Seit dem legendären Set Die Schlacht um Helms Klamm aus dem Jahr 2012 bin ich großer Fan von Lego-Adaptionen des Tolkien-Epos. Mit Bruchtal und dem gewaltigen Turm von Barad-dûr folgen monumentale Meisterwerke für Mittelerde-Baumeister, jetzt steht der Release von Minas Tirith an.
Wie mickrig wirkt dagegen Saurons Helm! Das Icons-Set mit der Nummer 11373 hat nur knapp über 500 Teile, dafür aber einen ordentlichen Preisaufschlag für die Lizenz. »Wer braucht so was?«, fragte ich mich zum Release. Und: »Wer kauft so was?«
Doch als der dunkle Herrscher von Mordor schließlich als Rezensionsexemplar auf meinem Tisch landete, brachte jeder neue Bauschritt meine ablehnende Haltung weiter ins Wanken. Im Test erkläre ich euch, warum ich Saurons Helm dann doch für ein schönes Ausstellungsstück halte. Und unter welchen Bedingungen ich euch zum Kauf rate.
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Name: 11373 Der Herr der Ringe: Saurons Helm
Themenwelt: Ideas
Erscheinungsdatum: 1. März 2026
Verfügbarkeit: Einzelhandel
Preis: 74,99 Euro
Maße: 33 x 13 x 13 cm
Steinezahl: 538
Minifiguren: 1
Preis pro Stein: 13,9 Cent
Altersempfehlung: 18 Jahre
Für den Test wurde uns ein Rezensionsexemplar von Lego zur Verfügung gestellt.
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Kleiner Sauron aus einem großen Set
Der eigentliche Star dieses Pakets ist ironischerweise gar nicht der große Kopfschmuck selbst, sondern eine winzige Beigabe.
Wer sich das sündhaft teure Set von Barad-dûr im Jahr 2024 nicht leisten konnte, hatte bislang keinen Zugriff auf die Sauron-Minifigur. Doch jetzt hat es der große Bösewicht aus Mittelerde mit zwei Jahren Verspätung in ein günstigeres Set geschafft. Wobei »günstig« relativ ist, aber dazu später mehr. Schauen wir uns erstmal den Herrscher von Mordor an:
Lego liefert hier glücklicherweise exakt dieselbe detailreiche Figur mit ihrer spektakulären (etwas weichen) Rüstung, den aufwendig bedruckten Beinen und dem ikonischen, chromgoldenen Einen Ring.
Dass Helm und Schulterpanzer aus einem einzigen Gussstück gefertigt sind, nimmt der Figur zwar die Bewegungsfreiheit für den Kopf, fängt den bedrohlichen Leinwandauftritt aber perfekt ein. Unter den Sehschlitzen lodern Saurons feurige Augen. Die fehlen übrigens im großen Helm, was aber durchaus der Vorlage entspricht:
Hoch und doch klein
Das fertige Modell misst stolze 33 Zentimeter in der Höhe und überragt damit viele andere Sammlerstücke aus der bekannten Helmkollektion deutlich, etwa den von Boba Fett. Das liegt natürlich an den langen Dornenspitzen. Von den eigentlichen Dimensionen war ich dann entsprechend überrascht, denn es handelt sich eher um ein Helmchen:
Die Rückseite ist naturgemäß weniger schick als der vordere Teil. Die Spitzen könnten gefühlt jeweils noch einen Ticken länger sein.
Was den Wiedererkennungswert angeht, muss ich den Set-Designern ein Lob aussprechen: Saurons bedrohliche Aura wird beim Blick von vorne erstaunlich gut eingefangen. Lego nutzt hier geschickt moderne Bauteile wie die asiatischen Pagodendächer.
Wangenknochen, Nase und Augen haben alle die charakteristische Form der Vorlage. Die angewinkelte Konstruktion erzeugt die Illusion eines runden Helms, der ansonsten nur schwer mit rechteckigen Lego-Bausteinen nachzubauen wäre - fragt mal die Minecraft-Community!
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Das Zusammenspiel aus Noppen und glatten Fliesen imitiert die verzierten Muster des metallischen Vorbilds. Wer allerdings ganz genau hinsieht, bemerkt kleine Abweichungen zum Film. Einige Spitzen im Ohrenbereich sind eine Spur zu lang, und die Dornen über den Augen sitzen etwas zu weit außen. Zudem fällt die Rückseite im Vergleich zur Front deutlich ab, da die abgerundeten Fliesen die komplexen Kurven des Helms nicht fehlerfrei abbilden können.
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