Auf der Computex 2025 zeigt Intel neue Battlemage-Grafikkarten mit verdoppeltem VRAM - 24 GByte statt derer 12. Unter dem Namen Arc Pro erscheinen die Intel Arc Pro B50 und B60, die auf Intel Arc B570 und B580 basieren.
Dabei ist der Grafikchip identisch mit den Gaming-Modellen, nur die Speicherausstattung unterscheidet sich. Neu hingegen ist, dass es auch eine Dual-GPU-Variante der Intel Arc Pro B60 gibt. Dieses Sondermodell hat der Boardpartner Maxsun allerdings selbst entwickelt.
Arc Pro ist nicht für Gamer gedacht
Der Wermutstropfen für die zockenden Fans der Intel-GPUs: Arc Pro richtet sich an Nutzer von Workstations und dabei primär an die, die mit KI-Modellen arbeiten – was den großen Speicher nötig macht.
Wenn ihr bei Dual-GPU spontan an Nvidias bereits seit einiger Zeit beerdigte SLI-Technologie gedacht habt, liegt ihr allerdings falsch, was die Intel-Dual-GPU-Karte angeht. Der zweite Grafikchip beschleunigt in Spielen keinen einzigen Pixel zusätzlich.
Ach ja, und wenn ihr bei Dual-GPU an 3dfx Voodoo 2 gedacht habt, seid ihr einfach nur alt oder gut in PC-Historie gebildet.
Spezifikationen der Arc Pro B60 Dual Turbo
- Architektur: Intel Battlemage Xe2
- Xe-Cores: 40 (2x 20)
- Shader-Einheiten: 5.120 (2x 2.560)
- Grafikspeicher: 48 GByte (2x 24)
- Speicherinterface: 192 Bit
- PCIe-Schnittelle: PCIe Gen5 x16
- TDP: 300-400 Watt
Die Maxsun Dual Turbo ist zwei Grafikkarten in einem Slot
Die von Maxsun gefertigte Dual Turbo mit zwei GPUs der B580-Klasse verhält sich wie zwei Grafikkarten, die auf einer Platine arbeiten und nicht wie ein doppelt so schnelles, aber als einzelne Grafikkarte erkanntes Modell.
Maxsun setzt dafür auf PCIe Bifurcation, eine Funktion, mit der der PC die 16 Lanes einer PCIe x16-Schnittstelle beispielsweise auf 2x 8 Lanes aufteilen und getrennt ansprechen kann. Allerdings beherrscht nicht jedes Mainboard diesen Modus, im Workstationbereich ist Bifurcation weiter verbreitet - und dort verortet sich Arc Pro ja schließlich.
Die Videoausgänge der Karte sind getrennt, je eine Hälfte für jeden Grafikchip. Der 48 GByte große VRAM kann entsprechend nicht am Stück angesprochen werden. Für das Training von KI-Modellen ist das Setup aber sinnvoll – hier werden oft viele Grafikkarten in einer Workstation kombiniert.
Der englischsprachige Tech-Kanal Gamers Nexus konnte sich die Grafikkarte nicht nur von außen anschauen, auch ein Blick unter den Kühler war möglich. Inklusive einer vergessenen Schraube auf dem Wärmeleitpad:
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Die TDP der Dual-GPU-Karte soll zwischen 250 und 300 Watt liegen, Maxsun gibt an, noch am idealen Wert zu feilen. Eine einzelne Arc Pro B60 soll bei 120-200 Watt liegen.
Project Battlematrix mit 192 GByte VRAM
Ebenfalls nicht zur Beschleunigung neuester PC-Games ist der Vollausbau mit gleich mehreren Dual-GPU-Karten gedacht, den Intel unter dem klangvollen Namen Project Battlematrix forciert. Auf entsprechenden Plattformen können bis zu acht GPUs in vier PCIe-Slots miteinander verbunden und mit passender Software zusammen genutzt werden.
Insgesamt kommt solch ein Setup auf beeindruckende 192 GByte VRAM. Da werden AMDs und Nvidias Gaming-Grafikkarten wohl erst in vielen Jahren ankommen. Einen Preis für die Karte hat Maxsun noch nicht genannt.
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