Ein Release, auf den ich freudig gewartet, mich aber auch davor gefürchtet habe: Gerade hat Razer das neue Blackshark V3 Pro veröffentlicht.
Ich habe alle Vorgänger der letzten Jahre getestet. Besonders angetan hat es mir das Razer Blackshark V2 Pro (2023). Das V2 Pro ist aus meiner Sicht nicht nur ein starker Konkurrent für andere Marken, sondern auch für das neue Modell von Razer selbst.
In den letzten zwei Wochen hatte ich die Gelegenheit, das Razer Blackshark V3 Pro auszuprobieren. Da ich mit dem Gaming-Headset aber nur kurz zum Spielen gekommen bin, muss mein ausführlicher Praxistest noch etwas warten.
Unterschiede zum Blackshark V2 Pro (2023)
Auf den ersten Blick sehen das neue Razer Blackshark V3 Pro und das Blackshark V2 Pro (2023) identisch aus. Sowohl äußerlich als auch technisch gibt es aber einige Unterschiede.
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Razer Blackshark V3 Pro Ersteindrücke (Musik: Gameplay by Chillpeach)
Optik und Haptik
Direkt beim Auspacken werden ohne Blick auf die Spezifikationen einige optische und haptische Veränderungen gegenüber dem Vorgänger deutlich:
- An/Aus-Taste und Lautstärke-Drehknopf sind nun geriffelt
- Letzterer ist nun aus Metall
- Mikrofonkopf ist vor dem Windschutz schmaler
- Ohrmuschel-Außenplatten sind abnehmbar (magnetisch)
- Kein klassischer USB-Dongle mehr, sondern Hyperspeed Wireless Gen-2 (textil-ummanteltes USB-A auf USB-C-Kabel mit Empfänger zum Anstecken)
Technische Daten im Vergleich
| Modell | Razer Blackshark V3 Pro | Razer Blackshark V2 Pro (2023) |
| Verbindung | Kabellos: Bluetooth 5.3 oder 2,4 GHz-Funk mit HyperSpeed Wireless Gen-2 Dongle (am Kabel) Kabel: USB-A oder 3,5 Millimeter Klinke | Kabellos: Bluetooth 5.2 oder 2,4 GHz-Funk mit USB-A-Dongle Kabel: USB-A |
| Akkulaufzeit | 70 Stunden (mit Funk) | 70 Stunden |
| Kompatibilität (laut Packung) | PC, Mac, PlayStation, Switch, Steam Deck, Smartphone | PC, Mac, PlayStation, Switch, iOS, Android |
| Treiber | Razer Triforce Bio-Zellulose 50 Millimeter Gen-2 | Razer Triforce Titanium 50 Millimeter |
| Mirkofon | HyperClear Vollband 12 Millimeter (abnehmbar) Frequenz: 20 Hz bis 20 kHz | HyperClear Super-Breitband 12 Millimeter (abnehmbar) Frequenz: 100 Hz bis 10 kHz |
| Frequenzgang | 12 Hz bis 28 kHz | 12 Hz bis 28 kHz |
| Weiteres | THX Spatial Audio mit 7.1.4 Surround Sound | THX Spatial Audio |
| Gewicht | 367 Gramm | 320 Gramm |
| Variationen | Weiß | Weiß |
| Lieferumfang | Blackshark V3 Pro, HyperSpeed Wireless Gen-2-Dongle, Mikro, USB-A auf USB-C-Kabel, 3,5-Millimeter-Klinkenkabel, Guide | Blackshark V2 Pro (2023), HyperSpeed Wireless Gen-2-Dongle, Mikro, USB-A auf USB-C-Kabel, 3,5-Millimeter-Klinkenkabel, Guide |
| Preis (UVP) | 270 Euro | 230 Euro (inzwischen wesentlich günstiger) |
Erste Eindrücke aus der Praxis
Während der knapp zwei Wochen hatte ich das Gaming-Headset jeden Tag über mehrere Stunden am Stück auf den Ohren. Ich habe nicht nur Musik gehört und Serien angesehen, sondern auch täglich an teils sehr langen Meetings teilgenommen.
Privat kamen Discord-Voice-Chats und zwischendurch kurz ein paar Level in Metal: Hellsinger dazu. Das Blackshark V3 Pro sitzt fest, aber dennoch druckfrei auf meinem Kopf. Es ähnelt auch dabei seinem Vorgänger, ist aber etwas schwerer.
Was beide außerdem gemeinsam haben, ist, dass die Ohrpolster recht warm werden, ungefähr so wie beim Logitech G522 Lightspeed (Test).
Klanglich konnte ich nur kleine Unterschiede feststellen, jedoch kommt mir der Vorgänger etwas klarer vor. Das kann aber auch eine Frage der Gewöhnung sein, immerhin habe ich das V2 Pro nun seit 2023.
Änderungen, die mir außerordentlich gut gefallen, sind der jetzt geriffelte An-/Aus-Schalter und das ebenfalls geriffelte Lautstärkerad aus Metall. Das mag wie eine Kleinigkeit klingen, wer aber viel spielt und das Headset dynamisch in verschiedenen Situationen und mit Unterbrechungen benutzt, so wie ich, wird das zu schätzen wissen.
Nicht nur hat das Lautstärkerad jetzt eine griffigere Haptik, es fühlt es sich auch hochwertiger an. Beim Vorgänger finden wir hier bloß glattes Plastik.
Ebenso bei besagter An-/Aus-Taste: Jetzt, wo diese sich ganz anders anfühlt, kann ich, auch wenn es mal schnell gehen soll, ebenjene ohne Verzögerung ertasten.
Weniger schön finde ich die neue Dongle-Konstruktion. Der Dongle wird indessen über ein Kabel mit dem PC verbunden. Das soll für eine geringere Latenz und eine störfreie Übertragung sorgen.
Im E-Sports-Umfeld mag diese Rechnung aufgehen, in meinem Alltag bedeutet sie aber ein weiteres Kabel auf meinem Schreibtisch, das ich bei einem kabellosen Gerät ja eigentlich explizit umgehen möchte.
Zudem haben erste Reichweiten-Tests ergeben, dass die Verbindung jetzt nicht mehr so weit reicht. Auch hier werden weitere Tests und Vergleiche folgen, um ein abschließendes Resümee abzugeben.
Dezidierte Klangtests und insbesondere ausführliche Spieletests stehen in den nächsten Tagen an. Wie gut, dass ich mir schon einmal Doom: The Dark Ages zugelegt habe.
Wie bei Razer üblich wurde nicht nur das hochpreisige Pro
-Modell, sondern zwei weitere Blackshark V3-Variationen herausgebracht: das Razer Blackshark V3 (150 US-Dollar) und das Blackshark V3 X Hyperspeed (100 US-Dollar).
Alle Varianten gibt es ab sofort im Handel – wahlweise in Schwarz oder Weiß.

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