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Kann Samson schmutzige Gangster-Action wie GTA und Fahrspaß wie Driver kombinieren? Unser Fazit nach den ersten 3 Stunden

Im neuen Actiontitel ehemaliger Just-Cause-Macher träumt ihr als Kleinganove vom großen Geld. Mit seinem Setting erinnert Samson stark an GTA, kostet aber nur 25 Euro. Wir verraten, was das Gangsterspiel drauf hat.

Das Gangsterspiel Samson wurde vorab immer wieder GTA verglichen. Wir verraten, was das Spiel kann und warum dieser Vergleich hinkt. Das Gangsterspiel Samson wurde vorab immer wieder GTA verglichen. Wir verraten, was das Spiel kann und warum dieser Vergleich hinkt.

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»Das sieht irgendwie aus wie GTA – nur mit Jaime Lannister.« So oder so ähnlich fielen die ersten Reaktionen im GameStar-Team auf die Ankündigung des Actionspiels Samson Ende 2025 aus. Das schwedische Studio Liquid Swords verspricht ein wunderbar schmutziges Gangster-Spiel, in dem wir uns als Kleinganove durch eine abgerockte US-Großstadt prügeln, mit Gangs und der Polizei anlegen und mit unserem Auto diverse Fahr-Missionen absolvieren.

Kein Wunder, dass das Spiel bei solch einem Setting schnell mit Rockstars großer Open-World-Reihe verglichen wurde. Doch so ganz wussten wir bisher nicht, was uns im Debüttitel des schwedischen Studios Liquid Swords, einem Zusammenschluss ehemaliger Just-Cause-Macher, erwartet. Denn Samson ist kein klassisches AAA-Projekt, sondern wurde von einem deutlich kleineren Team entwickelt.

Das warf natürlich auch bei uns vor Release die Frage auf, ob das Spiel überhaupt halten kann, was es verspricht. Denn auch bei MindsEye, dem letzten Angreifer auf Rockstars Genre-Platzhirsch, war die Informationslage vor dem Launch nur dürftig; die Ambitionen zugleich riesengroß.

Pünktlich zur Veröffentlichung konnten wir endlich in Samson reinspielen und verraten euch, ob wir es hier mit einem kleinen GTA-Konkurrenten oder mit einem Reinfall à la MindsEye zu tun haben.

Video starten 1:34 Schon vor dem Launch wurde Samson mit GTA verglichen, jetzt ist das neue Gangsterspiel endlich da

Raus aus den Schulden

Bevor wir uns aber den GTA-Vergleichen widmen, klären wir erstmal, worum es in Samson überhaupt geht. Im Spiel schlüpfen wir in die Rolle des ehemaligen Fluchtwagenfahrers Samson McCray. Nach einem gewaltig schief gelaufenen Job in St. Louis haben uns unsere damaligen Auftraggeber die Schuld in die Schuhe geschoben und wir mussten ins Gefängnis.

Damit wir im Bau überleben, hat unsere Schwester Oonagh einen Deal mit den Gangstern geschlossen: Sie bleibt nach unserer Entlassung als Faustpfand in der Hand der Schurken, bis wir unsere Schulden abgearbeitet haben. Schaffen wir das nicht, erwartet unsere Schwester ein nasses Grab.

Also sind wir in unsere alte Heimat Tyndalston zurückgekehrt, um das nötige Kleingeld für Oonaghs Freilassung zusammenzukratzen. Ja, die Story-Prämisse kann es nicht mit der Fallhöhe eines Red Dead Redemption aufnehmen. Aber sie erfüllt ihren Zweck: Denn sie definiert den Schuldenabbau unmissverständlich als Ziel des Spiels. Und davon haben wir eine ganze Menge: Satte 100.000 Dollar soll Samson aufbringen.

Von unserem alten Fixer Carter bekommen wir die ersten Aufträge. Nichts Großes zunächst; denn auch im Gangster-Gewerbe ist in Samsons Abwesenheit anscheinend die Wirtschaft den Bach runtergegangen.

Tyndalsston erinnert an ein verdrecktes New York der 90er-Jahre. Tyndalsston erinnert an ein verdrecktes New York der 90er-Jahre.

Vom Fahren und Prügeln

Die Missionen in Samson verlaufen in vorhersehbaren Bahnen. Mal schlagen wir hinter der nächsten Tankstelle ein paar Dealer zusammen, mal gehen wir unserem alten Job als Fluchtwagenfahrer nach, mal liefern wir uns eine waghalsige Verfolgungsjagd mit der Polizei – das kennen wir so auch schon aus anderen Gangsterspielen wie Driver und GTA.

Das Spielgeschehen von Samson spielt sich entweder zu Fuß oder im Auto ab, beschränkt sich aber weitgehend auf Faustkämpfe oder Fahrten durch die kleine Open World von Tyndalston. Die Karte erinnert mit ihrer Stadt-Insel und mehreren Brücken ein wenig an New York, lässt aber die begrenzten Kapazitäten in der Entwicklung von Samson deutlich erkennen. Schon nach rund einer Stunde hat man die meisten Ecken der Map gesehen und fährt im Wesentlichen immer wieder im Kreis.

Damit bietet Samson deutlich weniger spielerische Freiheit als ein modernes GTA. Doch obwohl der Vergleich naheliegt, will Samson genau das auch gar nicht sein. Vor Release verriet Studiochef Christofer Sundberg, dass das Team seine Marktlücke bei einem Publikum sehe, das keine Open-World-Giganten mit 100 Stunden Umgang sucht, sondern kleinere Häppchen. Entsprechend soll euch die Kampagne von Samson etwas mehr als 10 Stunden beschäftigt halten.

Die Map von Samson beschränkt sich auf die Stadtinsel South End und einen schmalen Streifen südlich der drei Brücken. Die Map von Samson beschränkt sich auf die Stadtinsel South End und einen schmalen Streifen südlich der drei Brücken.

Augen auf bei der Missionswahl

Das Absolvieren von Missionen kostet unseren Protagonisten Aktionspunkte und sorgt für ein interessantes Alleinstellungsmerkmal: Samson setzt auf das schlichte Gangster-Dasein noch eine Art Rundenstrategie-Konzept drauf.

Mehr als drei Missionen können wir am Tag nicht erledigen, dann muss sich Samson ausruhen – und einen Teil seiner Schulden bezahlen. Wie wir das Geld bis zum Abend zusammenbekommen, ist unsere Sache; scheitern wir bei einer Mission, vergeht die Zeit jedoch unbarmherzig weiter und wir verlieren trotzdem Aktionspunkte. Entsprechend vorausschauend sollten wir also unsere Schritte wählen.

Ein Sicherheitsnetz oder Wiederholungen gibt es nicht. Da Samson keine Möglichkeit zum manuellen Speichern und Laden bietet, müssen wir mit den Konsequenzen unserer Missionswahl leben. Bringen wir das nötige Geld nicht auf, stehen am nächsten Tag die Schuldeneintreiber aus St. Louis vor der Tür und der Berg zum Abstottern wächst.

In Samson wird viel geprügelt. Aufgrund der hakeligen Steuerung gestalten sich die Schlägereien jedoch unfreiwillig herausfordernd. In Samson wird viel geprügelt. Aufgrund der hakeligen Steuerung gestalten sich die Schlägereien jedoch unfreiwillig herausfordernd.

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