Der Energieverbrauch von KI-Rechenzentren sorgt dafür, dass in manchen Regionen Stromausfälle drohen. Laut OpenAI-Chef Sam Altman ist die Kritik aber nicht fair, weil Menschen ja auch eine Menge Energie verbrauchen.
Menschen brauchen mehr Energie als KI, um schlau zu werden
In der vergangenen Woche kamen in Neu-Delhi zahlreiche Experten, Politiker und Interessierte im Rahmen der India AI Impact Summit 2026 zusammen, um über KI zu diskutieren und neue Wege vorzustellen, wie die Technologie in unsere Leben integriert werden kann.
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In »The AI Doc: Or How I Became an Apocaloptimist« kommen die wichtigsten Stimmen der KI-Branche zu Wort
Während unter anderem Bill Gates seine Teilnahme aufgrund der Diskussionen rund um sein Auftauchen in den Epstein-Files absagte, war OpenAI-Chef Sam Altman, gegen den übrigens noch immer der Vorwurf des Missbrauchs erhoben wird, vor Ort.
Unter anderem stellte er sich auch den Fragen von Anant Goenka vom The Indian Express und sorgte dabei mit einer Reihe von Aussagen für Aufsehen. Dabei ging es ganz allgemein um Fragen zum hohen Energieverbrauch von KI.
Der von vielen angenommene Wasserverbrauch sei etwa in der Realität deutlich geringer, vor allem, seit man nicht mehr auf Dampfkühlungen in den Rechenzentren setze. Dass der hohe Energieverbrauch generell ein Problem sei, bestätigte er aber trotzdem.
Darauf wollte er es aber nicht beruhen lassen. Vielmehr setzte er zu einem kuriosen Vergleich an, um diesen hohen Energieverbrauch zu rechtfertigen:
Es kostet auch viel Energie, einen Menschen auszubilden. Es dauert etwa 20 Jahre und all die Nahrung, die man bis dahin zu sich nimmt, bevor man klug wird. Und nicht nur das: Es bedurfte einer weitreichenden Evolution von hundert Milliarden Menschen, die jemals gelebt haben und gelernt haben, nicht von Raubtieren gefressen zu werden, und gelernt haben, wie man Wissenschaft und alles andere versteht, um dich hervorzubringen, und dann hast du noch genommen, was du gebraucht hast.
Im Vergleich zu der Energie, die ein Mensch benötigt, um eine Antwort zu geben, sei die Energie, die zum Training einer KI genutzt wird, also marginal. Dass KI ebenfalls ein Produkt dieser menschlichen Evolution ist, fehlt in der Gleichung natürlich.
Grundsätzlich ist die Rechnung vom OpenAI-Chef nicht unbedingt falsch und zeigt, wie mächtig KI mitunter sein kann. In einer Zeit, in der vermehrt die Frage gestellt wird, wie ein Großteil der Menschheit in Zukunft leben und arbeiten soll, sorgen solche Aussagen aber vermutlich nicht für eine KI-Euphorie.
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