Die App, die die Superkräfte meines Samsung Galaxy freisetzt, heißt Good Lock, sie ist kostenlos und verwandelt das Handy vollständig

Samsung versteckt das enorme Potenzial seiner Smartphones in einer kostenlosen App.

Good Look fungiert quasi als Hub für weitere Apps, die euch großzügige Anpassungen erlaubt. (Bild: Patrick S. - GameStar Tech, Torychemistry - Adobe Stock, Skymakers Designer) Good Look fungiert quasi als Hub für weitere Apps, die euch großzügige Anpassungen erlaubt. (Bild: Patrick S. - GameStar Tech, Torychemistry - Adobe Stock, Skymaker's Designer)

One UI hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Trotz des riesigen Displays kann das Galaxy S26 Ultra größtenteils einhändig bedient werden. In den Einstellungen werde ich dank der cleveren Suchfunktion in der Regel schnell fündig und auch der vertikale App-Drawer sorgt für ein echtes Android-Feeling.

Das riesige Potenzial verbuddelt Samsung allerdings in einer offiziellen, aber nicht vorinstallierten App: Good Lock. Dabei offenbart genau diese App das größte Potenzial der Alltagsbegleiter.

Good Lock ist kostenfrei und das Tool für jeden Bedarf

Good Lock ist über den Galaxy Store schnell und kostenfrei installiert. Über die App schaltet ihr verschiedene Zusatz-Apps frei, die ganz unterschiedliche und praktische Funktionen bieten. Die einzelnen Apps sind im Grunde über den Galaxy Store verfügbar. Good Lock bietet als Hub allerdings mehr Übersicht.

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Was für Anwendungen und Funktionen verbergen sich hinter Good Lock? Gut, dass ihr fragt! Nachfolgend findet ihr etliche Beispiele:

  • Mit Theme Park erstellt ihr individuelle Designs und verleiht App-Icons etwa einen 3D-Effekt – ideal, wenn ihr eurem Smartphone einen persönlichen Anstrich verpassen wollt. Wer nicht von Grund auf neu gestalten möchte, kann auch bestehende Icon-Packs aus dem Play Store einbinden und über Theme Park verwalten.
  • RegiStar belegt Tasten und Gesten mit eigenen Aktionen. Wer die Power-Taste bereits für Kamera und Gemini vergeben hat, findet hier eine praktische Alternative. Das funktioniert zum Beispiel über die Backtap-Geste, die ein doppeltes Antippen der Geräterückseite als versteckte »Zusatztaste« nutzbar macht.
  • Der Camera Assistant schaltet versteckte Kamera-Modi frei, darunter den 24-Megapixel-Modus. Darüber hinaus verwaltet ihr die angezeigten Zoomstufen und aktiviert Optionen wie Fokus-Peaking im Pro-Modus.
  • LockStar macht den Sperrbildschirm und das Always-On-Display flexibler. Uhr, Widgets und App-Shortcuts lassen sich frei positionieren. Ihr erhaltet zudem Zugriff auf App-Widgets, die standardmäßig nicht für den Sperrbildschirm unterstützt werden.
  • Mit One Hand Operation+ steuert ihr das Gerät per Edge-Gesten einhändig. Das ist besonders praktisch bei einem riesigen Display wie der Ultra-Reihe. Jede Geste kann individuell belegt werden, beispielsweise für den Zurück-Button, die App-Übersicht oder das direkte Öffnen einer bestimmten App.

ThemePark, LockStar, NotiStar und Co. sind nur wenige von vielen Modulen, die Good Lock für euch bereithält. (Bild: Skymakers Designer) ThemePark, LockStar, NotiStar und Co. sind nur wenige von vielen Modulen, die Good Lock für euch bereithält. (Bild: Skymaker's Designer)

Mit den oben genannten Stichpunkten kratze ich dabei nur an der Oberfläche. Viele weitere Module wie NavStar, QuickStar oder KeysCafe sind für Anpassungs-Enthusiasten interessant. Good Lock skaliert mit dem eigenen Anspruch. Wer tief einsteigen will, findet hier genug Material.

Ich empfehle daher, die Optimierungen am eigenen Smartphone Stück für Stück vorzunehmen. Zu Beginn kann die schiere Anzahl der Möglichkeiten überwältigend sein.

Nachfolgend findet ihr einige Beispiele für Module, die ich derzeit aktiviert habe und nahezu täglich nutze.

RegiStar für die Backtap-Geste

Die Backtap-Geste haben viele Android-Smartphones fest in den Systemeinstellungen verankert. Samsung versteckt sie hinter Good Lock. (Bild: Skymakers Designer) Die Backtap-Geste haben viele Android-Smartphones fest in den Systemeinstellungen verankert. Samsung versteckt sie hinter Good Lock. (Bild: Skymaker's Designer)

Die versteckte Zusatztaste auf der Rückseite des Geräts ist praktisch! Besonders dann, wenn die Power-Taste bereits mit einer anderen App wie Kamera und Gemini belegt ist.

Über Backtap greife ich auf Expert RAW zu, eine App, die ebenfalls über den Galaxy Store installiert werden muss.

Mit dem Smartphone fotografiere ich in erster Linie im JPEG-Format. Das reicht für Schnappschüsse in der Regel aus. Wenn ich meine Kompaktkamera allerdings nicht griffbereit habe, fotografiere ich mit dem Smartphone im RAW-Format, um in der Nachbearbeitung das Maximum aus den Bildern herauszukitzeln.

Ich lege also jeweils eine Kamera-App auf eine »Taste«, die ich abhängig von der Situation nutze.

  • Kamera für Schnappschüsse
  • Expert RAW für »ernsthafte Fotografie«

Camera Assistant für mehr Optionen

Neben Foto-Optionen bietet die App auch erweiterte Videofeatures. Ihr könnt etwa den Ton über externe Kopfhörer überwachen. (Bild: Skymakers Designer) Neben Foto-Optionen bietet die App auch erweiterte Videofeatures. Ihr könnt etwa den Ton über externe Kopfhörer überwachen. (Bild: Skymaker's Designer)

Wenn ihr das Maximum aus der Samsung-Kamera herausholen wollt, führt kein Weg am Camera Assistant vorbei. Damit schaltet ihr zum Beispiel den 24-Megapixel-Modus frei, der für Point-and-Shoot einen genialen Sweetspot darstellt.

Dieser Modus nutzt »KI-Fusion-Processing«, das Details aus den höher aufgelösten Sensordaten verwertet. Die Bilder werden schärfer, ohne dass die natürliche Farbwiedergabe beeinträchtigt wird, und die Dateigrößen bleiben im grünen Bereich.

Unterm Strich erhaltet ihr mehr Detailschärfe als bei 12-Megapixel-Fotos und kleinere Dateien als bei 50- oder gar 200-Megapixel-Fotos. Leider steht diese Funktion bislang nur der Galaxy-S26-Reihe zur Verfügung.

Camera Assistant kann allerdings noch viel mehr!

  • Ihr verwaltet darüber beispielsweise die angezeigten Zoomstufen, wie etwa 2x, 10x oder sogar 100x.
  • Für den Pro-Modus wählt ihr optional die Farbe für Fokus-Peaking, also die Markierung der scharf gestellten Bildbereiche.
  • Serienbilder mit vordefinierten Intervallen zwischen den Bildern sind ebenfalls möglich.

Theme Park für mehr Personalisierung

Über ThemePark habe ich den App-Icons einen leichten 3D-Effekt verpasst, indem ich Schatten hinzugefügt habe. (Bild: Skymakers Designer) Über ThemePark habe ich den App-Icons einen leichten 3D-Effekt verpasst, indem ich Schatten hinzugefügt habe. (Bild: Skymaker's Designer)

Es geschehen noch Zeichen und Wunder: Tatsächlich halte ich den Startbildschirm von iOS für besser. Apple bietet von Haus aus einfach mehr Optionen zur Personalisierung.

Hier kommt Theme Park ins Spiel! Mit wenigen Handgriffen kann ich den App-Icons eine ganz neue Optik verleihen, beispielsweise einen coolen 3D-Effekt. Alternativ installiere ich neue Icons über den Play Store und verwalte sie ganz einfach über die App. Beides ist möglich.

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Aktuell experimentiere ich selbst noch mit Good Lock und den Modulen. Die App zeigt mir, was Android so stark macht: die tiefgreifenden Anpassungsmöglichkeiten. So kann ich mein Smartphone an meine Bedürfnisse anpassen und nicht umgekehrt. Zwar dienen einige dieser Apps nur der Optik, aber genau das sorgt mitunter für ein wohliges, persönliches Gefühl.

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