast mickrig, schauen wir uns die Nvidia RTX Pro 6000 an, die auf 96 GByte setzt – aber auch mehr als das Doppelte kostet.

Neue Threadripper als Plattform

Damit auch die CPU mithalten kann, sollen im Juli, zusammen mit den Radeon AI Pro, auch neue Threadripper-Prozessoren auf den Markt kommen. Threadripper 9000 bringt die Highend-CPUs auf den aktuellen Architekturstand.

Dazu gehört der Support von PCIe Gen5 mit bis zu 128 PCIe-Lanes. An diese sollen sich bis zu vier AI Pro-GPUs kombinieren lassen. Kompatible KI-Umgebungen können dann auf satte 128 GByte VRAM zurückgreifen.

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