Am 13. Januar 2026 startet Smallville auf Netflix und seit der Ankündigung verfolgt mich ein Ohrwurm: Der Intro-Song Save Me
von Remy Zero geht mir einfach nicht mehr aus dem Kopf!
Smallville gehört zu meinen absoluten Lieblingsserien – auch wenn unser Chefredakteur Heiko mich immer wieder fragt, ob ich dafür nicht viel zu jung bin. Noch nie war Superman so nahbar wie in der Kult-Serie aus dem Jahre 2001.
Seit etlichen Jahren sehnt sich mein Nostalgie-Herz nach einem Rewatch – und jetzt ist endlich der perfekte Zeitpunkt dafür gekommen!
Worum geht’s in Smallville?
Die Handlung beginnt in den Jugendjahren von Clark Kent (Tom Welling), der im ländlichen Kansas bei seinen Zieheltern Martha (Annette O’Toole) und Jonathan Kent (John Schneider) aufwächst. Ja, genau der Clark Kent. Auch wenn es der Titel der Serie nicht verrät, geht es wirklich um Superman.
Clarks Versuch, ein ganz normales Teenagerleben zu führen, scheitert, als er seine wahre außerirdische Herkunft entdeckt. Statt auf wilden Partys aus roten Plastikbechern zu trinken und im Takt zu »Pacific Coast Party« von Smash Mouth zu wippen, prügelt er sich in seiner Freizeit mit Bösewichten herum.
Die ersten vier Staffeln folgen einem episodischen Format, wobei es jede Episode einen neuen Gegner für Clark gibt, der durch das radioaktive Mineral Kryptonit
mutiert ist. In der Hauptstory liegt der Fokus eher auf seiner ersten großen Liebe Lana (Kristin Kreuk) und seiner wachsenden Freundschaft zu Lex Luthor (Michael Rosenbaum).
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Smallville: In der finalen Staffel der Kult-Serie muss sich Clark einem letzten großen Gegner stellen
Ab Staffel 5 rücken fortlaufende Handlungsbögen in den Vordergrund und abgeschlossene Einzelfolgen werden eher seltener. Demnach machen dort größere Oberschurken wie Brainiac (James Marsters), Doomsday (Sam Witwer) oder General Zod (Callum Blue) Clark das Leben schwer.
Während sich die ersten sieben Seasons vor allem mit seiner Vorgeschichte auseinandersetzen, schlüpft Clark ab Staffel 8 in seine gewohnte Rolle als Redakteur beim Daily Planet. Dort ist er damit beschäftigt, sein Superhelden-Dasein mit seinem Job unter einen Hut zu bekommen.
Das ist gar nicht so leicht, vor allem, wenn die Top-Journalistin Lois Lane (Erica Durance) versucht herauszufinden, wer sich hinter dem Superhelden »The Blur« (deutsch: Der Fleck - So hieß Clark, bevor er den Namen Superman erhielt) versteckt.
Smallville kommt bei zehn Staffeln auf eine stolze Anzahl von 218 Folgen, die alle zwischen 2001 und 2011 erschienen sind. Somit ist die Serie die längste Superhelden-Serie, die es (bis jetzt) jemals gegeben hat. Nicht einmal The Flash oder Arrow kommen da heran. Die Episoden sind jeweils etwa 40 Minuten lang.
Was macht Smallville so gut?
Tom Welling war mein allererster Superman. Über 200 Folgen hinweg, habe ich mitverfolgt, wie er erwachsen geworden ist. Obwohl er ein Superheld ist, schlägt er sich erst mit den ganz normalen Problemen eines Teenagers und dann eines Erwachsenen herum. Die Serie macht den sonst so übermächtig dargestellten Superhelden dadurch sehr nahbar.
Clark ist zu Beginn von Smallville gerade einmal 14 Jahre alt. Also genau in dem Alter, in dem ich die ersten Folgen gesehen habe. Dabei fühlt sich Clark in der Schule oftmals als Außenseiter, denn er merkt, dass er irgendwie anders ist. Ihm werden viele Steine durch seine Kräfte in den Weg gelegt und auch wenn ich selbst (leider) keine Superkräfte habe: Als junger Mensch fühlt man sich auch oft mal als Außenseiter.
Als Kind hat mich Smallville daher unheimlich inspiriert – vor allem dazu, meine lose Zahnspange rot und blau zu färben. Ein Bild davon erspare ich euch an dieser Stelle. Aber mal im Ernst: Die Brücke, die die Serie zwischen Drama und Comic-Epos schlägt, macht verdammt viel Spaß.
Wusstet ihr eigentlich, dass die Produzenten eine strikte Regel hatten: keine Strumpfhosen und kein Fliegen (englisch: »No tights, no flights«)? Bis zur finalen Staffel sieht, man Clark weder in seinem legendären Superman-Kostüm, noch kann er richtig fliegen. Man fokussiert sich ausschließlich auf die Charakterentwicklung des kryptonischen Erben. Also wie »The Blur« letztendlich zu Superman wird.
Außerdem hat Smallville meinen absoluten Lieblings-Lex hervorgebracht. Vielleicht stehe ich dem neuen Lex Luthor (Nicholas Hoult) aus James Gunns DC-Universum deswegen auch so skeptisch gegenüber. Für mich ist die Performance von Michael Rosenbaum nach wie vor ungeschlagen.
Im neuen Superman-Film ist Lex dem Mann aus Stahl bereits feindlich gesinnt und setzt alles daran, ihn endgültig auszuschalten. Doch was viele dabei vergessen: Lex und Clark waren mal beste Freunde! Und diese langsame Verwandlung von Clarks bestem Freund zu einem seiner schlimmsten Feinde wird in der Serie psychologisch und tiefgründig aufgebaut. Lex wird so zu einer der tragischsten, aber gleichzeitig auch vielschichtigsten und spannendsten Figuren von Smallville.
Kleiner Tipp am Rande: Wenn ich meinen Rewatch jetzt starte, werde ich mir parallel den offiziellen Podcast von Tom Welling und Michael Rosenbaum namens »Talk Ville« anhören. Dort lassen die beiden zu jeder Folge hinter die Kulissen blicken und haben natürlich auch regelmäßig Gäste zu Besuch, wie zum Beispiel Erica Durance (Lois) oder John Glover (Lionel Luthor).
Mittlerweile sind Welling und Rosenbaum bereits bei Staffel 7 angekommen. Ja, ich weiß. Da habe ich mir ein großes Projekt vorgenommen. Aber wenn nicht jetzt, wann dann?
Als TV-Serie wurde Smallville zwar nach zehn Jahren eingestellt, danach erschien aber noch eine Comic-Reihe, die als direkte Fortsetzung der Handlung gilt. Die Weiterführung umfasst insgesamt sechs Sammelbände.
Falls ihr noch mehr aus der Welt der Superhelden lesen möchtet, verlinken wir euch in der obigen Box passende Artikel zum Thema. Dort könnt ihr zum Beispiel nachschauen, welche Serien und Filme im neuen DC-Universum von James Gunn dieses Jahr anstehen.
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