In meinem Freundeskreis bin ich oft die Anlaufstelle, wenn jemand nach neuen Kopfhörern sucht – egal ob Knochenschall, Studio-Kopfhörer oder klassische In-Ears.
Als Musikfan und Hobby-Musiker habe ich schon unzählige Modelle getragen, hatte bis zur IFA allerdings noch nie Open-Ear-Clips auf den Ohren. Oder eher am Ohr.
Mein Kollege Marinus hat mir vor Ort dringend geraten, das endlich nachzuholen. Nach den ersten Testrunden steht für mich fest: Das Konzept ist ein echter Gamechanger – ganz besonders für Brillenträger wie mich.
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Der Clou am Clip-Prinzip
Bevor ich mir die ersten Modelle an die Ohren geklemmt habe, hat mir Marinus – der schon mehrere Clip-Systeme getestet hat – ein paar nützliche Hinweise gegeben. Wer einen echten HiFi-Sound sucht, wird bei dem Clip-System nicht fündig.
Zudem unterscheiden sich viele Modelle klanglich nur wenig voneinander – was ich nach einigen Hörproben an den Ständen verschiedener Hersteller bestätigen kann. Die Tonqualität ist gerade in den Mitten und Höhen oft solide, sticht aber im Gesamtbild kaum aus der Masse heraus.
Was sie für sich haben, ist ein extrem angenehmes Tragegefühl. Dadurch, dass die Kopfhörer einfach ans Ohr geclippt werden, spürt man sie kaum und nach kurzer Zeit vergisst man schlichtweg, dass man sie überhaupt trägt. Das liegt daran, dass die meisten Clip-Kopfhörer besonders leicht gestaltet sind und nur wenige Gramm wiegen.
Shokz OpenDots 2: Überraschender Bass sorgt für Wow-Effekt
Direkt am Stand von Shokz konnte ich dann die neuen OpenDots 2 ausprobieren. Ursprünglich war ich skeptisch, da die Clips mit Phrasen wie »satter Bass« werben, was bei vielen Herstellern oft wenig aussagekräftig ist.
Doch nach dem ersten Druck auf den Play-Knopf des Testgeräts musste ich wirklich staunen. Im Gegensatz zu den anderen Clips, die ich auf der IFA ausprobiert habe, war der Bass hier deutlich stärker zu hören und durch die leichte Vibration bei basslastigen Liedern sogar zu spüren.
Maxe hat die Aero Clip 2 von Soundcore genau wegen dieses Effekts ausgezeichnet, weshalb ich sie für einen Vergleich auch einmal ausprobiert habe. Das Klangbild und der Bass sind für mich ähnlich wie bei den Kopfhörern von Shokz, wobei mir letztere im Gesamtbild besser gefallen haben.
Die Kopfhörer sind für mich dadurch eine gute Alternative zum Award-Sieger – vor allem, weil mir das Design bei den OpenDots 2 besser gefällt. Im Prinzip macht ihr aus meiner Sicht aber mit beiden Geräten nichts falsch.
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Das Clip-Design verbindet bei beiden Modellen das freie Tragegefühl mit einem erstaunlich vollen Klang und ist für mich damit eine echte Alternative zu Knochenschallkopfhörern oder anderen offenen Konzepten. Gerade als Brillenträger profitiere ich davon, dass das Design völlig ohne störenden Bügel auskommt.
Wie seht ihr das Thema Clip-Kopfhörer? Habt ihr das Konzept schon ausprobiert oder bleibt ihr lieber bei klassischen In-Ears? Lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen!
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