RTX 5090 vs. RTX 4090: Wie viel stärker ist Nvidias neues Flaggschiff ohne Raytracing und DLSS? Eine Prognose

Wir analysieren die Spezifikationen der Geforce RTX 5090 im Vergleich mit der RTX 4090.

Wie viel »schneller« ist die RTX 5090 im Vergleich zur RTX 4090? (Bildquellen: Adobe StockBoBloobDomingo, Nvidia) Wie viel »schneller« ist die RTX 5090 im Vergleich zur RTX 4090? (Bildquellen: Adobe Stock/BoBloob/Domingo, Nvidia)

Im Rahmen der Consumer Electronics Show 2025 (CES 2025) in Las Vegas hat Nvidia neben anderen Modellen auch seine neue Flaggschiffgrafikkarte der RTX-50-Reihe vorgestellt. Dabei stand neben der Raytracing-Leistung vor allem die Performance der neuesten DLSS-Version im Fokus.

DLSS 4 soll dank Multi Frame Generation in der Lage sein, bis zu achtmal mehr Bilder pro Sekunde zu erzeugen, als nativ möglich sind.

Doch wie gut schneidet die RTX 5090 mit Blick auf die Rasterleistung ab - also ohne Raytracing und DLSS?

RTX 5090 vs. RTX 4090: Die Spezifikationen

RTX 5090RTX 4090
GrafikchipGB202-300AD102-300
Kerne21.76016.384
Takt (Basis/Boos)2.017/2.407 MHz2.235/2.520 MHz
Speicher32 GByte GDDR7 (512 Bit)24 GByte GDDR6X (384 Bit)
Speichertransferrate28 Gbps21 Gbps
Speicherbandbreite1.792 GB/s1.008 GB/s
Leistungsaufnahme575 Watt450 Watt

RTX 5090 vs. RTX 4090: Die theoretische Rechenleistung

Die Zahl der Rechenkerne

Um einen Eindruck davon zu bekommen, wie viel leistungsstärker das neue Flaggschiff seinem Vorgänger gegenüber ist, ist ein Vergleich der Zahl der Rechenkerne in der Regel ein guter Indikator:

Die RTX 5090 verfügt über 21.760 Recheneinheiten und damit rund 32,8 Prozent mehr als die RTX 4090.

Die Rasterleistung dürfte also einen ähnlichen Sprung machen.

Alexander Köpf
Alexander Köpf

Bevor ihr das folgende Video schaut, noch ein Hinweis: Im Verlauf des Gesprächs geht es um die Speichermenge bestimmter Modelle. Mir ist dabei ein Denkfehler unterlaufen, den ich an dieser Stelle geraderücken möchte. Geschwindigkeit und Bandbreite sind kein Ersatz für mehr Speicher. Wenn der VRAM vollläuft, müssen Daten in den Arbeitsspeicher oder die SSD/HDD ausgelagert werden, was zu erheblichen Bildrateneinbrüchen führt.

Video starten 1:27:48 RTX 5000: Das sagen unsere Experten zu Nvidias neuen Grafikkarten

Die TFLOPS

Noch etwas exakter ist es, auch die Taktrate mit einfließen zu lassen. Daraus ergeben sich die sogenannten Teraflops (TFLOPS), also wie viele Gleitkommaoperationen pro Sekunde (Additionen oder Multiplikationen) ausgeführt werden können.

So sieht die Formel dafür aus: Teraflops (TFLOPS) = Shader-Recheneinheiten x Taktfrequenz (MHz) x Operationen pro Takt / 1.000.000

Am Beispiel der RTX 5090: 21.760 Kerne x 2.407 MHz x 2 / 1.000.000 = 104,8 TFLOPS

Im Vergleich zur RTX 4090 (82,6 TFLOPS) hat die RTX 5090 also um 26,9 Prozent mehr (theoretische) Rechenleistung.

Die Teraflops zweier Grafikkarten unterschiedlicher Baureihen miteinander zu vergleichen, gibt zwar nur bedingt Aufschluss über die Performance in Spielen, weil beispielsweise die Architektur effizienter sein kann.

Bei direkt aufeinanderfolgenden Modellen und wohl teils identischem Aufbau sind sie dennoch ein brauchbarer Indikator.

RTX 5090 vs. RTX 4090: Wie groß wird der Leistungsunterschied in Spielen sein?

Die RTX 5090 im Vergleich mit der RTX 4090. In Horizon Forbidden West liegt das neue Flaggschiff 32,6 Prozent vor dem alten, wie Pixelzählung ergeben hat. (Bildquelle: Nvidia) Die RTX 5090 im Vergleich mit der RTX 4090. In Horizon Forbidden West liegt das neue Flaggschiff 32,6 Prozent vor dem alten, wie Pixelzählung ergeben hat. (Bildquelle: Nvidia)

Unserer Einschätzung nach dürfte die RTX 5090 grob zwischen 20 und 30 Prozent leistungsstärker sein als die RTX 4090 – was die Rasterleistung betrifft.

Kommen Raytracing und vor allem DLSS 4 ins Spiel, sieht es aber anders aus. Multi Frame Generation ist in der Lage, gleich drei Zwischenbilder statt nur einem zu generieren (wie es bei DLSS 3 und einfacher Frame Generation der Fall ist), was die Bildrate deutlich erhöht.

Allerdings entsteht dabei eine gewisse Eingabeverzögerung, und wie gut sich die neue Form der Frame Generation auf das entscheidende Spielgefühl letztlich auswirkt, bleibt abzuwarten.

Wirkt sich der schnellere Grafikspeicher auf die Performance aus?

Nicht direkt. Die Geschwindigkeit beziehungsweise eigentlich die Bandbreite ist im Grunde nur dazu da, um den Grafikchip stets mit ausreichend Daten (Texturen, Modellen, usw.) zu versorgen und so sicherzustellen, dass dieser möglichst immer sein volles Leistungspotential ausschöpft.

Kommt es aber zu Engpässen, weil der Speicher nicht hinterherkommt und zum Flaschenhals wird, kann schnellerer Speicher jedoch sehr wohl zu mehr FPS zu führen.

Relevant ist das vor allem bei hohen Auflösungsstufen wie 4K (oder gar 8K), wenn besonders hochauflösende Texturen und Modelle sowie Raytracing zum Einsatz kommen.

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