Auf der CES 2025 hat Nvidia neben anderen Modellen auch seine neue Oberklassegrafikkarte der RTX-50-Reihe vorgestellt. Im Brennpunkt stand dabei vor allem die Performance der neuesten Version von Deep Learning Super Sampling (DLSS).
DLSS 4 soll dank Multi Frame Generation in der Lage sein, bis zu achtmal mehr Bilder pro Sekunde zu erzeugen, als nativ möglich sind.
Doch wie gut schneidet die RTX 5080 mit Blick auf die Rasterleistung ab - also ohne Raytracing und DLSS?
RTX 5080 vs. RTX 4080: Die Spezifikationen
| RTX 5080 | RTX 4080 | |
|---|---|---|
| Grafikchip | GB203-400 | AD103-300 |
| Kerne | 10.752 | 9.728 |
| Takt (Basis/Boost) | 2.295/2.617 MHz | 2.205/2.505 MHz |
| Speicher | 16 GByte GDDR7 (256 Bit) | 16 GByte GDDR6X (256 Bit) |
| Speichertransferrate | 30 Gbps | 22,4 Gbps |
| Speicherbandbreite | 960 GB/s | 717 GB/s |
| Leistungsaufnahme | 400 Watt | 320 Watt |
RTX 5080 vs. RTX 4080: Die theoretische Rechenleistung
Die Zahl der Rechenkerne
Einen ersten Ausblick auf die tatsächliche Leistung in Spielen gewährt uns die Zahl der Rechenkerne. Zwar gibt es auch bei direkt aufeinanderfolgenden Grafikkarten architektonische Unterschiede, meist überwiegen allerdings die Gemeinsamkeiten.
Die RTX 5080 verfügt über 10.752 Recheneinheiten und damit rund 10,5 Prozent mehr als die RTX 4080.
Das Plus an Rasterleistung sollte (!) sich also in einem ähnlichen Bereich bewegen.
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Die TFLOPS
Die Teraflops (TFLOPS, Gleitkommaoperationen pro Sekunde; Additionen und Multiplikationen) sind die theoretische Rechenleistung einer Grafikkarte.
Sie berücksichtigen die Taktrate und lassen deshalb eine genauere Prognose zu, als die bloße Zahl der Rechenkerne es vermag. Sie ergeben sich aus folgender Rechnung:
Teraflops (TFLOPS) = Shader-Recheneinheiten x Taktfrequenz (MHz) x Operationen pro Takt / 1.000.000
Am Beispiel der RTX 5080: 10.752 Kerne x 2.617 MHz x 2 / 1.000.000 = 56,3 TFLOPS
Im Vergleich zur RTX 4080 (48,7 TFLOPS) hat die RTX 5080 also um 15,6 Prozent mehr theoretische Rechenleistung.
Das ist ein deutlicher Unterschied von plus 48,6 Prozent gegenüber der Zahl der Rechenkerne. Die im Vergleich höhere Boost-Taktrate gibt dabei den Ausschlag.
Die Sache mit den Teraflops
Der Vergleich der Teraflops zweier Grafikkarten unterschiedlicher Serien gibt dabei nur bedingt Aufschluss über die Leistung in Spielen, da etwa eine effizientere Architektur die Performance beeinflussen kann.
Bei aufeinanderfolgenden Modellen mit ähnlichem Aufbau sind die Teraflops jedoch ein nützlicher Anhaltspunkt.
RTX 5080 vs. RTX 4080: Wie groß ist der Leistungsunterschied in Spielen?
Wir schätzen, dass die RTX 5080 bei der Rasterleistung etwa 13 bis 18 Prozent schneller ist als die RTX 4080.
Wenn jedoch Raytracing und insbesondere DLSS 4 ins Spiel kommen, verändert sich das Bild. Multi Frame Generation von DLSS 4 kann bis zu drei Zwischenbilder erzeugen, im Gegensatz zu nur
einem bei DLSS 3 mit einfacher Frame Generation. Dies führt zu einer deutlichen Steigerung der Bildrate.
Allerdings geht dies mit einer gewissen Eingabeverzögerung einher, und es bleibt abzuwarten, wie sich diese neue Form der Frame Generation letztlich auf das Spielerlebnis auswirkt.
Beeinflusst der schnellere Grafikspeicher die Performance?
Nicht direkt. Die Geschwindigkeit beziehungsweise Bandbreite des Speichers dient in erster Linie dazu, den Grafikchip konstant mit ausreichend Daten wie Texturen und Modellen zu versorgen, damit dieser sein Leistungspotenzial ausschöpfen kann.
Wenn der Speicher jedoch zum Flaschenhals wird, weil er die Daten nicht flott genug bereitstellt, kann ein schnellerer Speicher durchaus die FPS erhöhen.
Dies ist besonders relevant bei hohen Auflösungen wie 4K (oder 8K), wenn hochauflösende Texturen, komplexe Modelle und Raytracing verwendet werden.


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