Xiaomi und Samsung geschlagen: Dieses Handy hat sich gerade auf Platz 1 meiner Benchmark-Tabelle katapultiert

Das Redmagic 11S Pro überzeugt im Test vor allem mit einem: brachialer Leistung. Doch gegenüber dem Vorgängermodell hat sich nur wenig getan.

Das Redmagic 11S Pro zeigt sich im Test als Performance-Monster. Dennoch fällt die Empfehlung nicht leicht. (Bildquelle: GameStar Tech) Das Redmagic 11S Pro zeigt sich im Test als Performance-Monster. Dennoch fällt die Empfehlung nicht leicht. (Bildquelle: GameStar Tech)

Mehr Takt und eine verbessere Kühlung – Redmagic spendiert seinem Flaggschiff ein S-Update. Das gibt es in jedem Jahr und ist vor allem für diejenigen interessant, die jedes Quäntchen Leistung aus einem Gaming-Smartphone kitzeln.

Heißt aber auch: Wer meinen 11‑Pro‑Testbericht kennt, kennt über 95 Prozent des 11S Pro – und genau deshalb stellt sich natürlich die Frage, ob sich der Aufpreis von 100 Euro lohnt.

Transparenzhinweis: Nubia hat mir das Redmagic 11S Pro für den Test kostenfrei zur Verfügung gestellt. Der Hersteller hatte keinen Einfluss auf den Artikelinhalt und bekam keine Einsicht vor Erscheinen des Tests. Es bestand keine Verpflichtung zu einem Testbericht.

Leistungs-Tipp
Redmagic 11S Pro
Redmagic 11S Pro
Das Redmagic 11S Pro ist eines der schnellsten Android‑Smartphones und setzt sich an die Spitze meiner Benchmark‑Tabellen. Wer das Maximum an Leistung sucht, bekommt genau das. Mit Flüssigkühlung, RGB, großem OLED mit 144 Hertz, Schultertasten und zahlreichen Gaming-Features richtet es sich klar an Spieler.

Gleichzeitig bleiben die bekannten Schwächen bestehen: recht kurze Akkulaufzeit trotz großem Akku, schlechte Frontkamera und eine enge Update‑Politik. Spannend ist vor allem der Preis: Während das 11S Pro für 800 Euro startet, hat Redmagic das Vorgängermodell parallel um 100 Euro reduziert – und das ist in vielen Szenarien genauso gut.
  • Sehr viel Leistung
  • Großes und helles OLED-Display mit 144 Hertz
  • Programmierbare Schultertasten
  • Diverse Gaming-Features softwareseitig
  • IPX8-Schutz trotz Lüfteröffnungen
  • 80-Watt-Laden mit und ohne Kabel
  • Schwache Akkulaufzeit
  • Schlechte Frontkamera
  • Kein eSIM-Support
  • Lüfter ist laut, kann aber zumindest abgeschaltet werden

Lieferumfang

Beim Lieferumfang bleibt Redmagic seiner Linie treu: Auch das 11S Pro kommt mit allem, was man zum Start braucht.

Im Karton liegen:

  • USB‑C‑auf‑USB‑C‑Kabel
  • 80‑Watt‑Netzteil
  • Hartplastik‑Schutzhülle
  • SIM‑Eject‑Tool
  • Kurzanleitung

Wie beim 11 Pro ist das üppiger als bei vielen aktuellen Top‑Smartphones, die oft quasi nur noch ein Kabel beilegen.

Eine Displayschutzfolie ist ab Werk montiert, diese ist aber dünn und recht kratzempfindlich. Langfristig würde ich hier zu einer robusteren Panzerglasfolie raten.


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Inhaltsverzeichnis
So habe ich getestet

Ich habe das Redmagic 11S Pro über einen Zeitraum von einer Woche so vielseitig wie möglich im Alltag verwendet. Ganz ersetzen konnte ich mein Hauptgerät (iPhone) nicht, da meine Kommunikation größtenteils über iMessage läuft und ich zudem verschiedene Geräte über Apple HomeKit steuere.

Spezifikationen
Redmagic 11S Pro
Display6,85 Zoll AMOLED, 2.688 × 1.216 Pixel, 144 Hz, 1.800 Nits
ProzessorQualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5 Leading Version
Arbeitsspeicher12 oder 16 GB RAM
Speicher256 oder 512 GB, keine microSD-Erweiterung
Hauptkamera50 MP, f/1.88, OIS
Ultraweitwinkel50 MP, f/2.0
Frontkamera16 MP (Unter-Display)
Akku7.500 mAh, 80-Watt-Schnellladen (kabellos und kabelgebunden)
BetriebssystemAndroid 16, Redmagic OS 11.5
SchutzIPX8
Konnektivität5G, Wi-Fi 7, Bluetooth 5.4, NFC, kein eSIM
AnschlüsseUSB-C 3.2 Gen 2, 3,5-mm-Klinke
Gewicht230 Gramm
Dicke8,9 mm
Preisab 799 Euro
Preis und Verfügbarkeit

Das Redmagic 11S Pro liegt preislich bei 799 Euro für die Version mit 12 GB RAM und 256 GB Gerätespeicher. Die höhere Variante mit 16 GB / 512 GB schlägt mit 899 Euro zu Buche. Im Gegensatz zum Redmagic 11 Pro gibt es keine Version mehr mit 24 GB / 1 TB.

Erhältlich ist das Gaming-Smartphone in den Farben Nightfreeze und Subzero.


Design und Verarbeitung

Optisch ist das Redmagic 11S Pro praktisch ein 11 Pro mit leicht überarbeiteter Transparenz‑Optik auf der Rückseite. Der Hersteller setzt aber weiterhin auf RGB‑Beleuchtung, die programmierbaren Touch-Schultertasten und vor allem die sichtbare Flüssigkühlung, die beim 11 Pro eingeführt worden ist.

Von den Gerätemaßen und dem Gewicht liegt das 11S Pro exakt auf dem Niveau seines Vorgängers. Vorder‑ und Rückseite sind weiterhin mit Gorilla Glass geschützt, der Rahmen besteht aus Aluminium.

Was mir bei Redmagic immer gut gefällt: Die Rückseite ist komplett plan ohne Kamerabuckel, sodass das Handy auf dem Tisch nicht kippelt.

In der Praxis liegt das Gerät allerdings genauso wuchtig in der Hand wie 11 Pro oder auch das Redmagic 11 Air – eine Einhandbedienung ist mit dem großen 6,85-Zoll-Display kaum möglich.

Die IPX8‑Zertifizierung bleibt trotz Lüfteröffnungen wie beim 11 Pro erhalten. Damit bietet das Handy einen Wasserschutz und hält einem Untertauchen bis 1,5 Meter für 30 Minuten in Süßwasser Stand.


Display

Beim Display gibt es keine Überraschungen und das ist positiv.

Das 11S Pro nutzt denselben tollen AMOLED‑Screen wie das 11 Pro:

  • 6,85 Zoll, 2.688 × 1.216 Pixel
  • Bis zu 144 Hertz Bildwiederholrate
  • Rund 1.800 Nits Spitzenhelligkeit
  • 95,3 Prozent Screen‑to‑Body‑Ratio
  • Unter‑Display‑Kamera statt Notch oder Punch‑Hole

In der Praxis bedeutet das: sehr flüssige Darstellung, sehr hohe Schärfe und ein Bildschirm, der auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesbar bleibt.

Die Unter-Display‑Frontkamera sorgt für ein vollflächiges, ununterbrochenes Display, was optimal für Spiele und Videos ist – aber mit deutlichen Abstrichen bei der Selfie‑Qualität einhergeht.

Der Ultraschall-Fingerabdrucksensor unter dem Bildschirm entsperrt das Handy pfeilschnell und zuverlässig, auch bei leicht feuchten oder schmutzigen Fingern.


Video starten 9:26 10 geniale Funktionen für euer Android-Handy, die ich auch meinen Freunden empfehle


Prozessor, Benchmarks und Kühlung

Im Inneren steckt weiterhin Qualcomms Snapdragon 8 Elite Gen 5, im 11S Pro allerdings als »Leading Version« mit höherem maximalen Takt von bis zu 4,74 GHz. Je nach Variante gibt es bis zu 16 Gigabyte RAM und 512 Gigabyte UFS‑4.1‑Pro‑Speicher.

Im Alltag ist das Resultat dieser Ausstattung erwartbar: Apps öffnen verzögerungsfrei, Multitasking mit vielen parallel laufenden Games und Social‑Media‑Apps bringt das System nicht ins Schwitzen und anspruchsvolle Titel wie »Where Winds Meet« oder »Genshin Impact« laufen mit maximalen Einstellungen butterweich.

Anspruchsvolle Titel wie »Where Winds Meet« spielt ihr flüssig auf höchsten Grafikeinstellungen. (Bildquelle: GameStar Tech) Anspruchsvolle Titel wie »Where Winds Meet« spielt ihr flüssig auf höchsten Grafikeinstellungen. (Bildquelle: GameStar Tech)

Spannend wird es in den Benchmarks, wo sich das 11S Pro leicht vom 11 Pro absetzen kann. In meinen Messungen erreicht es:

  • Geekbench 6 Single Core: 3.848 Punkte
  • Geekbench 6 Multi Core: 12.004 Punkte
  • AnTuTu: 4.269.050 Punkte
GerätGeekbench SingleGeekbench MultiAnTuTu
Redmagic 11S Pro3.84812.0044.269.050
Redmagic 11 Pro3.70411.7703.987.368
Redmagic 11 Air3.06310.1173.298.400
Redmagic 10S Pro3.1549.9122.859.587

In meiner Benchmark‑Tabelle sitzt das 11S Pro damit ganz oben und überholt nicht nur den eigenen Vorgänger, sondern auch aktuelle Top‑Modelle wie Galaxy S26 Ultra und diverse Snapdragon‑8‑Elite‑Konkurrenten knapp.

Geekbench CPU Single Core
Redmagic 11S Pro

  • Bewertung
Redmagic 11S Pro
3848
Redmagic 11 Pro
3704
realme GT8 Pro
3669
Honor Magic 8 Pro
3666
Xiaomi 17
3588
Samsung Galaxy S26 Ultra
3474
Samsung Galaxy S25
3248
Samsung Galaxy S25 Ultra
3201
Honor Magic7 Pro
3186
Redmagic 10S Pro
3154
Samsung Galaxy Z Fold 7
3136
Nubia Z70 Ultra
3135
Samsung Galaxy S26
3064
Redmagic 11 Air
3063
Honor 600 Pro
3045
Sony Xperia 1 VII
3007
Poco F8 Pro
2931
Poco X8 Pro Max
2648
Xiaomi 15T Pro
2537
Samsung Galaxy Z Flip 7
2457
Google Pixel Pro XL
2341
Poco F7 Pro
2216
Nothing Phone 3
2201
Poco F7
2078
Samsung Galaxy A57
1394
Samsung Galaxy A56
1359
Motorola Edge 70
1351
Nothing Phone 4a Pro
1312
Nothing Phone 4a
1238
Samsung Galaxy A37
1167
Nothing Phone 3a Pro
1167
Samsung Galaxy A36
1080
Sony Xperia 10 VII
1029
Samsung Galaxy A26
1012
CMF Phone 2 Pro
1003
Poco M7 Pro
945
HMD Fusion
922
Xiaomi Redmi Note 15
731
  • 0
  • 780
  • 1560
  • 2340
  • 3120
  • 3900

Geekbench CPU Multi Core
Redmagic 11S Pro

  • Bewertung
Redmagic 11S Pro
12004
Redmagic 11 Pro
11770
Samsung Galaxy S26 Ultra
11054
realme GT8 Pro
10997
Honor Magic 8 Pro
10902
Samsung Galaxy S26
10698
Xiaomi 17
10383
Samsung Galaxy S25
10188
Samsung Galaxy S25 Ultra
10137
Redmagic 11 Air
10117
Redmagic 10S Pro
9912
Honor Magic7 Pro
9863
Samsung Galaxy Z Fold 7
9759
Nubia Z70 Ultra
9602
Honor 600 Pro
9218
Poco F8 Pro
9085
Sony Xperia 1 VII
8912
Poco X8 Pro Max
8607
Samsung Galaxy Z Flip 7
8056
Xiaomi 15T Pro
7728
Nothing Phone 3
7020
Poco F7 Pro
6700
Google Pixel 10 Pro XL
6441
Poco F7
6434
Samsung Galaxy A57
4484
Nothing Phone 4a Pro
4163
Motorola Edge 70
4158
Samsung Galaxy A56
3884
Samsung Galaxy A37
3469
Nothing Phone 4a
3294
Nothing Phone 3a Pro
3273
Sony Xperia 10 VII
2945
Samsung Galaxy A36
2945
Samsung Galaxy A26
2858
CMF Phone 2 Pro
2783
Poco M7 Pro
2315
HMD Fusion
2226
Xiaomi Redmi Note 15
1949
  • 0
  • 2600
  • 5200
  • 7800
  • 10400
  • 13000

AnTuTu Benchmark
Redmagic 11S Pro

  • Bewertung
Redmagic 11S Pro
4269050
Redmagic 11 Pro
3987368
realme GT8 Pro
3963180
Samsung Galaxy S26 Ultra
3703886
Honor Magic 8 Pro
3675432
Xiaomi 17
3320530
Redmagic 11 Air
3298400
Poco F8 Pro
3119124
Honor 600 Pro
3013381
Samsung Galaxy S26
2914892
Redmagic 10S Pro
2859587
Poco X8 Pro Max
2814468
Honor Magic7 Pro
2765339
Samsung Galaxy S25 Ultra
2721019
Xiaomi 15T Pro
2677645
Samsung Galaxy S25
2676028
Nubia Z70 Ultra
2461787
Samsung Galaxy Z Fold 7
2292255
Sony Xperia 1 VII
2192908
Nothing Phone 3
2012758
Poco F7 Pro
2007206
Poco F7
1943634
Samsung Galaxy Z Flip 7
1780698
Google Pixel 10 Pro XL
1522927
Nothing Phone 4a Pro
1451274
Motorola Edge 70
1421254
Samsung Galaxy A57
1389227
Samsung Galaxy A37
1089254
Samsung Galaxy A56
906542
Sony Xperia 10 VII
867875
Nothing Phone 4a
853769
Nothing Phone 3a Pro
820500
CMF Phone 2 Pro
688504
Samsung Galaxy A36
614277
Samsung Galaxy A26
583689
Poco M7 Pro
463683
HMD Fusion
444558
Xiaomi Redmi Note 15
389541
  • 0
  • 860000
  • 1720000
  • 2580000
  • 3440000
  • 4300000

Spüren kann ich den Vorsprung im Alltag allerdings nicht. Wie schon beim 11 Pro oder anderen Snapdragon-Elite-Modellen sind die meisten Apps schlicht unterfordert.

Kleinere Änderungen gibt es beim Flüssigkühlsystem. Das 11S Pro setzt auf eine weiterentwickelte Version des AquaCore‑Cooling‑Systems:

  • Flüssigkühlung mit fluorierter, nicht leitender Flüssigkeit
  • Liquid Metal 3.0 für effizienteren Wärmetransfer
  • 13.116‑mm²‑Vapor‑Chamber
  • 24.000‑rpm‑TurboFan mit IP‑Schutz
  • Verbesserte Flüssigkeitszirkulation (+10 Prozent Effizienz)

Laut Redmagic sinken die Spitzentemperaturen im Vergleich zum 11 Pro unter extremer Last um 2 bis 3 Grad Celsius.

So teste ich die Performance
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Ich teste die Leistungsfähigkeit von Smartphones einerseits mit Apps und Spielen im Alltag. Gleichzeitig messe ich die CPU- sowie Gesamtperformance mit den Benchmark-Apps »Geekbench 6« sowie »AnTuTu Benchmark«, um eine objektive Vergleichbarkeit zwischen Smartphones herzustellen. Geekbench prüft die Single- und Multi-Core-Performance des Gerätes, AnTuTu die Gesamtleistung. Beide Programme geben am Ende eine Punktzahl aus und bieten auf ihrer Webseite zudem ein Ranking mit vielen anderen Geräten an.

Ein Nachteil bleibt allerdings: Der Lüfter ist auch beim 11S Pro deutlich hörbar, sobald er hochdreht. Das Handy klingt dann eher wie ein kleiner Gaming‑Laptop als ein Smartphone. Der Lüfter kann jedoch über die Schnelleinstellungen jederzeit abgeschaltet werden.


Akkulaufzeit

Auf dem Papier klingt der 7.500‑Milliamperestunden‑Akku vielversprechend – zumal Redmagic wie beim 11 Pro auf eine Silizium‑Kohlenstoff‑Anode setzt, die höhere Energiedichte bei gleichem Volumen ermöglicht. In der Praxis bleibt Redmagic aber weiter weit hinter der Nicht-Gaming-Konkurrenz zurück: Leistung geht eben vor Effizienz.

Im PCMark‑Work‑3.0‑Benchmark kommt das Redmagic 11S Pro auf 13 Stunden und 12 Minuten. Das ist leicht besser als beim 11 Pro und klar vor dem 11 Air, aber weiterhin deutlich hinter klassischen Modellen wie einem Sony Xperia 1 VII oder diversen Samsung‑ und Poco‑Modellen, die teils 18 bis 26 Stunden erreichen.

Im Alltag heißt das:

  • Ein voller Tag mit gemischter Nutzung (Social Media, Streaming, etwas Gaming, Kamera) ist drin.
  • Wer das Gerät primär zum Zocken nutzt, wird es am Abend regelmäßig laden müssen.
  • Zwei Tage ohne Steckdose sind nur bei sehr zurückhaltender Nutzung realistisch.
So teste ich die Akkulaufzeit
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Ich verwende die Android-Software »PCMark«, um einen Akkubenchmark durchzuführen und eine Vergleichbarkeit mit anderen Smartphones zu schaffen. Die App erledigt dabei Alltagsaufgaben wie Web-Browsing, Video-Wiedergabe, Textverarbeitung und Bildbearbeitung, bis der vollständig aufgeladene Akku unter 20 Prozent fällt. Am Ende gibt das Programm eine Zeitdauer als Gesamtergebnis aus.

Beim Laden ändert sich nichts: 80 Watt per Kabel, 80 Watt kabellos und Reverse‑Wireless‑Charging sind weiterhin an Bord.

Kurz gesagt: Das 11S Pro wird beim Thema Ausdauer minimal besser, bleibt aber klar ein Gaming‑Smartphone mit unterdurchschnittlicher Laufzeit im Vergleich zur Konkurrenz.


Kamera

Die Kamera‑Hardware entspricht 1:1 dem Redmagic 11 Pro:

  • 50‑Megapixel‑Hauptkamera (f/1.88, OIS)
  • 50‑Megapixel‑Ultraweitwinkel (f/2.0)
  • 2-Megapixel-Makro (f/2.4)
  • 16‑Megapixel‑Unter‑Display‑Frontkamera

Entsprechend verhält sich das Kamerasystem auch im Test identisch:

  • Bei Tageslicht liefert die Hauptkamera detailreiche, scharfe Fotos mit kräftigen, teils übersättigten Farben.
  • Der Ultraweitwinkel bewegt sich knapp darunter, ist für Landschaften und Architektur okay, bricht bei wenig Licht aber schnell ein.
  • Die Makrokamera mit zwei Megapixeln ist qualitativ nicht zu gebrauchen, womöglich dient sie dem System mehr für Tiefeninformationen.

Beispielaufnahmen:

Im Dunkeln zeigt sich dasselbe Bild wie beim 11 Pro und 10S Pro: Der Nachtmodus holt aus der Hauptkamera noch brauchbare Fotos heraus, die aber eher auf Mittelklasse‑Niveau liegen, während der Ultraweitwinkel merklich abfällt und Aufnahmen oft weichgezeichnet wirken.

Die Unter‑Display‑Frontkamera bleibt der größte Kompromiss: Selbst bei gutem Licht sehen Selfies milchig und weichgezeichnet aus, bei Innenraum‑Licht bricht die Qualität deutlich ein. Für Videocalls reicht es, für Selfies eher nicht.

Lautsprecher

Das Stereo‑Lautsprechersystem entspricht dem des 11 Pro und liefert für ein Smartphone einen ordentlichen, relativ vollen Klang mit guter Maximallautstärke. Für Gaming, YouTube und Streaming reicht die Qualität locker.

Wichtig für Gamer: Der 3,5‑Millimeter‑Klinkenanschluss bleibt erhalten, was bei vielen modernen Smartphones inzwischen nicht mehr selbstverständlich ist. Wer mit kabelgebundenem Headset und minimaler Latenz spielen möchte, ist hier im Vorteil gegenüber Geräten, die auf Bluetooth angewiesen sind.

Preis-Leistungs-Tipp
8BitDo Ultimate 2 Wireless
Preis-Leistungs-Sieger
8BitDo Ultimate 2 Wireless
In vielen Farben erhältlich
Die beste Wahl für Casual-Spieler, die nicht so viel Geld ausgeben möchten.
  • Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Hochwertige Verarbeitung und Beschichtung
  • Mit stabiler Ladestation
  • Taktile TMR-/Hall-Effect-Trigger und -Sticks
  • 1.000-Hz-Abtastrate
  • Unter Linux nur bedingt einsatzfähig
56 €
Preis-Leistungs-Tipp
GameSir G7 Pro
Empfehlung
GameSir G7 Pro
Auch in Weiß erhältlich
Ein fantastisches Gesamtpaket mit neuster Technik. Die Ergonomie könnte für sehr große Hände aber unbequem sein.
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Wechselbare Faceplates (nicht inklusive)
  • Mit Leuchtstreifen-Ladestation
  • Schönes, taktiles Feedback
  • TMR-Sticks & Hall-Effect-Trigger
  • An Konsolen nur mit Kabel (Wuchang-Edition auch wireless)
94 €

Konnektivität

Bei der Konnektivität übernimmt das Redmagic 11S Pro die Ausstattung des 11 Pro:

  • 5G‑Mobilfunk
  • Wi‑Fi 7
  • Bluetooth 5.4
  • NFC
  • Infrarot‑Blaster
  • Dual‑SIM mit zwei Nano‑SIM‑Slots (keine eSIM)
  • USB‑C 3.2 Gen 2 mit DisplayPort‑Ausgabe

Der einzige Wermutstropfen ist hier aus meiner sicht die fehlende eSIM‑Unterstützung. Für Gamer ist vor allem die Kombination aus schnellem WLAN, 3,5‑Millimeter‑Klinke und USB‑C‑3.2‑Display‑Out interessant, da sich das 11S Pro so auch als »Mini‑Konsole« am Monitor betreiben lässt.


Betriebssystem und Updates

Das Redmagic 11S Pro läuft mit Android 16 und Redmagic OS 11.5. Es gibt einige vorinstallierte Apps von Drittanbietern. Sie lassen sich aber zumindest schnell deinstallieren.

Optisch bleibt alles beim Alten: sehr nah an Stock‑Android, aber mit stark ausgebautem Game Space (erreichbar über einen physischen Schalter am Gerät), der das Herzstück der Redmagic‑Geräte bildet.

Im Game Space könnt ihr alle möglichen spielrelevanten Einstellungen verwalten, unter anderem Leistungsprofile, RGB-Lichter oder die Tastenbelegung der Schultertasten.

Die Gaming-Plugins sind vielfältig, hier findet ihr unter anderem:

  • Benutzerdefiniertes Fadenkreuz für präziseres Zielen.
  • Hunter Mode mit visuellen Filtern, die Gegner in verschiedenen Umgebungen besser hervorheben.
  • Screen Extraction – vergrößert einen bestimmten Bereich des Bildschirms für bessere Übersicht.
  • Superior Pic Quality – KI-gestützte Hochskalierung auf 2K-Auflösung bei bis zu 120 FPS.
  • Amplify Footsteps – verstärkt Schrittgeräusche von Gegnern.
  • Somatosensory Control – Bewegungssteuerung durch Kippen oder Heben des Geräts.

Die Plugin-Bibliothek bietet euch viele Zusatzfunktionen für Spiele. (Bildquelle: GameStar Tech) Die Plugin-Bibliothek bietet euch viele Zusatzfunktionen für Spiele. (Bildquelle: GameStar Tech)

Darüber hinaus bietet Redmagic auch beim 11S Pro Optionen für Streaming, den Anschluss von Peripherie-Geräten und einen Desktop-Modus.

Das Handy unterstützt den Anschluss externer Monitore über drahtlose sowie Kabelverbindungen mit bis zu 4K-Auflösung bei 144 Hertz. Auch Gamepads, Tastatur und Maus können mit dem Smartphone verbunden und konfiguriert werden.

Die deutsche Übersetzung ist weiterhin ein zweischneidiges Schwert: Praktische Dinge wie der legendäre »Brathähnchen-Modus« (maximale Leistung, maximale Hitze) sorgen zwar für Schmunzler, zeigen aber auch, dass Redmagic bei der Lokalisierung noch Luft nach oben hat.

Redmagic verspricht fünf Jahre Sicherheits-Updates, jedoch nur zwei große Android-Updates. Das ist im Vergleich mit anderen Herstellern mager.


Für wen lohnt sich das Redmagic 11S Pro?

Das Redmagic 11S Pro lohnt sich für euch, wenn …

  • ihr das aktuell schnellste Gaming‑Smartphone wollt und wirklich jedes Prozent mehr Leistung aus Games herausholen möchtet.
  • euch das Design mit sichtbarer Flüssigkühlung, RGB und Gaming‑Look anspricht.
  • ihr die Schultertasten, Game Space und Gaming‑Plugins aktiv beim Spielen nutzt.
  • ihr mit einer eher mittelmäßigen Kamera leben könnt und Akkulaufzeit nicht oberste Priorität hat.

Weniger geeignet ist das Gerät, wenn …

  • ihr vor allem ein Allround‑Smartphone mit starker Kamera und sehr langer Laufzeit sucht.
  • euch eSIM‑Support wichtig ist oder ihr einen leisen Betrieb bevorzugt.
  • ihr Preis‑Leistung im Blick habt – hier sind 11 Pro, 11 Air oder ein Nicht‑Gaming‑Flaggschiff oft die bessere Wahl.

Mögliche Alternativen

  • Redmagic 11 Pro: Der direkte Vorgänger ist inzwischen 100 Euro günstiger und bietet praktisch die gleiche Ausstattung: gleicher Akku, gleiches Display, sehr ähnliche Performance, identisches Kamerasystem und nahezu dasselbe Kühldesign. Wer nicht jedes Plus an Benchmark‑Punkten braucht, kann den Aufpreis fürs 11S Pro sparen.
  • Redmagic 11 Air: Günstiger, schlanker, ohne Flüssigkühlung und mit etwas schwächerem SoC. Für viele Mobile‑Gamer ist das Air jedoch ein guter Mix aus Preis-Leistung.
  • Samsung Galaxy S26 Ultra: Bessere Kamera, deutlich längere Laufzeiten und längerer Update‑Support – aber ohne aktive Kühlung, Schultertasten und den starken Gaming‑Fokus.

Fazit

Das Redmagic 11S Pro ist im Kern ein leicht übertaktetes Redmagic 11 Pro mit optimierter Kühlung und etwas mehr Leistung.

Es ist eines der schnellsten Android‑Smartphones, die man aktuell kaufen kann, und eine gute Wahl für alle, die ihre Games mit Schultertasten, verschiedenen Plugins und RGB‑Beleuchtung auf einem großen 144‑Hertz‑Display spielen wollen.

Die Kehrseite bleibt dieselbe: Eine eher geringe Akkulaufzeit trotz 7.500‑mAh‑Akku, eine schlechte Frontkamera, ein lauter Lüfter und fehlende Komfort‑Features wie eSIM.

Weil das Redmagic 11 Pro parallel im Preis gesenkt wurde und mittlerweile 100 Euro weniger kostet, ist es für die meisten Nutzer die vernünftigere Wahl. Der Vorgänger ist praktisch genauso gut, aber günstiger.

Das 11S Pro ist damit vor allem ein Gerät für Enthusiasten, die bereit sind, für ein paar Prozent mehr Performance extra zu zahlen.

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