Wir wollten wissen, wie ihr den Begriff »Router« aussprecht, und ihr habt fleißig geantwortet. Obwohl das praktische Netzwerkgerät mittlerweile in so gut wie jedem Haushalt zu finden ist, gibt es immer noch eine regelrechte Diskussion über die Aussprache.
92 Prozent von euch sind sich einig und sagen, dass es »Ruuter« heißt – also mit einem langgezogenen »U«. Der Rest widerspricht und bevorzugt andere Aussprachen wie »Rauter«.
Auch weshalb ihr das Netzwerkgerät so unterschiedlich aussprecht, habt ihr uns in den Kommentaren verraten und einige spannende Theorien aufgestellt. Worum es dabei geht und welche Begriffe bei euch zudem für Irritation sorgen, erfahrt ihr im Folgenden.
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»Ruuter« vs. »Rauter«: Daher kommt der Unterschied
Um euch abzuholen und noch einmal auf den ursprünglichen Artikel zurückzukommen: Beide Aussprachen sind laut Wörterbüchern, wie dem Duden, vollkommen richtig und verbreitet.
Das kommt daher, dass sich der Begriff, wie viele von euch richtig vermutet haben, vom englischen »to route« ableitet. Im amerikanisch-englischen Sprachraum wird das Wort aber oft »Rauter« ausgesprochen, also mit einem »AU«.
Ihr habt das selbst von verschiedenen Begriffen abgeleitet, zum Beispiel von der »Route« (also der Strecke), da das Gerät schließlich den Weg für die Daten findet. Damit liegt ihr bezüglich der Etymologie, also dem Ursprung des Wortes, vollkommen richtig.
In Deutschland haben sich viele für die Aussprache »Router« entschieden, weil sie uns einfach natürlicher über die Lippen geht und für viele besser klingt.
Warum die »Rauter«-Aussprache in Deutschland dennoch existiert, erklärt sich mit einem Blick auf die EDV-Nostalgie: In den 90ern und frühen 2000ern war es in der IT-Welt beliebt, Fachbegriffe amerikanisch auszusprechen, um der eigenen Expertise etwas mehr Gewicht zu verleihen.
So haben auch einige von euch in den Kommentaren bestätigt, dass sie den Begriff früher in ihrem IT-Umfeld als »Rauter« kannten.
Dass es heutzutage auch in diesen Bereichen meistens »Router« heißt, liegt schlicht daran, dass sich die Technik von einer reinen IT-Nische weiterentwickelt hat und mittlerweile im Wohnzimmer und damit in der breiten Masse angekommen ist.
Eigennamen sind beliebte Alterantiven
Manche von euch haben in den Kommentaren auch angemerkt, dass es in ihrem Umfeld gar nicht mehr so stark verbreitet ist, überhaupt »Router« zu sagen. Viele sprechen stattdessen beispielsweise direkt von einer »Fritzbox«.
Hintergrund dafür ist, dass das Unternehmen hinter Fritzbox seine Produkte stark unter dem Namen bewirbt und selbst nur selten von »Routern« spricht. Zum anderen gehören diese Modelle zu den beliebtesten Geräten auf dem deutschsprachigen Markt und werden gerade wegen ihrer vielen Einrichtungsmöglichkeiten sehr geschätzt.
Das Phänomen ist ähnlich wie bei Taschentüchern, die häufig einfach nur als »Tempo« bezeichnet werden, dem Begriff »googeln«, wenn man die Websuche meint, oder dem Haartrockner, den die meisten schlicht »Föhn« nennen.
Das Tor zur Hölle der Tech-Aussprachen
Obwohl die »Router«-Frage in der Community mit 92 Prozent eindeutig geklärt ist, habt ihr in den Kommentaren einige andere Begriffe aufgebracht, bei denen Uneinigkeit über die richtige Aussprache herrscht. Besonders oft genannt wurden dabei GIF, Gigabit (oder Gigabyte), Cache und Azure.
Der wohl bekannteste Streitfall darunter dürfte »Cache« sein. Sicherlich habt ihr schon mal jemanden gehört, der »Käsch«, »Kasch« oder »Käsche« sagt.
Genauso verhält es sich bei GIF: Im Deutschen wird das »G« oft hart ausgesprochen (also schlicht »Gif«), während andere das Wort mit einem englischen J-Laut aussprechen und sagen, dass es »Jif« heißt. Manche sprechen das Bewegtbild sogar »Dschiff« aus.
Gerade im IT-Bereich gibt es hier bis heute immer wieder hitzige Diskussionen darüber, was denn nun richtig ist. Am Ende gilt aber ein Grundsatz, den ihr entspannt befolgen solltet: Solange klar ist, was gemeint ist, ist es am Ende des Tages eigentlich egal, wie ein Begriff ausgesprochen wird.
Aussprachen haben allein dadurch ihre Daseinsberechtigung, dass sie im Alltag aktiv verwendet und verstanden werden. Auch wenn ihr dann vielleicht euren »Käsch« leeren müsst, um euer »Dschiff« sehen zu können – wobei auch ein Reset eures »Ro'uters« helfen könnte.



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