Die RoboBee kann jetzt nicht nur crashfrei landen, sondern im Frühjahr 2026 erstmals kurze Strecken ohne störendes Stromkabel zurücklegen. Warum das wichtig ist? Weil die ultraleichte Drohne nach den massiven Ernteausfällen des letzten Jahres dringender denn je als technologische „Versicherung“ gebraucht wird.
Die entscheidende Inspiration dafür kam ausgerechnet aus der Natur.
Eine Roboterbiene mit Fliegenbeinen
Das Mikrobiotik-Labor der Harvard Universität arbeitet seit Jahren an der RoboBee. Die winzige Drohne kann fliegen wie eine Biene. Doch während eine echte Biene zielgenau von Blüte zu Blüte schwebt, gelangen der RoboBee bis vor Kurzem nur Bruchlandungen.
Der Landeprozess sah laut einem Statement von Christian Chan, einem Mitentwickler der RoboBee, bisher recht unbeholfen aus:
Wenn wir landen wollten, haben wir das Fluggerät kurz über dem Boden einfach abgeschaltet und es fallen lassen – in der Hoffnung, dass es aufrecht und unbeschadet aufkommt.
Der Durchbruch 2026: Während die RoboBee 2025 noch an einem Nabelstrang
für die Stromversorgung hing, testen die Forscher aktuell neue Festkörper-Akkus im Mikromaßstab. Diese erlauben zwar erst Flugzeiten von wenigen Minuten, markieren aber den Beginn der echten Autonomie.
Die sanfte Landung verdankt die Drohne indes der Überfamilie der Schnaken (Tipuloidea). Mit deren grazilen Gelenkbeinen ausgestattet, federt die RoboBee den Aufprall nun sicher ab.
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Darum sind Bienen so wichtig für uns
So niedlich die winzige RoboBee auf den ersten Blick erscheinen mag, ihre Entwicklung hat einen ernsten Hintergrund: Seit Jahren wird weltweit ein massives Bienensterben dokumentiert. Besonders in den USA schlagen Fachleute Alarm: Für das Jahr 2025 prognostizieren Forscher der Washington State University Verluste von bis zu 70 Prozent der kommerziellen Honigbienenvölker – ein trauriger Rekordwert.
Heute wissen wir: Dieser Negativ-Rekord trat in vielen US-Bundesstaaten tatsächlich ein, was im Frühjahr 2026 zu spürbaren Preissteigerungen bei Mandeln, Äpfeln und Beeren geführt hat.
Die Ursachen für das Bienensterben sind komplex. Laut NABU geht man derzeit von einem Zusammenspiel mehrerer Faktoren aus, darunter:
- Krankheitserreger
- Pestizide und Monokulturen
- Wegbrechen von Lebensräumen
- Luftverschmutzung
- Klimawandel
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Die DJI Air 3S zeigt, warum eine Drohne zu meinen Pflichtkäufen von 2025 gehören wird
Die Folgen könnten gravierend sein: Laut dem US-amerikanischen Landwirtschaftsministerium – so berichtet ABC News – sind rund 35 Prozent der globalen Nahrungsmittelproduktion auf tierische Bestäuber wie Bienen angewiesen, darunter Obst, Gemüse, Nüsse, Kaffee oder Kakao.
Hier setzt die Forschung an der RoboBee an: Sie soll künftig als künstliche Bestäuberin einspringen. Vorsichtige Hoffnung macht aber nicht nur die Technik: Auch eine Studie der Universitäten Halle und Göttingen aus dem letzten Jahr zeigt, dass ökologischer Landbau sich positiv auf die Gesundheit der umliegenden Bienenvölker auswirkt.
Wir sollten uns also auch in unserem eigenen Interesse bemühen, möglichst viele echte Bienen zu erhalten. Denn auch wenn die RoboBee nun crashfrei landen kann, noch kommt sie nicht ohne Steuerungskabel aus. Denn ein Akku wäre für das zarte Gerät mit einem Gewicht von 0,1 Gramm zu schwer.
Das ist der nächste Schritt, der der RoboBee bevorsteht. Eine Entwicklung, die die herkömmliche Honigbiene von sich aus mitbringt – bei einem Gewicht von 0,1 Gramm und ganz ohne Akku.
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