Ryzen 7 5800X3D: Erste Tests sind gemischt, aber Spieler dürfen sich freuen

AMD möchte mit dem Ryzen 7 5800X3D den 3D V-Cache auf die Probe stellen. Erste Tests zeigen nun was der neue Speicher kann und wo er nicht glänzt.

von Kay Nordenbrock,
08.04.2022 13:43 Uhr

Der letzte AMD-Prozessor für den AM4-Sockel bringt nochmal einen besonderen Twist mit. Der letzte AMD-Prozessor für den AM4-Sockel bringt nochmal einen besonderen Twist mit.

AMD möchte mit einem neuen Prozessor noch einmal ein Spitzenmodell für Spieler bringen, welches auf dem aktuellen Sockel AM4 basiert. Künftige Modelle werden auf einen neuen Sockel namens AM5 setzen. Der wohl letzte Prozessor für mit AM4 und damit auch die Zen-3-Architektur bringt aber noch eine Besonderheit mit sich. 

Die Rede ist vom Ryzen 7 5800X3D, der erstmals sogenannten 3D V-Cache mitbringt. Der speziell gestapelte Pufferspeicher soll die CPU mit aktuellen Spitzenmodellen von Intel konkurrieren lassen. Der offizielle Release ist erst in zwei Wochen. In Peru ist die CPU aber scheinbar schon erhältlich. Das behauptet zumindest die peruanische Gaming-Webseite Xanxo Gaming, die mit dem Prozessor erste Benchmarks durchgeführt haben will. 

Deutliches Leistungsplus könnte einen großen Haken haben   93     0

Ryzen 7000

Deutliches Leistungsplus könnte einen großen Haken haben
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Dafür haben sie den Ryzen 7 5800X3D in den verschiedensten synthetischen Benchmarks mit folgendem Testsystem geprüft:

  • Prozessor: AMD Ryzen 7 5800X3D
  • Mainboard: X570 AORUS Master Rev 1.2
  • RAM: 16 GByte 3.200 MHz
  • Grafikkarte: Nvidia Geforce RTX 3080 Ti
  • SSD: Samsung 980 Pro 1 TByte
  • Zweite SSD: Silicon Power A55 2 TByte
  • Betriebssystem: Windows 10 Home

Getestet wurde hier in Cinebench, Geekbench 5, CPU-Z, und verschieden Szenen in Mixer sowie Blender. Das Ergebnis war aber bei allen Benchmarks mehr oder weniger dasselbe: AMDs Prozessor mit 3D V-Cache kann hier lange nicht mit Intels High-End-Prozessoren mithalten. Weder in Single-Core- noch in Multi-Core-Scores. 

In Cinebench zum Beispiel schafft der Ryzen 7 5800X3D einen Score von 1.493 Punkten Single-Core und 15.060 Punkten Multi-Core. Hier schafft sogar der Vorgänger Ryzen 7 5800X, also das gleiche Modell ohne 3D-Cache mehr Punkte mit rund 1.600 im Single-Core und 15.500 im Multi-Core-Vergleich. Der Grund dafür dürfte die etwas geringere Taktrate des Neulings sein. 

Bei der High-End-Konkurrenz von Intel wird das Ergebnis noch deutlicher. Der Core i9-12900K schafft im gleichen Benchmark 2.000 Punkte im Single-Core und ganze 27.000 Punkte im Multi-Core-Score. AMD hat hier mit dem Ryzen 7 5800X3D also anscheinend keine Chance. 

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Der 3D V-Cache soll vor allem in Spielen punkten

Synthetische Benchmarks wie die von Xanxo Gaming getestet, messen die Leistung in Aufgaben wie Datenkomprimierung, Web-Browsing, 3D-Rendering und mehr. Der 3D V-Cache soll aber gezielt mehr Leistung in Spielen bringen. Hier haben wir aber auch schon zumindest einen ersten Test. 

Offenbar haben die Mitarbeiter der Frame-Capturing-Software CapFrameX auch schon einen AMD Ryzen 7 5800X3D erhalten. Denn auf dem offiziellen Twitter-Account haben sie einen ersten Benchmark aus dem Spiel Shadow of the Tomb Raider gepostet und die Ergebnisse sind angesichts der synthetischen Benchmarks überraschend: 

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Im Test von CapFrameX performt der AMD-Prozessor mit 3D V-Cache besser als die Top-Modelle von Intel. Dieser erreicht durchschnittlich 228 Bilder pro Sekunde, wo der Intel i9-12900KS nur durchschnittlich 200 FPS schafft. 

Für ein repräsentatives Ergebnis müssen wir jedoch noch auf weitere Tests und Benchmarks warten. Allerdings macht das Tomb-Raider-Benchmark Hoffnung, dass der 3D V-Cache tatsächlich gezielt die Leistung in Spielen steigern kann. 

Was denkt Ihr? Kann der 3D-Cache von AMD durch mehr Leistung in Spielen durchsetzen? Oder ist euch die Leistung in anderen Prozessen ebenfalls ein wichtiger Faktor? Eure Meinung ist gefragt.

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