Essen, schlafen, tanken – das alles muss ich schon im echten Leben, aber auch in GTA 6? Darüber, ob Rockstar in dem wohl meisterwarteten Videospiel des Jahrzehnts ausgerechnet zu viel Realismus bietet, wird momentan hitzig debattiert.
Auf YouTube und auf Social Media entbrennen gerade Diskussionen darüber, wie sehr denn der Spielspaß darunter leidet (IGN hat ein paar konkrete Beispiele gesammelt). Denn mit einem zu großen Fokus auf Realismus könnte sich das kommende Grand Theft Auto ja mehr wie eine Simulation und weniger wie eine Open-World-Spielplatz anfühlen.
Ich freue mich aber ausgerechnet auf diesen in die Tiefe gehenden Realismus. In meinen Augen ist diese Entscheidung nicht nur die logische Konsequenz aus der vorangegangenen Rockstar-Historie. Sie bietet auch das Potenzial für einzigartige Gameplay-Momente, wie man sie vielleicht nur ein einziges Mal erleben wird.
Diese Art von Realismus soll GTA 6 bieten
Aber beginnen wir von vorne. Dank der jüngsten Gameplay-Enthüllung via Netflix und ausführlicher Previews nimmt das Konzept GTA 6 immer mehr Gestalt an. So kennen wir mittlerweile die folgenden Details zum Spiel, die aus dem kommenden Grand Theft Auto das bisher realistischste machen soll:
- Unsere spielbaren Charaktere können nicht endlos viele Waffen mit sich herumtragen. Außerdem reagieren NPCs und die Spielwelt darauf, wenn wir Langwaffen (wie etwa Sturmgewehre) einfach so mit uns herumtragen. Der Kofferraum unseres Fahrzeugs dient dabei als Lagerkiste.
- Fahrzeuge benötigen zum ersten Mal in der GTA-Historie Treibstoff – geht uns der Sprit aus, ist Schicht im Schacht. Allerdings soll das Tanken nur rund zehn Sekunden dauern.
- Wir können mit Jason und Lucia Sport betreiben, um ihre Lebens- und Ausdauerleiste zu verbessern. Und um ein Fitnessstudio zu besuchen, benötigt es eine entsprechende Mitgliedschaft. Hier spielt zudem eine regelmäßige Ernährung rein, die sich ebenfalls auf die Attribute der beiden auswirkt.
- Ebenso sollten wir einen gesunden Schlaf für Jason und Lucia nicht vernachlässigen. Sind die beiden zu lange auf den Beinen, macht sich das ebenfalls bei ihren Attributen bemerkbar, was uns potenziell etwa das Autofahren oder Schießen erschwert.
- Wie gesund, ausgeglichen und ausgeschlafen Jason und Lucia sind, verrät uns ein Fitness-Tracker auf unseren Ingame-Handys.
- Die Beziehung von Jason und Lucia will ebenfalls gepflegt werden: Wie herzlich es zwischen den beiden zugeht, ist davon abhängig, wie viel wir die beiden miteinander interagieren und kommunizieren lassen.
- Das Fahndungssystem ist komplexer denn je. So kann uns die Polizei anhand unseres letzten bekannten Standorts, unseres Aussehens, unserer Kleidung und unseres Fahrzeugs identifizieren und ausmachen. Diese Faktoren lassen sich aber auch zu unserem Vorteil ausspielen, um unsere Verfolger abzuschütteln.
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Autos knacken, Geld verdienen, Überfälle: So funktioniert GTA 6!
Mehr Realismus bedeutet mehr Komplexität – und GTA ist perfekt dafür
Das klingt erstmal ziemlich komplex und vielleicht auch etwas erschlagend. Denn der ein oder andere von euch will sich vielleicht einfach nur in das fiktive Florida-Pendant Leonida stürzen und Chaos stiften. Doch ich bin überzeugt, dass euch die oben genannten Mechaniken nicht im Wege stehen – ganz im Gegenteil.
Spinnen wir doch einfach mal das folgende Szenario: Wir haben ein bisschen über die Stränge geschlagen, damit den Zorn des Gesetzes provoziert und brettern hinter dem Steuer von Jason und Lucias Declasse Tulip über den Highway und stellen fest: Hm, hätten wir mal vorher lieber auf die Treibstoffanzeige geachtet.
Unseren fahrbaren Untersatz müssen wir zurücklassen und im Dschungel Leonidas (egal, ob der Großstadt Vice City oder dem sumpfigen Umland) zu Fuß fliehen. Und wie damals zu den guten alten Mafia-2-Zeiten hilft es vielleicht schon, im nächsten Klamottenladen ein paar neue Kleider überzuwerfen. Oder wir schnappen uns ein neues Fahrzeug und setzen die Verfolgungsjagd fort. An Möglichkeiten dürfte es in GTA 6 nicht mangeln.
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