Schimpfwort Triple-A - Meinung: Warum ich AAA-Spiele trotz allem liebe - und mich dafür rechtfertigen muss

Indie ist hip, große Spiele finanzstarker Publisher gelten als Teufelszeug: Peter stört das Schwarz-Weiß-Denken in Teilen der PC-Community. Er freut sich weiterhin auf den Release millionenschwerer Triple-A-Spiele, auch aus Mangel an attraktiven Alternativen.

von Peter Bathge,
31.01.2019 15:00 Uhr

Triple-A-Spiele transportieren einen in virtuelle Welten von erstaunlicher Schönheit, brennen Effektfeuerwerke ab oder verschieben die Grenzen des technisch Machbaren. Das will Peter nicht mehr missen. Auch wenn er dafür manchmal schief angeschaut wird.Triple-A-Spiele transportieren einen in virtuelle Welten von erstaunlicher Schönheit, brennen Effektfeuerwerke ab oder verschieben die Grenzen des technisch Machbaren. Das will Peter nicht mehr missen. Auch wenn er dafür manchmal schief angeschaut wird.

2018 ist zum ersten Mal seit 13 Jahren keine neue Call-of-Duty-Einzelspielerkampagne erschienen. Black Ops 4 setzt stattdessen ganz auf Multiplayer-Action - und hat mich damit enttäuscht. Denn ich war einer derjenigen, die sich Jahr für Jahr auf Anfang November gefreut haben, wenn der jüngste Sechs-Stunden-Feldzug mit großen Explosionen und viel Kawumm auf meiner Festplatte landete.

Aber damit nicht genug: Ich spiele gerne Assassin's Creed. Ich liebe das Spektakel von Battlefield und die cineastische Inszenierung von Tomb Raider. Diesen ach so trostlosen Triple-A-Fraß, den uns die großen Publisher Jahr für Jahr vorwerfen? Für mich ist er ein unverzichtbarer Bestandteil meiner Spiele-Ernährung!

Noch vor ein zehn Jahren wäre ein solches Statement nichts Besonderes gewesen. Doch heute kommt es einem Offenbarungseid gleich, besonders aus dem Mund eines Spieleredakteurs. Denn Triple-A oder AAA, das gilt in manchen Kreisen der Spiele-Community mittlerweile als Schimpfwort. Lootboxen, Bugs, Sequel-Wahn, schlechter Kundenservice, formelhafte Open Worlds, teure DLCs, endlose Gier aufseiten der Publisher, all die unangenehmen Seiten unseres Lieblingshobbys in einem handlichen Paket, ausgedrückt durch ein einziges Synonym: Triple-A, oder noch kürzer AAA.

Ich weiß, ich stelle mich damit gegen den Trend, aber diese drei Buchstaben sind immer noch Musik in meinen Ohren.

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