Razer USB4-Dock: Edles Design trifft auf eine überraschende Schwäche

Die Razer USB4-Dock bietet eine elegante Lösung gegen Kabelsalat. Mit 14 Anschlüssen und stabiler Leistung hilft es bei der Optimierung des Arbeitsplatzes.

Das Razer USB4-Dock ist in Schwarz und Silber erhältlich. Das Razer USB4-Dock ist in Schwarz und Silber erhältlich.

Jeder, der seinen Laptop auch stationär mit externem Display und den gewohnten Peripheriegeräten wie Maus, Tastatur und Drucker verwenden möchte, wird früher oder später den Kabelsalat auf dem Schreibtisch verfluchen.

Abhilfe kann hier eine Dockingstation wie der USB4-Dock von Razer aus diesem Test schaffen. Wie gut sie sich im Alltag schlägt, kläre ich jetzt.

Transparenzhinweis : Razer hat mir das USB4-Dock für den Test kostenfrei zur Verfügung gestellt. Der Hersteller hatte keinen Einfluss auf den Artikelinhalt und bekam keine Einsicht vor dem Erscheinen des Tests. Es bestand keine Verpflichtung zu einem Testbericht.

Razer USB4-Dock
Razer USB4-Dock
Razer bietet mit seinem USB-Dock eine hochwertige und robuste Möglichkeit in seinem Produktprogramm, um den Kabelwust am Schreibtisch effektiv im Zaum zu halten. Die Verarbeitung und die Vielzahl der Anschlüsse haben mir im Test sehr gut gefallen. 

Weniger gefallen haben mir allerdings der hohe Preis von fast 250 Euro und das Fehlen von wenigstens einem USB4-Downstream-Port. So steht die volle USB4-Geschwindigkeit leider nur bei der Verbindung zwischen Dock und Laptop zur Verfügung, alle anderen USB-Anschlüsse arbeiten deutlich langsamer.
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Viele Anschlüsse
  • Stabile Übertragung von Bild & Ton bei Vollbelegung
  • Sehr teuer
  • Kein USB4-Downstream
  • Schnelleres Thunderbolt-4-Dock für das gleiche Geld erhältlich
Zum Shop
Mit einem Einkaufswagen markierte Links sind so genannte Affiliate-Links. Beim Kauf über diese Links erhalten wir je nach Anbieter eine kleine Provision – ohne Auswirkung auf den Preis. Mehr Infos. Mehr Infos.

An dem kleinen Gerät werden alle USB-Geräte eingesteckt und der Laptop schließlich über ein einzelnes Kabel angeschlossen und gleichzeitig auch mit Strom versorgt.

Solche Dockingstations gibt es in vielen Größen und Preisklassen. Wir sehen uns heute mit dem Razer USB4-Dock einen eher teuren Vertreter an.

Die Verarbeitung des Razer USB4-Docks ist makellos. Die Verarbeitung des Razer USB4-Docks ist makellos.

Lieferumfang

Neben dem USB4-Dock befindet sich in der Verpackung noch ein passendes mit Textil ummanteltes USB-C-Kabel und ein Netzteil.

Letzteres ist mit einer maximalen Leistung von 180 Watt üppig dimensioniert.

Design und Verarbeitung

Das USB4-Dock ist in den Farben Schwarz und Silber erhältlich. Es besitzt eine robuste und sehr hochwertig wirkende Hülle aus massivem Aluminium.

Das alleine wäre jetzt nichts Besonderes, auch andere Dockingstationen besitzen oft ein Alugehäuse. Beim Razer Dock besteht die Hülle aber aus einem Teil. Es handelt sich also um ein Aluprofil, in das die Technik seitlich eingeschoben wird.

Das wirkt sehr edel und hinterlässt einen hervorragenden haptischen Eindruck. Das Material gibt selbst bei starkem Druck keinen Mikrometer nach, Verwindungsversuche scheitern bereits im Ansatz.

An der Unterseite befindet sich eine Auflagefläche aus weichem Gummi. Das sorgt dafür, dass sich das Dock nicht so schnell verschiebt und schont zudem die Oberfläche eures Schreibtischs.

Von der Verarbeitung her ist das 425 Gramm schwere Razer USB4-Dock ganz weit vorn mit dabei. Alle Ports sind sauber und gerade eingelassen, da wackelt und knirscht absolut nichts.

Die Anschlüsse

Die Dockingstation bietet insgesamt 14 Anschlüsse:

  • Verbindung zum Laptop: 1x USB4 (Typ-C) mit bis zu 100 Watt Power-Delivery (PD)
  • 1x USB-C  (10 GB/s) mit 20 Watt PD
  • 1x USB-C-3.2 (10 GB/s)
  • 2x USB-A-3.2-Gen. 2
  • 2x USB-A-3.2-Gen. 1
  • 1x USB-A-2.0
  • 1x HDMI 2.1 – 4K @ 120 Hz
  • 1x DisplayPort 1.4 – 4K @ 120 Hz*
  • SD-Cardreader: 1x SD 3.0 UHS-II, 1x µSD 3.0 UHS-II
  • 1x Gigabit-Ethernet 
  • 1x  3,5-mm-Audio
  • 1x Stromanschluss

Damit ist das Dock von Razer gut ausgestattet und sollte für die meisten Anwender mehr als ausreichend Anschlüsse bereitstellen.

Interessant und bei vielen Docks nicht zu finden ist ein Schalter, mit dem das Gerät ausgeschaltet werden kann.

Das USB4-Dock in der Praxis

Im alltäglichen Gebrauch hinterlässt das Dock einen guten Eindruck. Besonders gefällt mir, dass man kein elektronisches Fiepen hört. In meinem Besitz befinden sich mehrere billige Docks, von denen die meisten knistern oder fiepen, wenn sie mit Strom versorgt werden. 

Ich habe das Razer USB4-Dock jetzt mehrere Tage mit meinem Arbeits-Setup verwendent. Dieses besteht aus einem Lenovo Thinkpad und einem 4K-Display von Eizo.

An Peripheriegeräten hatte ich am Dock Maus und Tastatur, zwei Drucker/Scanner, einen USB-DAC und im Wechsel verschiedene USB-Sticks beziehungsweise externe Festplatten angeschlossen. Testweise habe ich auch den LAN-Anschluss am Dock verwendet. 

Die Bildqualität über USB4 und dann vom Dock über HDMI ist sehr gut, da kann ich wirklich nicht klagen. Auch wenn alle Anschlüsse am Gerät belegt waren, kam es zu keinen Bild- oder Tonstörungen und auch nicht zu Rucklern.

Das USB4-Dock von Razer wurde während des Tests gleichzeitig lediglich handwarm.

Einschränkungen bei USB4 waren zu erwarten

Euch ist sicher aufgefallen, dass die beiden zur Verfügung stehenden USB-C-Ports lediglich mit 10 GB/s arbeiten.

Diese liefern dann auch die zu erwartenden Übertragungsraten  von rund 800 MB/s. Das ist deutlich weniger als die für den Test eingesetzte Corsair MP600 Pro leisten könnte.

Mit einem schnellen USB4-Gehäuse wären an einem vollwertigen USB4-Anschluss Transferraten von rund 3,7 GB/s möglich.

Die für den Test genutzte Corsair MP600 Pro SSD bleibt am Razer Dock deutlich hinter ihren Möglichkeiten. Die für den Test genutzte Corsair MP600 Pro SSD bleibt am Razer Dock deutlich hinter ihren Möglichkeiten.

Alternativen zum Razer USB4-Dock

OWC Thunderbolt 4 Dock: Für aktuell 238 Euro erhaltet ihr von OWC ein hochwertiges Thunderbolt-4-Dock. Die Schnittstelle ist zu USB4 vollständig kompatibel. Im Vergleich zum USB4-Modell von Razer bekommt ihr auch drei Thunderbolt-Downstream-Ports, die ihr mit 40GB/s nutzen könnt. Einen HDMI-Anschluss hat das Gerät allerdings nicht. 

RaidSonic Icy Box IB-DK8801-TB4: Auch bei diesem Modell handelt es sich um einen Thunderbolt-4-Dock. Neben zwei schnellen Thunderbolt-Downstream-Ports gibt es hier einen HDMI-Anschluss und vier USB-3.1-Schnittstellen. Das IB-DK8801-TB4 ist ab rund 255 Euro zu haben. 

Digitus USB4-Dock: Mit rund 145 Euro ist die Lösung von Digitus deutlich günstiger als die zuvor genannten Empfehlungen. Wie beim Modell von Razer gibt es auch hier keine schnellen Downstream-Ports. Wenn ihr darauf verzichten könnt, bietet das Modell von Digitus neben HDMI- und LAN-Anschlüssen noch einen Card-Reader und eine ganze Reihe von USB-Ports.

Fazit der Redaktion

Insgesamt hinterlässt das USB4-Dock von Razer einen guten Eindruck. Die Verarbeitung ist sehr gut und Anzahl sowie Art der Anschlüsse sind grundsätzlich gut gewählt.

Auch wenn alle Ports belegt sind, wird die Wiedergabe von Bild und Ton nicht beeinträchtigt, das habe ich durchaus schon anders gesehen. Dazu wird das kleine Gerät auch bei längerer Belastung nicht heiß. 

Mit rund 250 Euro verlangt der Hersteller eine ganze Stange Geld für das Dock. Wie erwähnt, wird die Qualität durchaus auch dem Preis gerecht.

Problematisch ist allerdings, dass ich für das gleiche Geld auch ein USB4 kompatibles Thunderbolt-4-Dock bekomme, das dann auch noch mehrere 40-Gbps-Downlink-Ports hat. 

Das kann das Modell von Razer nicht bieten. Externe Festplatten übertragen ihre Daten daher immer deutlich langsamer. Stünde ich vor einer Kaufentscheidung, würde ich wohl für das gleiche Geld zum Thunderbolt-4-Dock greifen.

 

zu den Kommentaren (1)

Kommentare(1)
Kommentar-Regeln von GameStar
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.