Schluss mit Angst vor zu schweren Spielen? Razer hat besondere Pläne, die mich neugierig machen

Meinung: Ein KI-Assistent in Spielen soll uns bei schweren Spielen aushelfen. Ich bin gespannt, aber skeptisch.

Razer will mit KI bei schweren Spielen helfen – ob das klappen kann? (Bildquelle: Razer) Razer will mit KI bei schweren Spielen helfen – ob das klappen kann? (Bildquelle: Razer)

Viele meiner Lieblingsspiele sind entweder richtig schwer oder nicht besonders einsteigerfreundlich. Dazu zählen Titel wie Tekken 8, Elden Ring, DJ Max Respect V oder Bloodborne

Jetzt will Razer solche Spiele nicht nur zugänglicher machen, sondern euch sogar beim Besserwerden behilflich sein. Dafür nutzen sie einen KI-Copiloten mit dem Namen Ava.

Was ist der Razer AI Gamer Copilot und was soll er uns bringen?

Auf der diesjährigen CES hat Razer Project AVA vorgestellt – einen KI-Assistenten, der in Spiele integriert werden kann. Zu dieser Zeit war noch nicht vollständig bekannt, welche Vorteile die KI bringen soll. 

Jetzt hat Razer bekannt gegeben, dass Project AVA, jetzt Razer AI Game Copilot genannt, Teil einer Reihe von Tools ist, die Spieleentwickler und -entwicklerinnen zur Verfügung gestellt werden.

Im folgenden Video seht ihr den Assistenten in Aktion:

Video starten 0:49 Razer AI Gamer Copilot – KI-Assistent soll euch bei eSport-Titeln und Einzelspieler-Spielen helfen

Und was bringt das uns? Gehen wir es mal gemeinsam durch:

eSports-Coaching: Das ist das Feature, das mich selbst am meisten interessiert. Die KI soll euch in Echtzeit Tipps zu eurem Gameplay bei eSports-Titeln liefern. Die Trainingsdaten kommen von bekannten eSports-Teams und -Profis. 

  • Laut Razer soll das Feature etwa bei Fighting Games und anderen kompetitiven Spielen zum Einsatz kommen. 
  • Gerade in solchen Spielen gibt es viele unterschiedliche Situationen und Szenarien, die Wissen über das Spiel und deren Mechaniken voraussetzen. 
  • Spieler und Spielerinnen sollen nicht nur live Coaching-Tipps erhalten, sondern sollen nach Matches ihr Gameplay analysieren können.

Ich frage mich, ob das wirklich funktionieren kann. Nur die wenigsten haben das Privileg, einen echten Coach für solche Spiele zu haben. Kann eine KI, die von eSports-Teams und -Profis gelernt hat, wirklich helfen in solchen Spielen besser zu werden? Gerade bei sehr spezifischen Tipps bin ich noch etwas skeptisch:

  • Kann eine KI mir etwa mitteilen, dass mein Gegner in Tekken 8 selten niedrig blockt?
  • Kann mir eine KI mitteilen, dass ich in Counter Strike 2 mich falsch positioniert habe? 
  • Kann mir eine KI mitteilen, wann ich in League of Legends rotieren sollte oder nicht?

All das und mehr sind Tipps und Strategien, auf die es ankommt. Und zählt es schon als Cheating, wenn man diese Tipps live während eines Matches erhält? Laut Razer nicht, denn die Nutzungsbedingungen der Spiele sollen nicht verletzt werden.

Spiel-Guides und Live-Tipps in Single-Player-Titeln: Der Razer AI Game Pilot soll euch auch bei Einzelspieler-Games unterstützen. Dabei sollen Tipps und Hinweise euch bei Puzzles und sogar bei Bosskämpfen helfen. Im Trailer wurde ein Ausschnitt von Black Myth Wukong gezeigt. 

  • In dem Video sagt die KI bei einem Bosskampf »Bestrafe nach zwei Schwingen und weiche der dritten Attacke aus«. Ich bin noch skeptisch, ob das in der Praxis wirklich so funktionieren wird. 
  • Sollte das Feature wirklich halten, was es verspricht, könnten schwere Spiele, wie zum Beispiel Soulslikes, zugänglicher werden. 

Video starten 2:31 Keine 60 FPS: Black Myth Wukong bringt unseren PC im Benchmark an seine Grenzen

Die Interaktivität ist einstellbar: Wie sehr euch der Copilot unter die Arme greift, soll von euch selbst auswählbar sein. 

Tiefes Spielwissen zu einzelnen Titeln: Die KI soll über umfangreiches Wissen über einzelne Spieltitel und sogar über deren Spielmetas Bescheid wissen. 

In-Game-Overlay: Der Razer AI Game Copilot wird mit einem Overlay, über das Spiel eingeblendet, damit es nicht nötig ist, per Alt-Tab aus dem Spiel zu wechseln. Wie das aussehen wird, wissen wir noch nicht.

Unterstützung für verschiedene Sprachen und Stimmen: Der KI-Assistent soll in mehreren Sprachen verfügbar sein. Auch die Stimme und sogar Persönlichkeit können eingestellt werden. 

Hardware-Optimierung: Das letzte Feature könnte klammheimlich eines der besten sein. Die KI soll eure Hardware-Leistung analysieren können, um optimale Einstellungen zu wählen, damit ihr die beste Performance in euren Spielen erhaltet. 

Ab wann ist der Copilot verfügbar?

Razer hat noch kein genaues Datum genannt, aber eine Beta soll noch dieses Jahr starten. Spieleentwickler und -entwicklerinnen können sich ab sofort anmelden, wenn sie den Assistenten in ihre Spiele integrieren wollen. Interessierte Spieler und Spielerinnen können sich ebenfalls anmelden.

Jetzt seid ihr gefragt: Würdet ihr so einen KI-Assistenten in Spielen nutzen oder seht ihr das als unnötig oder gar nervig an? Schreibt uns eure Meinung dazu gerne in die Kommentare!

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