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RE Village: Wie konnten so viele die Performance-Probleme übersehen?

DRM-Maßnahmen in Resident Evil: Village sorgen aktuell wegen teils großen Performance-Problemen für Schlagzeilen. Aber wieso wird das erst jetzt zum Thema?

von Nils Raettig,
20.07.2021 09:16 Uhr

Update, 20. Juli: Capcom hat inzwischen den angekündigten Patch veröffentlicht. Er löst die im Artikel beschriebenen Performance-Probleme ersten Tests nach zu urteilen tatsächlich, damit kommt es also weder beim Töten von Gegnern noch im genannten Boss-Kampf zu Einbrüchen der Bildrate. Außerdem fügt der Patch dem Spiel AMDs DLSS-Pendant Fidelity FX Super Resolution hinzu (hier geht es zu unserem Praxis-Test zu FSR).

Link zum Twitter-Inhalt

Ursprüngliche Meldung, 19. Juli: Kopierschutzlösungen stehen immer wieder in Verdacht, in Spielen für eine spürbar schlechtere Performance zu sorgen. Jüngstes Beispiel ist Resident Evil: Village, wo DRM-Maßnahmen von Capcom das Problem sein sollen.

Aber wie passen die aktuellen Berichte auf Basis einer gecrackten Version und die größtenteils sehr guten Wertungen für das Spiel bei Steam, im GameStar-Test und auf anderen Webseiten zusammen? Genau dieser Frage haben wir uns mit neuen Messungen genauer gewidmet.

Schnellnavigation:

Das Ergebnis zeigt einerseits, dass die Performance-Probleme auf dem PC teils auch ohne Crack verschwinden können. Andererseits gibt es durchaus plausible Erklärungen dafür, dass so viele Spielern inklusive uns selbst die Schwierigkeiten nicht aufgefallen sind.

Die ebenfalls in Resident Evil Village enthaltenen DRM-Maßnahmen unter dem bekannten Namen Denuvo sollen dabei in diesem Fall nicht das Problem sein. Was es mit Denuvo genau auf sich hat und ob der unter Spielern negative Ruf des DRM-Systems wirklich gerechtfertigt ist, erfahrt ihr in unserem Report:

Faktencheck - Wie schlimm ist Denuvo wirklich?   15     7

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Faktencheck - Wie schlimm ist Denuvo wirklich?

Spoilerwarnung
Bitte beachtet , dass wir bei der Analyse nicht völlig spoilerfrei bleiben können, weil es sich teils um dedizierte Performance-Probleme mit Boss-Gegnern handelt. Lest also nur weiter, wenn ihr das Spiel bereits durch habt oder euch die Infos zu den Feinden wirklich egal sind.

Die Ausgangslage: Was ist das Problem?

Stein des Anstoßes ist eine gecrackte Version von Resident Evil: Village. Sie geht mit der Behauptung ihrer Macher einher, dass diese Version die Performance im Spiel teils deutlich verbessern würde beziehungsweise dass DRM-Maßnahmen von Capcom für Performance-Probleme verantwortlich sind.

Die Geschichte hat nochmal deutlich mehr Fahrt aufgenommen, nachdem Eurogamer beziehungsweise Digital Foundry die Performance mit und und ohne Crack untersucht hat. Das Ergebnis: Die im folgenden genannten Performance-Probleme, die ohne Crack auftreten, sind mit Crack verschwunden.

  • Im Kampf mit normalen Gegnern kommt es insbesondere beim Abfeuern einer Waffe immer wieder zu kurzen Einbrüchen der Bildrate, wenn wir sie damit töten
  • In den Boss-Kämpfen sinken die FPS teils deutlich, wenn wir es mit einer Gegnerin zu tun haben, die einen Insektenschwarm um sich schart (siehe auch das folgende Bild)

In bestimmten Kämpfen mit Endgegnern leidet die Performance auf dem PC besonders stark. In bestimmten Kämpfen mit Endgegnern leidet die Performance auf dem PC besonders stark.

Für den neuen Test von Digital Foundry kommt ein Core i9 10900K in Kombination mit einer Geforce RTX 3080 in 4K-Auflösung zum Einsatz, die Schwierigkeiten hatten sie aber auch schon mit anderer Hardware festgestellt.

Der Nachtest: Können wir die Probleme bestätigen?

Wir haben uns die von Digital Foundry gezeigten Szenen sowohl mit identischer Hardware und Settings als auch mit einem komplett anderen System in niedrigerer Auflösung und Detailstufe selbst angeschaut und können die Schwierigkeiten bestätigen.

Frametimes im normalen Kampf

Die folgenden Grafiken zeigt die Frametimes im normalen Kampf mit beiden Systemen. Jeder Punkt auf der Linie steht für die Dauer der Berechnung eines einzelnen Bildes in Millisekunden. Dauert diese Berechnung beispielsweise immer 16,6 Millisekunden, entspricht das 60 Bildern pro Sekunde.

Wie die Diagramme zeigen, gibt es immer wieder einzelne Ausreißer nach oben, die sich beim Spielen in einem kurzen Stocken bemerkbar machen. Das zweite Testsystem mit niedrigerer Auflösung ist davon etwas weniger stark betroffen, aber auch hier sind die Probleme vorhanden.

Die Frametimes ändern sich übrigens nicht, wenn wir mit einem Controller spielen. Das Problem hängt also nicht mit Maus und Tastatur als Eingabegerät zusammen.

Frametimes in Kampf mit der ersten Tochter

Die Lage verschlechtert sich beim ersten Kampf mit einer der Töchter im Kellergewölbe des Schlosses deutlich. Das liegt vor allem daran, dass die Aussetzer länger sind beziehungsweise in kürzeren Abständen auftreten.

Auch in diesem Fall ist das zweite Testsystem etwas weniger stark betroffen, verschont bleibt es aber bei Weitem nicht.

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