Traditionell spiele ich neue Resident-Evil-Ableger bis auf die Substanz und versuche wirklich alles zu erledigen und freizuschalten, das Capcom für mich bereithält. So natürlich auch bei Requiem, wo ich kürzlich am Challenge-Run für die Herausforderung Minimalistin
saß. Beende das Spiel, ohne als Grace das Blutentnahmegerät zu verwenden.
Die Crafting-Mechanik für Upgrades, Munition und andere Kampfmittel ist damit für mich vollständig tabu. Das heißt: keine zusätzliche Munition, um alle Gegner zu bezwingen, keine Hämolyse-Spritzen, um die gefährlichen Blister-Heads loszuwerden, kein Ätzmittel für die Licker und bis zum ersten Labor-Besuch nur drei Schuss für die Requiem.
Viele Punkte, um mir eine der coolen Waffen und Fähigkeiten aus dem Shop zu holen, hatte ich nach dem ersten Durchspielen leider auch nicht. Am Ende habe ich mich für das Kotetsu entschieden, ein einfaches Messer mit unendlicher Haltbarkeit. Was das für ein Genie-Streich war, erfuhr ich aber erst durch einen Unfall. Denn es ist nicht nur stark, es sorgt für einen völlig neuen Nervenkitzel.
Früher eine Challenge, jetzt eine spaßige Hilfestellung
Was ist das Kotetsu? Das Kotetsu ist ein Messer, das nach dem ersten Spieldurchlauf für 5.000 CP im Extra-Shop gekauft und anschließend immer wieder aus der Vorratskiste genommen werden kann. Im Gegensatz zu den anderen Messern hat das Kotetsu keine Haltbarkeit – ich kann es also ewig nutzen. Zumindest, solange ich es nicht in einem Zombie stecken lasse und es dort vergesse. (was mir natürlich noch nie passiert ist, *hust hust*)
Eigentlich war mein Plan, die gegnerischen Zombies niederzuschießen und sie dann weg zu messern, solange sie auf dem Boden liegen. Das ist simpel und hat schon im ersten Teil von 1996 wunderbar funktioniert. So wollte ich genug Munition sparen, um alle Gegner auszuschalten und möglichst wenig schleichen zu müssen.
Dabei habe ich natürlich die Rechnung ohne meinen mittelmäßigen Skill gemacht und es kam zum überraschenden Nahkampf mit einem der mächtigen, blinden Zombies. Aber irgendwie war es überraschenderweise viel leichter als das, was ich mir vorher zurechtgelegt habe.
Wichtig dafür ist die Messer-Kombo, die aus drei Schlägen besteht:
- 1. Schlag: Ein einfacher, horizontaler Schlitzer, der im Grunde völlig egal ist und bestenfalls netten Bonusschaden zufügt.
- 2. Schlag: Ein weiterer, jedoch stärkerer horizontaler Schlitzer, der alle Aktionen normaler Zombies stoppt und dafür sorgt, dass ich kurz nicht angegriffen werde. Stärkere Zombies wie die Blister Heads und manchmal auch die blinden Zombies benötigen oft zusätzlich noch den dritten Schlag, um aufgehalten zu werden.
- 3. Schlag: Ein mächtiger, vertikaler Schlitzer, der nicht immer leicht zu treffen ist und im Normalfall die Aktionen gegnerischer Zombies unterbricht. Sofern vorher bereits ein Treffer gelandet wurde, klappt das auch bei Blister-Heads.
Bei normalen Zombies lohnt sich außerdem zu Beginn ein Spurtangriff, bei dem die Klinge mit beiden Händen nach vorn gestochen wird. Bei stärkeren Gegnern ist das jedoch eine schlechte Idee, da sie davon nicht sonderlich beeindruckt werden.
2:00
Resident Evil Requiem: Wir kämpfen uns als Grace mit dem Kotetsu durch das Sanatorium
Mit etwas Übung haben normale und blinde Zombies auf dem normalen und leichten Schwierigkeitsgrad keine Chance mehr. Etwas kniffliger sind Blister Heads, doch auch die lassen sich häufig platt machen, ohne, dass ich Schaden erleide.
Wichtig ist es, nach jeder Kombo ein kleines Stück nach vorn zu gehen. Sonst treffe ich nicht und werde in Windeseile zu Frischfleisch oder muss das Kotetsu im gegnerischen Arterienbereich zwischenparken.
In Resident Evil Remastered von 2002 war es noch eine Challenge, alle Gegner mit dem Messer zu besiegen. Bei Requiem ist es bewusst oder unbewusst zur spaßigen Hilfestellung geworden, mit der ich noch im Sanatorium über 70 Pistolenkugeln zusammensparen konnte.
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Resident Evil Requiem: Zwei Wochen vor Release zeigt ein neuer Trailer nochmal Gameplay
Purer Nervenkitzel
Der Messerkampf ist aber nicht nur nützlich, er beschleunigt auch ordentlich die Herzfrequenz. Spätestens im Duell mit zwei Gegnern gleichzeitig oder einem Blister Head wird das eigene Können auf die Probe gestellt.
Durch die Nähe zu meinem Gegner fühlen sich die Kämpfe deutlich bedrohlicher an. Schieße ich einmal daneben, ist das meistens kein Problem. Verhaue ich jedoch die Angriffskette im Kampf gegen einen Blister Head, fliegen blitzschnell meine Eingeweide durch den Krankenhausflur. Und auf die Hilfe von einem Arzt muss ich da auch nicht mehr hoffen, schließlich nuckelt der gerade Blut aus meiner Halsöffnung.
Das im Zusammenspiel mit der intensiven Geräuschkulisse und die tödlichen Blister Heads, die um Teufel komm raus nicht verrecken wollen, sorgt regelmäßig für erleichtertes Aufatmen, wenn der Gegner irgendwann doch liegenbleibt.
So viel Spaß wie mit Requiem hatte ich in Videospielen schon lange nicht mehr, vermutlich seit Resident Evil 4 Remake. Es sind Elemente wie der Kampf mit dem Kotetsu, die bei Resident Evil seit jeher dafür gesorgt haben, dass die Spiele bei jeden Durchlauf mehr Spaß bringen. Zumindest ist es so bei mir.
Wenn ihr jetzt auch Lust bekommen habt, Resident Evil Requiem so richtig auf den Zahn zu fühlen und die 100 Prozent anzustreben, schaut am besten in der Linkbox weiter oben vorbei. Dort findet ihr unseren Guide mit allen Talismanen, die euch eure Reise ziemlich versüßen dürften. Und wenn ihr noch unschlüssig seid, ob euch das Spiel überhaupt zusagt, schaut unbedingt in unserem ausführlichen Test vorbei.
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