Ich habe die hochauflösende Ring Außenkamera Plus 5 Wochen ausprobiert - meine Empfehlung ist klar

Die Ring Outdoor Cam Plus verspricht 2K-Auflösung und bessere Sicht bei Tag und Nacht. Ich hatte das Gerät jetzt mehrere Wochen im Einsatz - mein Fazit.

Die neue Ring Außenkamera Plus im Alltags-Check: Mein Fazit nach 5 Wochen. (Bildquelle: Mirco KämpferGameStar Tech) Die neue Ring Außenkamera Plus im Alltags-Check: Mein Fazit nach 5 Wochen. (Bildquelle: Mirco Kämpfer/GameStar Tech)

Amazon hat sein Portfolio an Überwachungskameras der Marke Ring erweitert und mit der Außenkamera Plus eine neue Generation vorgestellt.

Sie positioniert sich als klares Upgrade zur ehemaligen Ring Stick Up Cam (jetzt umbenannt in Ring Außenkamera) und verspricht vor allem eines: eine deutlich bessere Bildqualität.

Erreicht werden soll das durch eine native 2K-Auflösung, HDR für kontrastreichere Bilder und eine verbesserte Leistung bei schlechten Lichtverhältnissen. Doch wie wirkt sich das im Alltag aus? Ich habe die neue Kamera über fünf Wochen lang getestet, um genau das herauszufinden.

Hinweis: Die Ring Außenkamera Plus ist heute am Amazon Prime Day 2025 für 60 statt 100 Euro zu bekommen. Es lässt sich nicht mit Sicherheit sagen, ob sie auch danach noch so günstig sein wird, es ist aber eher unwahrscheinlich.

Wer über weitere Angebote zum Prime Day auf dem Laufenden bleiben möchte, sollte unbedingt in unseren topaktuellen News-Ticker mit den besten Angeboten schauen.

Installation & erster Eindruck: Gewohnte Ring-Qualität

Wer schon mal ein Ring-Produkt installiert hat, fühlt sich hier sofort zu Hause. Das Auspacken, das Scannen des QR-Codes und die Einbindung in die App dauern keine fünf Minuten. Die Kamera selbst wirkt robust und das Design in Schwarz oder Weiß ist modern, aber unauffällig.

Kurios: Obwohl es sich um eine Außenkamera handelt, lassen sich in der Produktbeschreibung keine Informationen zur Wetterfestigkeit finden. Der Hersteller verzichtet zudem auf eine offizielle IP-Zertifizierung.

In meinen Testwochen mit teils kräftigem und lang anhaltendem Regen sowie Temperaturen zwischen 2 und 20 Grad Celsius gab es aber keinerlei Probleme.

Die Kamera ist wetterfest – Regen ist kein Problem. (Bildquelle: Mirco KämpferGameStar Tech) Die Kamera ist wetterfest – Regen ist kein Problem. (Bildquelle: Mirco Kämpfer/GameStar Tech)

Ich finde es super, dass man die Wahl bei der Stromversorgung hat. Ob mit dem mitgelieferten Akku (mehr zur Laufzeit gleich), einem optionalen Solarpanel oder per USB-C-Kabel am Netzstrom – die Kamera ist flexibel einsetzbar.

Ich habe die Kamera bei mir im Akku-Modus auf einen Deko-Wagen neben der Terrasse gestellt. Ihr könnt sie aber auch an der Wand befestigen. Die Montage ist mit vier Schrauben schnell erledigt, und die Halterung erlaubt es, die Kamera präzise auf den gewünschten Bereich auszurichten.

Der Standfuß lässt sich neigen. (Bildquelle: Mirco KämpferGameStar Tech) Der Standfuß lässt sich neigen. (Bildquelle: Mirco Kämpfer/GameStar Tech)

Die Bildqualität: Was das 2K-Upgrade wirklich bringt

Tagsüber ist der Unterschied zu den alten 1080p-Kameras kein Game-Changer, aber sichtbar. Die 2K-Auflösung liefert ein spürbar schärferes und detailreicheres Bild. Gesichter und Objekte lassen sich auch auf größere Entfernung besser identifizieren.

Die zuschaltbare HDR-Funktion kitzelt je nach Lichtverhältnissen weitere feine Details aus dem Bild heraus, ist aber keine Wunderwaffe. Je nach Lichtverhältnissen liefert der HDR-Modus mal bessere, mal schlechtere Ergebnisse. Hier müsst ihr je nach eurer Situation etwas herumspielen.

Ohne HDR Mit HDR Ohne HDR Mit HDR

Bildvergleich: Mit und ohne HDR bei Tag. Im Gebüsch rechts sowie im Zaun lassen sich mehr feine Dezails bei aktiviertem HDR erkennen. (Bildquelle: Mirco Kämpfer/GameStar Tech)

Ohne HDR Mit HDR Ohne HDR Mit HDR

Bildvergleich: Mit und ohne HDR bei Tag. Die Flecken auf dem Tisch sind zwischenzeitlich getrocknet, sind aber im normalen Modus ohne HDR besser zu erkennen. (Bildquelle: Mirco Kämpfer/GameStar Tech)

Zusammen mit dem weiten 160°-Sichtfeld bekommt man bei guter Beleuchtung ein exzellentes und umfassendes Bild von dem, was vor der Linse passiert – entweder live oder im Nachhinein als Videoaufzeichnung im Kameraverlauf (Ring-Abo notwendig).

So sieht das in der App aus, wenn eine Person (hier ich) erfasst wurde. (Bildquelle: Mirco KämpferGameStar Tech) So sieht das in der App aus, wenn eine Person (hier ich) erfasst wurde. (Bildquelle: Mirco Kämpfer/GameStar Tech)

Dabei hatte ich allerdings ein einziges Mal den Fall, dass in einem aufgezeichneten Video zwei Sekunden fehlten. Bei mir war es zwar nur die Nachbarskatze, die über meine Terrassenmauer schlenderte, aber im Ernstfall kann das durchaus ärgerlich sein.

Allerdings: Es war ein Einzelfall, den ich nicht reproduzieren konnte.

Was steckt hinter dem Ring-Abo?

Ohne ein Abo ist eine Ring-Kamera nur die halbe Miete. Ihr könnt zwar jederzeit auf das Live-Video zugreifen und bekommt Bewegungsbenachrichtigungen, aber die wichtigste Funktion – das Aufzeichnen, Speichern und spätere Ansehen von Videos – fehlt komplett.

Das Abo ist also quasi eine Pflichtinvestition, um den vollen Funktionsumfang der Kamera auszuschöpfen.

Das steckt drin:

  • Videospeicher in der Cloud: Alle aufgezeichneten Ereignisse werden online gespeichert (je nach gewähltem Plan für bis zu 180 Tage).
  • Smarte Benachrichtigungen: Ihr erhaltet eine Foto-Vorschau direkt in als Benachrichtigung auf dem Handy und seht sofort, was los ist, ohne die App öffnen zu müssen.
  • Personenerkennung: Die Kamera meldet gezielt, wenn eine Person erfasst wurde, und reduziert so unwichtige Benachrichtigungen durch andere Bewegungen.
  • Mehrere Geräte abdecken: Wenn ihr mehrere Ring-Produkte habt, müsst ihr zwangsweise zu einer höheren Abo-Stufe wechseln.

Es gibt verschiedene Stufen: Basic für ein einzelnes Gerät (3,99 Euro/Monat) sowie Standard für knapp 10 Euro pro Monat und Premium mit intelligenter Videosuche für rund 15 Euro im Monat. Einen Vergleich der Abopläne findet ihr auf der offiziellen Website.

Die Leistung bei Dämmerung und Nacht: Besser als gedacht

Gespannt war ich besonders auf die Leistung bei schlechten Lichtverhältnissen und wurde nicht enttäuscht. Klar, so knackig scharf wie auf Amazons Werbebildchen ist die Außenkamera Plus nach Sonnenuntergang nicht.

Trotzdem lassen sich selbst bei Dämmerung noch ausreichend Details wie Gesichter erkennen – und das sogar in Farbe.

Auch bei schlechtem Licht nimmt die Außenkamera Plus Farbaufnahmen auf, wodurch mehr Details erkennbar sind. (Bildquelle: Mirco KämpferGameStar Tech) Auch bei schlechtem Licht nimmt die Außenkamera Plus Farbaufnahmen auf, wodurch mehr Details erkennbar sind. (Bildquelle: Mirco Kämpfer/GameStar Tech)

Allerdings braucht es für die Farbdarstellung eine gewisse Menge an Restlicht. Reicht diese nicht mehr aus, schaltet die Kamera in den Infrarotmodus.

Auch hier profitiert das Bild von der höheren Auflösung, wobei die Qualität mit jedem verfügbaren Quäntchen Licht besser wird – gut zu erkennen an folgendem Vergleich mit an-respektive ausgeschalteter Straßenlaterne:

Straßenlaterne an Straßenlaterne aus Straßenlaterne an Straßenlaterne aus

Je mehr Licht, desto schärfer die Aufnahmen. Doch auch bei Dunkelheit macht die Kamera gute Videos. (Bildquelle: Mirco Kämpfer/GameStar Tech)

Trotzdem lassen sich trotz Dunkelheit immer noch Feinheiten wie mein Rosenstrauch oder das Katzenfell erkennen.

Eine starke Leistung und für die meisten Einsatzzwecke absolut ausreichend. Dies stellt eine solide Weiterentwicklung zum Vorgängermodell dar.

Die Bildqualität kann sich auch in der Nacht sehen lassen. (Bildquelle: Mirco KämpferGameStar Tech) Die Bildqualität kann sich auch in der Nacht sehen lassen. (Bildquelle: Mirco Kämpfer/GameStar Tech)

Smarte Features und Alltagstauglichkeit: Hier punktet die App

Beeindruckt hat mich auch die App, die zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten und nützliche Funktionen bietet. Die Bewegungserkennung für Personen oder Fahrzeuge etwa ist erstaunlich präzise.

In meinem Test hat sie sogar meinen Nachbarn erfasst, als dieser in einem nur fünf Prozent großen Bildbereich hinter dichten Koniferen an seiner Mülltonne hantierte. Erstaunlich!

Leider lässt sich die Sensibilität nicht einstellen, sodass bei mir durchaus auch nur ein Nachtfalter die Aufzeichnung auslöste. Dafür könnt ihr aber Bewegungszonen in der App festlegen, um Bereiche bei Bedarf auszusparen.

Die App im Überblick von links nach rechts: Dashboard mit Live-View, Ereignisverlauf und Kamera-Einstellungen. (Bildquelle: Mirco KämpferGameStar Tech) Die App im Überblick von links nach rechts: Dashboard mit Live-View, Ereignisverlauf und Kamera-Einstellungen. (Bildquelle: Mirco Kämpfer/GameStar Tech)

Die App bietet darüber hinaus anpassbare Privatsphäreneinstellungen für Ton- oder Videoaufnahmen, eine Gegensprechfunktion, eine laute Sirene, die man manuell auslösen kann, und die Möglichkeit, Momentaufnahmen in einem bestimmten Zeitintervall festzuhalten.

Auch die Akkulaufzeit hat mich überzeugt. In meinem Test hat der Akku beeindruckend lange durchgehalten – nach genau 28 Tagen hatte ich immer noch 10 Prozent Restkapazität.

Das hängt aber natürlich stark von den individuellen Einstellungen ab. Ich habe die Kamera zum Beispiel so konfiguriert, dass sie nur nachts Bewegungsbenachrichtigungen sendet, was den Verbrauch deutlich reduziert. Wollt ihr 24/7-Aufnahmen, solltet ihr zum Stromkabel greifen.

Man darf aber nicht vergessen: Fast alle dieser smarten Funktionen erfordern ein kostenpflichtiges Ring-Abo (siehe Infokasten). Ohne Abo ist die Kamera kaum mehr als ein Live-Monitor mit einfachen Bewegungsmeldungen.

Fazit

Die Ring Außenkamera Plus ist ein gelungenes und lohnenswertes Upgrade. Die verbesserte 2K-Bildqualität bei Tag und Nacht, kombiniert mit der intelligenten Bewegungserkennung, macht sie zu einer der besten Kameras im Ring-Ökosystem.

Solltet ihr bereits den Vorgänger haben, ist ein Wechsel für euch aber nur dann sinnvoll, wenn ihr vom größeren Kamerawinkel profitiert oder häufig schlechte Lichtverhältnisse habt.

Natürlich muss man die Kosten für das Ring-Abo einplanen, um alle Videofunktionen nutzen zu können. Doch wer bereits im Ring-Universum zu Hause ist oder eine zuverlässige und smarte Außenkamera sucht, macht hier definitiv nichts falsch.

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