Ich freue mich wie wild auf Avengers: Doomsday, keine Frage. Aber spätestens seit Superman schlägt mein nerdiges Heldenherz auch wieder kräftig für Marvels großen Konkurrenten DC.
James Gunn ist der neue Chef des Universums und saß bei Superman im Regiestuhl. Jetzt gibt er die Zügel das erste Mal jemand anderen in die Hand. Demnach muss der neue Supergirl-Film ab dem 25. Juni 2026 beweisen, dass das DCU auch ohne die Führung von Gunn eine Zukunft hat.
Ich durfte den Trailer von Supergirl bereits einige Tage vor Release anschauen und bin hellauf begeistert. Denn als jemand, der zurzeit jeden Abend mit der direkten Comic-Vorlage »Supergirl: Woman of Tomorrow« verbringt, versprüht der erste Trailer die perfekte Mischung aus Ernsthaftigkeit und Humor.
Worum geht‘s in Supergirl?
Mit 14 Jahren hat Kara alles verloren. Sie musste mit ansehen, wie ihr Heimatplanet dem Erdboden gleichgemacht wurde und verlor dabei fast ihre ganze Familie. Seither versucht sie ihren Erinnerungen mit Alkohol und Partys zu entfliehen, was auch ihrem Cousin Clark am Ende von Superman nicht entgeht.
Eines Tages begegnet sie Ruthye Marye Knoll (Eve Ridley), die den Mörder ihres Vaters zur Rechenschaft ziehen will: Krem of the Yellow Hills (Matthias Schoenaerts). Um Ruthye zu beschützen, willigt Kara ein, ihr zu helfen. Also stürzen sich die beiden gemeinsam in ein wildes Abenteuer, das sie quer durch die Galaxis führt.
Ex-Aquaman Jason Momoa ist übrigens in einer Nebenrolle als außerirdischer Kopfgeldjäger Lobo zu sehen.
Im Regiestuhl sitzt Craig Gillespie, der sich in der Vergangenheit für Projekte wie Fright Night oder The Finest Hours verantwortlich zeigte. Das Drehbuch verfasste die Schauspielerin und Autorin Ana Nogueira (als Darstellerin: The Vampire Diaries, The Blacklist).
Hier könnt ihr euch direkt den Trailer anschauen:
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Das nächste Superhelden-Highlight von DC? Supergirl stellt sich in ihrem ersten Solo-Abenteuer ihrer traumatischen Vergangenheit
»Ein völlig anderer Film«
Supergirl wird nicht einfach ein Superman 2.0. Milly Alcock gab bei dem Trailer-Event preis, dass der Film »von der Stimmung her ganz anders ist.« Allein schon, weil Kara und Clark komplett unterschiedlich aufgewachsen sind. Der Mann aus Stahl hat von der Zerstörung Kryptons nichts mitbekommen und ist wohlbehütet auf einer Farm bei seinen Zieheltern Martha (Neva Howell) und Jonathan Kent (Pruitt Taylor Vince) aufgewachsen.
Kara hingegen musste den Großteil ihres Lebens ohne die Liebe einer Familie auskommen. Ihr könnt euch denken, was das heißt: emotionale Mauern bis zum Mond, eine negative Lebenseinstellung und arge Vertrauensprobleme, die aber mit viel Humor überschattet werden.
Auch wenn der Trailer also an manchen Stellen nach einem lustigen Buddy-Weltraum-Abenteuer à la Guardians of the Galaxy aussieht, wird hier ein sehr komplexer Charakter in den Vordergrund gestellt. Laut Regisseur Craig Gillespie geht das Skript in »eine sehr düstere Richtung.« Legt euch im Kino also lieber eine Packung Taschentücher bereit!
Supergirl läuft vor jeglicher Verantwortung davon und möchte anders als ihr Cousin eigentlich nichts vom Helden-Dasein wissen. Sie prügelt sich lieber in Bars und reist auf Planeten mit roter Sonne, um sich zu betrinken. Was gewissermaßen auch ziemlich lebensmüde ist, denn dort verliert sie ihre kryptonischen Fähigkeiten und somit auch ihren Schutz.
Die Kryptonierin ist in vielerlei Hinsicht nicht perfekt, aber genau darin liegt für Milly Alcock ihre größte Stärke. Ihre eigene Beschreibung der Superhelden-Figur möchte ich euch an dieser Stelle wirklich nicht vorenthalten:
Ich denke, dass Supergirl insbesondere für junge Frauen symbolisiert, dass man Fehler haben darf, dass man offen sein kann ... und nicht perfekt sein muss, um sich selbst zu finden.
Ich glaube, dass uns, insbesondere Frauen, diese Erzählung aufgezwungen wird, dass man in jedem Aspekt seines Lebens perfekt sein muss. Und ich finde, dass Kara jemand ist, der sich so wunderschön auf seine Fehler einlässt. Ich halte das für etwas ganz Besonderes.
Achtung! Es folgen Spoiler zu Woman of Tomorrow, die ein paar Story-Details zu Supergirl verraten können. Weiterlesen auf eigene Gefahr!
Krypto ist wieder da!
Schon in Superman war der strubbelige Hund Krypto eines meiner größten Highlights. Trotz oder gerade wegen seiner ungezogenen Art, knipste er Gegnern (und Mr. Terrifics Technologien) reihenweise die Lichter aus. Damit sorgte der Vierbeiner nicht nur für süße, sondern auch lustige Momente - wie zum Beispiel sein Überraschungsangriff auf Lex Luthor. Die Aktion pfefferte den Oberschurken einmal quer durch seine eigene Kommandozentrale.
Krypto ist aber eigentlich der Hund von Clarks Cousine Kara alias Supergirl. Da zeigt sich dann auch, warum er so ungezogen ist. Die meiste Zeit feiert Kara unter einer roten Sonne und interessiert sich herzlich wenig für das Thema: »Wie erziehe ich meinen Hund?«
Neben einigen Szenen im Trailer, wo Krypto fröhlich durch die Luft fliegt, hat mich eine Einstellung besonders hart getroffen. Ab Minute 01:32 sieht man eine traurige Kara, die vor einem leidenden Krypto sitzt. Im Comic wird der knuddelige Vierbeiner gleich zu Beginn schwer vergiftet und es bleibt zunächst offen, welches Schicksal ihn ereilt.
Keiner von uns sieht Hunde in Filmen gerne leiden - ja, ich schaue dich an, John Wick! Aber hier bin ich froh, dass sich der Film offenbar an seine Vorlage hält. Denn Kryptos Verletzung spielt eine wichtige Rolle in Karas Entwicklung und dem Umgang mit ihren Emotionen. Der Wauwau ist ihr emotionaler Anker und das Einzige, was ihr von Krypton noch geblieben ist.
Die Nähe zu den Comics
Wer ganz genau hinschaut, kann selbst in den 62 Sekunden schon einiges aus Woman of Tomorrow erkennen. Bei Minute 1:21 erhaschen wir zum Beispiel einen Blick auf das ikonische Schwert von Krem of the Yellow Hills.
Das lässt der Oberschurke nach dem Mord an Ruthyes Vater einfach am Tatort zurück. Zu Beginn des Comics will Ruthye das Schwert jedem andrehen, der sich Krem stellt und ihn zur Strecke bringt. Sogar Supergirl, die mit einem lausigen Schwert nun wirklich nichts anfangen kann. Wer braucht denn eine Klinge, wenn man einen Hitzestrahl hat?
Als Kara auf den Bus wartet, trägt sie einen beigefarbenen Trenchcoat, den sie auch beim ersten Treffen mit Ruthye anhat (ab Minute 0:25). Am meisten überzeugt hat mich aber das Supergirl-Kostüm, das einfach nur verdammt cool aussieht und sich den Comic vor allem was den Schnitt und kleine Details betrifft, zur Vorlage nimmt.
So, jetzt habe ich aber genug rumgenerdet. Ich muss mir den Trailer jetzt noch weitere 8384833 Mal anschauen. Vielleicht fallen mir dann ja noch neue Sachen auf.
Neben Supergirl erscheinen 2026 noch weitere Filme und Serien aus dem Hause DC. Für den Sommer ist aktuell die Show Lanterns geplant, die von den Green Lanterns Hal Jordan (Kyle Chandler) und John Stewart (Aaron Pierre) handelt. Am 10. September 2025 geht es dann mit dem Horror-Thriller Clayface weiter. Es ist der erste Film im neuen Universum, der von einem Bösewicht handelt.
Falls ihr wissen möchtet, was außerdem noch alles ansteht, schaut gerne in der obigen Box vorbei. Dort verlinken wir euch eine DCU-Übersicht.
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